Dazwischen ein Meer

von Ralf Risse
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Die Toten geborgen.
Ruine geplündert.
Ein klappernder Hund atmet Staub.

Am Vortag zerrissen,
das winzige Haus . . .
Davor eine Frau, sie ist taub.

Der Krieg nahm die Töne,
ihrem Sohn das Gesicht . . .
" Nimm auch meine Augen,
ich brauche sie nicht. "

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Interne Verweise

Kommentare

29. Jun 2016

Kurz auf Fakten fokussiert –
Die Ver-Dichtung fasziniert!

LG Axel

29. Jun 2016

Mit nüchternen und sparsamen Worten wird hier ein heikles Thema auf beeindruckende Weise in Poesie verwandelt. Klasse! Das geht unter die Haut.
LG Monika

29. Jun 2016

Vielen Dank. Weniger ist mehr, die schrecklichen Bilder kriegen wir ja ständig gezeigt.
Opfer,- und Tätermütter . . . welche sind mehr gestraft?

LG Ralf

19. Aug 2016

Sehr starke Zeilen,lieber Ralf!
Liebe Grüße,
Angélique