Tod ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

Bild einer schwarzen Rose

Der Tod hat viele - auch grausame - Gesichter. Und doch gehört er zum Leben. Hier finden Sie Texte zu diesem Thema.

empfohlene Gedichte über den Tod
von Else Lasker-Schüler
von Charlotte von Ahlefeld
von Johann Wolfgang von Goethe
neue Gedichte über den Tod
von Angélique Duvier
von Robert K. Staege
von Susan Melville
die schönsten Gedichte über den Tod
von Monika Laakes
von Angélique Duvier
von Axel C. Englert
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 176 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Wie ein Feenhauch
hast du mich umweht,
zauberhaftes Wesen,
eingehüllt in deinen Charme
flogen wir auf Sonnenstrahlen
hin zum Wald, zum Wald,
zum Quell des Lebens.
Badeten im lichten Grün.
Komm, tanz…

von Angélique Duvier

Heute früh, als alles erwachte,
schlich der Wind mit leisen Seufzern
durch die Straßen, ganz sachte.

Ich lag ruhend auf meinem Kissen,
dachte, die Träume bescherten
mir ein gutes Gewissen.

Der Morgen kam aus…

von Axel C. Englert

Oft staunt man bloß, was Diebespack
Nicht alles stiehlt – per Lumpensack!
Grad Grabraub galt, zu allen Zeiten,
Als frevelhaftes Überschreiten:

Nicht Tempel nur und Pyramiden -
Auch auf dem Kirchhof brach der Frieden…

von Soléa P.

Der Tod setzt den Punkt am Lebensende
Schluss und Ende, Aus und vorbei
dort angelangt gibt’s keine Wende
ob gnädig oder böse ist Einerlei.

Im Zeitraffer spult das Leben ab
bist Live in dieser Doku dabei
alles…

von Else Lasker-Schüler

(Gottfried Benn)

So still ich bin,
All Blut rinnt hin.

Wie weich umher,
Nichts weiß ich mehr.

Mein Herz noch klein,
Starb leis an Pein.

War blau und fromm!
O Himmel, komm.

Ein tiefer…

von Annelie Kelch

'Ja, einst gefriert der Lethefluss,
wer zweimal stirbt, wird ewig leben …'
(Jan Skácel, Landschaft mit einem schwarzen
Pferd und dem Fluss des Vergessens)

„Spring!“, rief die schwarze Woge,
„ich trage dich nach…

von Angélique Duvier

Bitte sei nicht bange, in der Dunkelheit allein.
Es dauert nicht mehr lange, dann werde ich
bei dir sein.
Du musst keine Angst haben, denn ich bin dir
schon ganz nah.
Und geht es dann zu Ende, bin ich ganz

von Annelie Kelch

Totensonntag –
auch unsere Tage
sind längst gezählt …,
sagst du.

Liebe –
ein Grashalm am Rand
des japanischen Skizzenblatts
auf meinen Knien­,
sage ich.
Irgendwo einen Anfang finden,

von Johann Wolfgang von Goethe

Weint, Mädchen, hier bei Amors Grabe; hier
Sank er von nichts, von ohngefähr danieder.
Doch ist er wirklich todt? Ich schwöre nicht dafür:
Ein Nichts, ein Ohngefähr erweckt ihn öfters wieder.

von Soléa P.

Der Tod macht ihr das Leben schwer
am Leibe zerrend... wie er nur kann
zieht mit großer Angst, auch Schmerzen einher
hat ewig Zeit, wartet ganz entspannt.

Die Seele kämpft, will noch nicht gehen
der Blick es immer…

von Axel C. Englert

Ein Hase dachte sich: NA WARTE!
Gern spricht man von der „Hasen-Scharte“ –
Solch Scharten dienten stets zum Schießen!
Das werde scheußlich ICH genießen …

Der Jäger kam (der böse, harte) –
Der Hase nicht mit Kugeln…

von Axel C. Englert

Ein Tod, der in Venedig war,
Kam mit dem Wasser wenig klar:
Von ROMANTIK keine Spur!
Seekrank und speiübel nur …

Schuld trägt jener Thomas Mann!
Der per Roman den Quatsch ersann …
(Wohl eigentlich mehr 'ne…

von Jürgen Wagner

In der Mitte des Waldes:
ein seltsames Haus
Wer dieses erreicht,
den packt schon der Graus

Großmutter wohnt dort,
eine Frau mit viel Macht
mit ihren drei Reitern
Tag, Sonne und Nacht

Sie wohnt an…

von Sigrid Hartmann

Wie nah ist der Tod
Wann endet das Leben
Dem wir uns ergeben
Nach höchstem Gebot

Die Engel erfüllen
Den göttlichen Willen
Wenn sie uns rufen
Hinauf zu den Stufen

Die führen uns alle
In die…

von Soléa P.

Regen fällt in dichten Tropfen
fast schwarz die Wolken am Himmel stehen
vom Blechdach gegenüber hört man monotones Klopfen
alles Blau vom Firmament ist verdeckt, nicht zu sehen.

Verkrampft steht Sie mit weinenden Blick…

von Ralf Risse

Die Toten geborgen.
Ruine geplündert.
Ein klappernder Hund atmet Staub.

Am Vortag zerrissen,
das winzige Haus . . .
Davor eine Frau, sie ist taub.

Der Krieg nahm die Töne,
ihrem Sohn das Gesicht . . .…

von Annelie Kelch

Ach, wenn ich dereinst im Grabe liege
und bei Tag und Nacht von dir nur träume,
wirst du vielleicht wütend auf mich sein,
weil ich dir so einfach weggestorben bin …

Ach, ich will ja gar nicht wissen,
was ich alles…

von Annelie Kelch

Die Wellen schlagen oft ans Ufer der Vergessenheit.
Ich sitz' in einem Kahn und treibe orientierungslos dahin.
Wünsch mir ein unentdecktes Land, darüber still die Wolken ziehn.
Der Tod steigt ein und sagt mir leis: Es ist soweit…

von Charlotte von Ahlefeld

Ist's Dein Schatten, der mit lindem Wehen
Leise oft, und flüsternd um mich schwebt,
Dass mir ahnungsvoll das Herz erbebt
Und mir Thränen in den Augen stehen?

Deinen Körper birgt das dunkle Grab;
Doch in lichte, höh'…

von Corinna Herntier

Zum letzten Geleit
(für eine Frau)

Nun lasst uns geh’n – zu folgen, ihr zum Grab.
Verstummt mit mir und haltet schweigsam inne
in einem Sinne – trauernd, weil sie starb.

Gedenkt der Spuren, die sie hinterlässt.…

von Luise Maus

Die Glocken läuten monoton
ich halte inne und schweige
ein Blick auf die Uhr verrät
es ist kurz vor Mittag ...

Die Glocken läuten bong, bong
dem Gevatter Tod zum Geleit
die Musik ihn stets erfreut nun

von Soléa P.

Beißender Rauch steigt in Nase
in Schutt und Asche liegt die Welt
bitterlich war Gottes Strafe
verkohlte Körper, gruselig entstellt.

Schwarze Baumstümpfe gespenstig stehen
es schwer fällt heiße Luft zu atmen

von Axel C. Englert

DIENSTANWEISUNG?! Für MICH?! Nein!
Das muss ein MissVERStändnis sein …
Schließlich bin ICH ja der TOD –
Kein blutiger Anfänger-Idiot …

Ewig schon bin ICH ein PROFI!
Und kein Amateur und Doofi!
Duch MICH würde…

von Sabrina Jung

Der Nebel ganz dicht,
seh meine Hand nicht,
geh ganz vorsichtig und leise,
auf meine eigene Weise,
da plötzlich hör ich etwas Leises,
klingt wie die Stimme eines Greises,
kann immer noch nichts sehen,

von Axel C. Englert

Ein See ist ja kein oller Tümpel -
Enthält er manchmal auch Gerümpel ...
Ehr scheint er echte Lebens-Form -
Fühlt ergo sich rundum enorm:

Dieses doofe Schotten-Loch!
Ich pfeif dir auf dein Monster doch …
Der…

von * noé *

Verführer des gehauchten Sprechgesangs,
bis tief unter die Haut bist du gedrungen,
zu sterben hattest du nicht mehr die Angst,
das hast zuletzt du uns sogar gesungen,
du warst bereit zu gehen, my Lord.

Closing Time…

von Susan Melville

Spei mich aus deinem Schlund,
der todesähnlichen Gier.
Lass mich liegen waidwund,
bis ich schließlich krepier.

Suhl dich im roten Meer,
reiß mir doch heraus das Herz.
Trink von deinem Begehr,
labe dich…

von Angélique Duvier

Du musst leben,
wenn ich eines Tages
nicht mehr bin.
Viel hast du gegeben,
durch dich
hatte mein Leben
einen tiefen Sinn.
Genieße die Zeit,
die deinem Leben bleibt,
sie hält noch vieles für…

von * noé *

Mit stolzen 87 Jahren
verstarb heute Altkanzler Kohl,
politik- und welterfahren,
war für viele er Idol.

Der „schwarze Riese“ aus Rheinland-Pfalz
– in 16 Jahre Kanzlerschaft
fiel auch die Zeit des Mauerfalls –…

von Michael Dahm

Die Ewigkeit ist eine Reise
Du fährst dahin auf einem Gleise
Das nicht anfängt und nie endet
Und bei Gefahren auch nicht wendet.

Und Du sitzt in diesem Zug
Hinter Dir die Türe schlug
Der Knipser ist weit weg…

von Willi Grigor

Auf felsigkarger Höh er steht,
die Wand fällt steil hinab.
Der Wind ihm kühl ins Antlitz weht,
der Aar setzt an, hebt ab.

Er folgt des Adlers Flug gebannt,
sein Schweben nach dem Fall.
Der Sturzflug längs der…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Entrada heisst der Eingang,
Ich stehe still im Rahmen.
Espera un momento, warte einen Augenblick.
Ich denke, pienso.
Schritt für Schritt – paso a paso,
Que quieres tu aqui? Was willst du hier?
Du bist schon…

von Soléa P.

Halte mich zart in deinem Arm
spüre dich sanft im schwach gewordenen Herz
Tod… er denn anklopft, hab ich`s warm
fühle keine Angst, will keinen Schmerz.

Friede und Halt wird liebe Geste schenken
und hoffe, mein…

von Robert K. Staege

Leb wohl, mein liebes Kind!

Als man in schwerster Stund‘
Dich still hat fortgetragen,
da konnte ich‘s nicht sagen,
mein Herze war so wund.

Leb wohl, mein liebes Kind!

Du ruhst in Gottes Arm,
bist in…

von J.W. Waldeck

filigrane Federbüschel -
sirrende Schneckenfühler
gesponn'nen Elfenbeins!
schimmernde Schneeflockensterne
aufkommender Mondpfade

eine Unterwasserwelt
der Schlafenden
wo bloß ein alter nackter Baum

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