Zum letzten Geleit (Gedicht in zwei Versionen, für eine Frau und einen Mann)

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Zum letzten Geleit
(für eine Frau)

Nun lasst uns geh’n – zu folgen, ihr zum Grab.
Verstummt mit mir und haltet schweigsam inne
in einem Sinne – trauernd, weil sie starb.

Gedenkt der Spuren, die sie hinterlässt.
Wer weinen möchte, soll jetzt gerne weinen
und hoffen, eine Sonne mög‘ ihr scheinen,
dort in der Ewigkeit, zu ew‘gem Fest.

Wer and‘re liebte, hat ins Herz gesät;
und seine Früchte kann man nicht ermessen,
darum bleibt ihre Liebe unvergessen
– es ihr zu sagen, dazu ist’s zu spät –
doch wissen wir, was wir an ihr besessen.

Zum letzten Geleit
(für einen Mann)

Nun lasst uns geh’n – zu folgen, ihm zum Grab.
Verstummt mit mir und haltet schweigsam inne
in einem Sinne – trauernd, weil er starb.

Gedenkt der Spuren, die er hinterlässt.
Wer weinen möchte, soll jetzt gerne weinen
und hoffen, eine Sonne mög‘ ihm scheinen,
dort in der Ewigkeit, zu ew‘gem Fest.

Wer and‘re liebte, hat ins Herz gesät;
und seine Früchte kann man nicht ermessen,
darum bleibt seine Liebe unvergessen
– es ihm zu sagen, dazu ist’s zu spät –
doch wissen wir, was wir an ihm besessen.

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