Wenn wir lieben

von Marcel Strömer
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Wenn wir lieben steht mehr auf dem Spiel!
Ungeachtet den bewunderungswerten Strahlungen und Spannungen des Glücks,
ähnelnd der grünenden Erde Wunder, unschuldig wie auch treibend.
Trotzig oder mal verzweifelnd, vor den Ängsten des nahenden Blütentods,
so trinken wir unentwegt mutig aus entblösstem Schoss Natur Herzversüßtes,
reinsten Sternennektar Liebe, gleich göttlicher Mutternmilch.
Gebähren selig werdende Augenblicke des Seins, in einzigartiger Weise
immerwiederkehrender Hoffnungssucht - stetig bereit aufzusteigen.
Wir versichern uns der Liebe, zu Anbeginn des zündenden Funkens bis zur Entfaltung wonniger Freuden.
Mit anschwellendem Lächeln und klopfender Brust bereiten wir feierlich den Weg,
verfolgen allmählich die Möglichkeit jedwede Spur menschlicher Inbrunst.
Es folgt die Zeit wo Leidenschaft und Hingabe erfüllen, die Seele unterwerfend und erwehrend der schmerzhaften Prüfung Lust.
Mithilfe der Kraft des inneren Lichtmonopols stemmen wir uns gegen diese vermeintliche Urgewalt, die Macht der drohenden Schattenwelt, am Abgrund entlang unseres leidvoll,
teils zaghaft geführten Erdendaseins.

So hoch wir auch kommen und zu trohnen vermögen,
Wir sind Seelen zu Wasserwesen, weil Erdenmensch,
wir wandeln auf Licht, die Spur führt in die Heimat.
Wie eifrig wetternde Blitze, die im Wolkenbruch über uns herfallen -
erreicht uns unerwartet und plötzlich das innere Urteilsvermögen.
Erst nach dem Sturz in die klagende Nebelsee gelingt neues Bewusstsein,
das uns über Glück und Unglück erwacht.
Wer dann zu deuten versteht, weiß:
Teuer ist der Liebe Pfand!

Manch eine Liebe war viel früher zu Ende,
nicht erst dann,
als sich das Muster verbrannter Erde in die Seele eintätowiert hatte
und kaltes Drachenblut übers Herz geronn.

Wir sind uns gewiss:
Wenn wir lieben steht mehr auf dem Spiel!

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