Das Blümchengericht

Bild von Alf Glocker
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Wir glauben an Blümchen und schöne Sachen,
an Friedenslust zum ständig Selbermachen …
und wenn dann ein Volk kommt, das töten will,
dann verhalten wir uns leise, ganz still,
denn uns retten Engelwesen aus schierer Not
und Blümchensträuße vor dem sicheren Tod!
Am Ende sind es die ach so frommen Gedanken,
die fantastisch siegen werden, über die kranken,
die vermessenen Mörder, die uns doch hassen –
es sind leider unüberschaubare Massen …

Die Erde wird von Tag zu Tag immer noch besser,
überall auf ihr schleift man die blanken Messer –
ein jeder möchte sich alleinig weiterverbreiten,
nur wir sind bescheiden und verschenken
alles, unsereiner möchte sich nicht mehr streiten,
sondern sogar das Beste von Menschen denken,
die an nichts anderes glauben als an ihre Rechte.
Dadurch entzünden sie, wo sie sind, Gefechte,
obwohl sie beteuern, sie kämen in Frieden –
die Auffassungen der Leute sind halt verschieden!

Die einen himmeln die wunderbaren Blümchen an
und sie wünschen sich gegenseitig, in ihrem Wahn,
die lieblichsten Zeiten, die es überhaupt gibt …
sie wenden sich ab von der furchtbaren Realität,
und sie beteuern, daß die Menschheit sich liebt!
Doch wo ein jeder zu nichts als Toleranz rät,
auch wenn die Entfesselten absurd randalieren,
da wird es den Untergang der Zivilisationen geben.
Den Anfang davon können wir gerade erleben!
Aber das Gehirn ist gewaschen, die Feinde klug –
und die Obrigkeit übt sich gekonnt im Betrug!

Was die uns erzählen, das ist mehr als infam!
Sie schauen dem Morden zu und legen uns lahm,
aber wenn einer Blümchen zählt, freuen sie sich,
der tut, was sie wollen, der fällt nicht groß auf,…
der versetzt sich höchstpersönlich den Stich,
der alles beendet: Das ist der gewollte Lebenslauf,
für all jene, die Eintracht und Gleichheit schätzen,
die niemals die Interessen der anderen verletzen.
Allerdings begreifen sie, aus Unvermögen nicht –
dies ist das Jüngste, aber kein Blümchengericht!

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Kommentare

22. Jun 2017

Wer immer nur durch Blumen spricht,
Den letztendlich der Kaktus sticht ...

LG Axel

01. Jul 2017

Es ist die Habgier, die uns tötet, die eigene, bzw. die derer aus unseren Reihen, die trotz ihres Informationsreichtums immer noch mehr Geld scheffeln müssen (nach uns die Sintflut!), selbst mit Waffenieferungen an "unsichere" Kandidaten - die damit ja niemals sowas wie Krieg führen wollen, NEIN!, niemals nicht. Das ist doch alles unterschrieben und gesiegelt, dass dies ausschließlich Verteidigungsgeräte sind ... und "wir" sind auf der sicheren Seite ... (bitteres harharr!)