das dichterlied

von Uwe Kraus
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atmosphärisch singt das lied. in sich das lied.
gefallen aus zweistimmiger tonlage das grau der wolken
des nachmittags.
melodisch bestückt rückt der moment
in den sinfonischen melodie-baukasten.
ich spiele auf der tonleiter das a
es wird c und rundet sich in ein wortbild der tastatur.
präludiere ich den worten meines gehirns
die sich entfügen durch die zeilen
der berührungen der assoziation
von a nach z.
alphabetisch reimt sich das gefüge in ein blatt
mit jedem a ein b eine idee
ein wortlaut
gefallen aus tiefen der schizophrenie
die wächst in begegnungen der erkenntnis
der stimmen in sich
die innen vergehen in gefallenen bruchstücken
der harmonie der worte
die nach außen dringen und nach innen sich suchen
um wege nach oben zu finden.

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Kommentare

13. Jan 2019

Bi-sphärisch klingendes Wolkengrau
Im Nachmittagston atonaler Momente
Ein verspielt transponiertes Wort
In präludischen Hirnfugen
Berührter Assonanzengefüge
Gefallen Ideen ausgewachsen
Sich hochschraubend in
wägsamen Begegnungen

eingängig und inspirierend!

LG Yvonne

13. Jan 2019

toller kommentar... fast besser als mein gedicht, danke liebe yvonne

13. Jan 2019

ich kann nicht glauben, wie du mit den worten wirbelst... du bist sicherlich begabter als du selbst glaubst- schick mal an Edit oder Bellatriste.... du könntest es in einen großen verlag schaffen..