Fremdsein

von Maya Aditi Pichlhöfer
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Willkommen an diesem Fremden Ort.
Fühlt man sich doch gleich wie ein Antikörper und die Umgebung peilt von einem ab, wie Regentropfen von eingeölter Haut.
Man befindet sich zwischen einem physikalischen und einem visionären Ort.

Das Land will sich von einem abschälen und trennen.
„Wir kennen dich hier nicht!", scheinen sie verblüfft zu brummen.
Überall, in den Autos und in den Zuggeräuschen, wispert es leise in das wachsame Ohr.

Wir fühlen uns ertappt und verraten.
Haben sich die Bilder dieses fernen Ortes nicht einst so vertraut, so wärmend und aufregend angefühlt?
Wir sind nicht hierhergekommen, um zu beobachten, wie die Tropfen keck und freimütig von unserer sehnsüchtigen Haut abperlen!

Wir wollen die zärtliche, kühle Nässe spüren.
Wir sehnen uns danach fest umschlossen zu werden.
Zwischen der Surrealität des Traums und dem wachenden Zustand fragen wir uns, wie wir so tiefgehend entwurzelt wurden?

So erdig und staubig scheint das Beet unserer Träume zu sein.
Sind wir in der Lage uns überall zu verpflanzen?
Wo werden unsere Wurzeln tief genug in die Erde dringen können?

Ich bin auf der Durchreise hier.
Aufwiedersehen.

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Kommentare

26. Okt 2018

Schade, dein letzter Satz, du bist herzlich willkommen!
LG Uwe