Die Fremden

von Alf Glocker
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Wir, Fremde, warten vor den Toren
und sind auf Abruf stets bereit.
Nicht der Verstand ist schon verloren -
mit uns steht auch im Widerstreit
was wir uns nicht erklären können
und nur mit falschen Namen nennen:

die Wirklichkeit, der Hoffnungsgrund,
die Einsicht in das echte Leben!
Wir irren um den Seinsbefund,
um eine Sagenwelt zu weben,
die niemals stattfand oder wird!
Der Wahnsinn ist zum Gott gekürt!

Den beten wir verzweifelt an,
dem dienen wir mit Leidenschaft
und den, der nicht mehr weiter kann,
den hat die Welt dahin gerafft -
er hat wohl niemals existiert!
Die Zukunft hat ihn ausradiert!

So sind und waren wir nur fremd!
Und doch war vieles blind erlebt -
wir haben uns hinein gestemmt,
geliebt, gekämpft, gelacht, gestrebt ...
und doch ging das an uns vorbei,
was Wahrheit ist – und einerlei!

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Kommentare

14. Sep 2016

Nicht einerlei ist dies Gedicht -
Das Kunst in starken Worten spricht!

LG Axel

14. Sep 2016

Vielen Dank lieber Axel
und LG Alf

16. Sep 2016

Wie du sie in das Bild gebannt,
hat mancher sie wohl doch erkannt.