Gedankenkarussel

von Lena Lotta
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Der Ritt auf dem Pferdchen,
immer im Kreis.
Auf und ab,
die Lichter huschen vorbei.

Melancholie über vergangenes Glück
ein Kribbeln im Bauch, ein Lächeln.
Dann wieder Scham, Bedauern,
der Druck in den Sitz.

Pläne voll Vorfreude wechseln mit Zweifeln und Angst.
Bilder der Erinnerung und der Fantasie blitzen auf,
verlieren sich gleich wieder im nächsten Wechsel.

Ein hypnotischer Strudel,
Musik spielt.

Ich lasse mich tragen,
unfähig, die Bilder festzuhalten.
Mein Pferdchen, es lässt sich nicht lenken.

Manchmal würde ich gern absteigen.
Verarbeiten, Klarheit gewinnen, mich orientieren.
In meine eigene Richtung gehen, statt der vorgegebenen, immer gleichen Runde zu folgen.

Doch der Schlaf wird mich bald holen.
Meinen Weg werde ich morgen finden.
Bis dahin bleibe ich hier.

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Kommentare

24. Okt 2017

Muss ganz ehrlich sagen, hört sich irgendwie sehr lyrisch an, aber so richtig verstehen kann ich es nicht, aber es kling halt lyrisch

24. Okt 2017

Naja, es geht im Prinzip darum, dass man manchmal abends nicht einschlafen kann, weil sich die Gedanken im Kreis drehen und nicht abschalten lassen. Und das habe ich dann verglichen mit einem Karussell, wo man sich ja auch passiv im Kreis bewegt und keinen Einfluss auf die Richtung nehmen kann...

24. Okt 2017

achso, ja stimmt, heißt ja auch Gedankenkarussel, ja das hat ja auch jeder mal, aber es klingt sehr lyrisch halt, auch schön einfach

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