Es regnet …

von Soléa P.
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Regen fällt aus allen Wolken,
überschlägt sich in der Luft.
Trommelt auf den harten Boden,
ist im feuchtfröhlichen Rausch …
sammelt sich in trüben Pfützen,
Kinder übermütig darin hüpfen,
bis das Wasser völlig flach –
sie sich neue Quellen suchen,
bleiben weiter quietschvergnügt,
doch ein Donnerknall sie stört –
und alles Treiben, abrupt aufhört.

Grelle Blitze – längst in Stellung,
leuchten sämtliche Ecken aus –
Mensch, wärst du jetzt doch nur zu Haus.
Der Wolkenbruch wird immer schlimmer.
Von oben seilen sich Fäden ab.
Der Gott des Wassers ist spendabel –
mischt unters Nass korngroßen Hagel,
hoffentlich, macht er keinen Schaden.

Wellblechdächer und undichter Kandel
sind Instrumente seines Könnens,
die behagliche Atmosphäre zaubern,
dort, wo man sich in Sicherheit weiß,
und lauscht, wie der Himmel wie ein Schlosshund weint –
kann der Sturm einem nichts anhaben,
die Natur getrost sich laben.
Wolken, Wind, toben sich aus,
doch wenn sie sich verzogen haben,
trauen die Leut sich wieder raus.

Bild: Soléa
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Kommentare

23. Sep 2018

Kein Wetter-Bericht -
(D)Ein fein Gedicht!
[Gewitter habe ich IM Hause!
Dafür sorgt schon Bertha Krause ...]

LG Axel

24. Sep 2018

Gewitterfronten überall:
Es donnert und es knallt …

Liebe Grüße
Soléa

23. Sep 2018

Herbst sorgt für Regen, Hagel, Pfützen ...
Jetzt dauerts nicht mehr lang ...
Dann tragen Kinder Mützen.
Kommt dann der Winter noch dazu:
Im Kopf nur Eis und Grütze ...
Bald ist 's soweit: Man kann schon Stollen kaufen;
Ich mache keine Witze ...
Es ist zum Haareraufen.

Liebe Grüße und danke für Dein Gedicht:
ein feines Schlecht-Wetter-Gericht,
Annelie

24. Sep 2018

Im Herbst beginnt die Weihnachtszeit,
die Werbung schon darauf hinweist.
Spielzeugkataloge flattern ins Haus,
die Lust zum Kaufen wird hochgeschraubt.
Doch das Wetter ist wies ist
mal heiter und nicht selten trist …

Liebe Grüße zum Wochenstart
Soléa

24. Sep 2018

So ist es, liebe Soléa, der Herbst ist da, hurra, ich habe den Wolkenbruch genossen nach der langen Hitzeperiode, und die ausgedörren Wiesen und Wälder haben den Segen von oben gierig getrunken, vielleicht hat er auch den Brand im Moor gelöscht ...
sei herzlich von mir gegrüßt
Marie

24. Sep 2018

Liebe Marie, ja, es wurde Zeit. Auch wenn „unser“ Boden zunächst wasserabweisend reagierte. Bis Lehmerde aufgeweicht ist, dauert. Der Moorbrand ist schon ein starkes Stück. Überall wurde vor der Brandgefahr gewarnt …! Da kann man gar nichts mehr dazu sagen. Die Bewohner, die den Qualm ertragen mussten, taten mir leid. Und die Fenster geschlossen zu halten, war doppelt gestraft bei dieser Sommerhitze, die wir hatten.

Herzliche Grüße zu dir
Soléa