Übernachten im Wald

von Jürgen Wagner
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Es ist 5 Uhr morgens.
Kein Wecker,
nur das hundertfältige Gezwitscher der Vögel
inmitten der kühlen und frischen Waldluft!
Wie sanft das Morgenlicht zwischen den Bäumen!
Wie friedlich der Tag!
Keine Menschenseele,
nur der Bussard fliegt pfeilschnell durch den Wald.
In einer düster bedrohlichen Wildnis bin ich eingeschlafen
und in einem Dom erwacht.
So weit das Herz und froh der Geist!
Zeit, mit den Vögeln ein Lied anzustimmen!

Video:

Musik und Gestaltung: Jürgen Wagner; Bilder © JChanders
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Kommentare

18. Apr 2018

Lieber Jürgen, das waren wirklich schöne Bilder vom Wald, und Dein Gedicht ist sehr gut. Allerdings ein wenig kam durch die akkustische Begleitung das Mystische und Dunkle des Waldes zum Ausdruck, das mich daran hindern würde, dort mein Nachtlager aufzuschlagen - weder allein noch zu zweit, auch nicht mit mehreren FreundInnen. Ich hatte Vogelgesang erwartet - wahrscheinlich blauäugig, nachdem Du ja "in einem Dom" erwacht bist.

LG Annelie

18. Apr 2018

Es ist tatsächlich so: das geht nicht so einfach für uns Zivilisierte. Wir müssen erst mal unsere Ängste und Vorbehalte überwinden, bevor wir uns da niederlassen und anvertrauen können. Ich habe eine starke Buche erwählt und als Schutz gehabt und habe auch sonst ein kleines Ritual gemacht, bevor ich mich mit meinem Schlafsack auf den Erdboden gelegt habe. Aber wenn man einen guten Ort wählt und vielleicht noch jemanden an seiner Seite hat, ist es einfacher - und das Erlebnis ist immer groß! Vielleicht ist die Rahmentrommel doch noch zu laut für das - meist - leise Geheimnis des Waldes. LG! Jürgen

19. Apr 2018

Wieder habe ich beides genossen,
dein sehr gutes Gedicht - und die Bilder dazu, danke.

LG Marie