Mein Freund

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Die Welt wird leiser um dich her,
die Nacht verdunkelt Land und Meer.
Ermattet ausruh‘n von dem Leben
könnt deiner Seele Ruhe geben.

Sieh, wie das Weltenlicht nun weicht,
die Hand des Friedens dich erreicht,
es schwindet ganz das Jetzt und Hier
und tausend Lichter leuchten dir.

Sie führen dich aus diesem Weh,
so trenn dich leicht und freudig - geh.
Es zieht dich in den hellen Schein,
dort kannst du ohne Schmerzen sein.

Und zeigt uns dann das Morgenrot
der Tag ist hell, vorbei die Not.
Es leuchtet sanft als Freundesgruß,
geschickt von dem, der gehen muss.

2.

Am Ende deines Weges
da liegt ein stilles, tiefes Tal,
du wirst es leicht durchschreiten,
wie schon so viele, viele mal.

Dein Weg geht drüben weiter
und plötzlich wird dir vieles klar,
denn du erkennst dein Wirken
was falsch, was richtig war.

Wir werden an dich denken
und sicher manchmal traurig sein,
dann schickst du uns ein Lächeln
und packst es in die Wolken ein.

Mein Freund steht auf der Schwelle zum Land der Seelen.
Ich danke ihm für die ewig lange, immer schöne Freundschaft.
Heute wurde im Hospiz die palliative Sedierung begonnen.

floravonbistram

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