Gedanken zum Herbst

von ulli nass
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der Herbst ist da . . .
unser Sensorium schier versagt
ob der Nuancen aller Farben
die er gebiert
allein in einem einzigen welken Blatt

bin mir ganz nah . . .
vieles ist viel zu oft schon gesagt
tausende Worte warben darum zu verstehen
sie stillten meine Hunger nicht
machen mich auch in fernster Zukunft
niemals satt

wir wissen nicht - wir raten nur
sagt Popper und der war ein weiser Mann
die Theorie ist immer nur so lange gut
bis man auch nicht den kleinsten Teil von ihr
falsifizieren kann

wir waren es und werden es sehr oft noch sein -
ganz ursprünglich verlassen , einsam und allein
mit Verlaub . . .
nur galaktischer Staub

könnten wir auch alle Weibchen begatten
alles besitzen,was wir noch nicht hatten
wir blieben uns nur fremd
stünden ganz ohne Hemd . . .

wie der Kaiser im Märchen . . .

ecce homo !

sieh da ein Mensch dieser Erde
hat er Werte ? ist er auf richtiger Fährte ?
ist er echt ? ist er gut oder schlecht?
hatte er je eine Chance ? ist er in Balance ?
wie wurde er was er ist ? Ungläubiger oder Christ ?

der Herbst ist da -
die Analogie für unser Leben liegt
klar erkennbar doch
und offen sichtbar stets auf jeder Hand
der Mensch versteht sehr wohl den Sinn
er ist uns gut bekannt

würden wir ewig leben
und ewig weiterstreben
immer vital und voller Kraft
welche so Vieles schafft
es wäre ein Alptraum pur
gegen alle Natur

erlöschen würde der Sinn der Existenz -
nie mehr Rettung aus tiefster Not

denn alles, was im Leben bedeutsam ist
gewinnt den Sinn nur dadurch das wir endlich sind,
wird kostbar und würdevoll
durch Sterblichkeit und Tod

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