zwischenfall

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ein dumpfer schlag reißt dich aus schläfriger lethargie
beinahe hättest du vor schreck das steuer verrisssen
doch der blick in den rückspiegel bleibt ohne befund

es lässt dir keine ruh wendest an der nächsten abfahrt
wars ein ast ein vogel ein verlorener schuh dein blick
sucht die gegenfahrbahn sieht dort dein auto stehen

hinter der zerbrochenen scheibe sitzt starr dein körper
eine eisenstange in der brust blitzlichter und sirenen
verwehen du verspürst heißes verlangen nach kaffee

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Kommentare

22. Jan 2019

Manfred, das ist eine Erfahrung, die ich niemals machen möchte. Du hast das so gut rübergebracht, dass mir für einen Moment das Blut in den Adern stockte. Ein wahnsinnig gutes Gedicht. - Aber mögest Du vor einem solchen Erlebnis bewahrt bleiben - und ja, den Kaffee ... dieses Verlangen wirst Du auch nach einiger Abstinenz ganz sicher verspüren, ohne (fast) tödlichem Unfall.

LG Annelie

22. Jan 2019

Hallo Annelie, hallo Marie,
die ersten beiden Strophen sind autobiographisch geprägt, die dritte ist reine Fiktion mit einem kalten Hauch des Schicksal und heißer Lust auf das Leben geschrieben.
Danke fürs Reflektieren und LG
Manfred

22. Jan 2019

Hallo Axel,
danke fürs Lob, hier noch ein Spruch dazu:
"Stell Dir vor Du bist tot und lebst einfach weiter." :)
LG
Manfred