Die Reinheit

von Alf Glocker
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Vor dunkelnden Gebäuden gleißt das Sonnenlicht.
Die Blätter sind jetzt gold‘ner noch umrandet –
Die Zeit geht mit uns gern ins Abend-Standgericht,
bevor die alte Seele in den Nächten strandet,
die ausersehen sind, uns völlig zu betäuben …
wobei die Träume, als Visionen, uns bestäuben.

Und daraus wächst dann eine tiefblaue Erdenfrucht,
die uns erinnern soll an Taten, die getan von Weisen,
die dereinst saßen in der großen trüben Schlucht
(in die noch heute gerne viele Kreaturen reisen) –
um einen Geist aus Fantasien zu erschaffen …
damit wir heute greisenhaft, dement erschlaffen?

Noch immer wirft die Sonne strahlend ihre Netze,
auf diese Landschaft hier, der ihr den Fluss verdankt,
der stetig Neues zu uns trägt, ganz ohne Hetze,
und sich doch immer nur um jene Augenblicke rankt,
in denen wir gedeihen und wohl auch verderben …
um unser Wissen an die Nachwelt zu vererben!

Dies war der Lauf der Sterne – er war wirklich gut!
So kann sich dauerhaft entwickeln, was da strebt!
Ein jeder achtet sehr genau auf alles, was er tut –
sonst haben wir doch insgesamt umsonst gelebt!
Und wir verehren dieses reine Sonnenlicht in Gold …
nur der hat Ehre, der ihm ewig seine Achtung zollt!

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Kommentare

15. Aug 2017

Wenn das Licht der Sonne nicht wäre,
käme das Gedicht auch nicht zur Ehre !

LG
Alfred