Beim Wechseln der Bettwäsche

Bild von Jürgen Wagner
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Ich seh die Matratze und denk an die Zeit
des langen Leidens, der Einsamkeit
mal schlafend, mal wachend, in Schweiß, auch in Blut
- und dennoch hab ich so gerne geruht

War viel hier auf Reisen und habe geträumt
hab vieles geseh'n, nicht immer den Freund
Bin Ahnen und Tieren und Menschen begegnet
Ein Weg war da noch nicht geebnet

Doch gerne schlaf ich noch weitere Jahre
auf Dir, dieser herrlichen Unterlage
Wenn ich eines Tags in der Erde liege,
dann ruhe ich wieder in Mutters Wiege

2016

© Fiedels/fotolia

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Kommentare

18. Mai 2016

Fünf Jahre, sagt man, sei die Zeit,
für die Matratzen stehn bereit ...?

18. Mai 2016

Nun, es ist eine gute, die schon 10 Jahre sich hielt - ich war ihr heut dankbar, sang ihr mal ein Lied ... Danke und Grüße! Jürgen

18. Mai 2016

Jürgen, ich bin doch auch ein Verfechter (eine Verfechterin) des erholsamen Schlafes.
Als ich als Kind mir von meiner Großmutter eines Sonntags ausbedungen hatte, wenigstens EINMAL so lange schlafen zu dürfen, wie ich selber es wolle, hat sie immerhin bis 15 Uhr gewartet mit dem Wecken: "Ich muss doch mal sehen, ob du überhaupt noch lebst ..."

18. Mai 2016

Nichts Schöneres, als wenn man als Kind lange lange ausschlafen darf - oder im Bett mit einem Buch die Zeit vergißt .... LG! Jürgen

20. Mai 2016

Ich trenne mich sehr ungern von ihr, das ist wohl wahr - und habe es auch noch lange nicht vor - so mir noch Zeit beschieden ist. Die Dreiteiler kenne ich auch noch - das war die Zeit, als auch das Spanntuch noch nicht erfunden war. Herzliche Grüße! Jürgen