Memento mori

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Weint keine Tränen, denn das wär` vergebens,
wenn irgendwann an einem Grab ihr steht.
Der Tod ist doch der süße Teil des Lebens
in dem, wenn‘s gut war, alles sich um Liebe dreht.

Denn wer geliebt hat, lässt im Tod sich treiben,
dorthin, wo alles nur noch reinste Liebe ist.
Der Tod schmerzt doch nur jene die noch bleiben.
Bedenket dies am Ende unsrer Lebensfrist.

Den eignen Tod stirbt jeder für sich ganz allein.
Wenn's mich betrifft dereinst, wird es nicht anders sein.
Ich glaube wohl,  es schließt sich nur der ird'sche Kreis.

Der Tod ist Anfang neuer Liebe, neuen Lebens.
Wäre es nicht so, käm der Tod für uns vergebens.
Ich glaub' es wohl. Allein deshalb, weil ich's nicht weiß.

© Horst Fleitmann, 2020

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Kommentare

27. Aug 2020

Großartig. Geschrieben mit viel Lebensweisheit. Ein tiefes Wort, ein klingendes Wort.
Die Zeit der Reife. Dankeschön.
HG Olaf

27. Aug 2020

Ein Meisterstück!!

28. Aug 2020

...und wenn auch mich das Schicksal einst ereilt,
blick gerne ich zurück voll Dankbarkeit und Glück,
durft doch bislang ich leben, lieben, lachen;

es hat wohl gut mit mir gemeint,
im Hier und Jetzt mich kennenlernen lassen,
gar Dich, werter Poetenfreund!

Ja Dich, mit dem so viele Zeilen schon gereimt,
sag Dank mit einem HOCH DER LYRIK Dir ich heut!

Chapeau Horst!