Mondbegleitung

von Alf Glocker
Mitglied

Mondaufgang um Mitternacht –
wer hat heut an mich gedacht?
Und wer hat mich sanft vergessen?
Daran einen Mond zu messen,
ist wohl gar nicht angebracht!

Wolken weichen, Sterne treten
aus dem Rauch, dem bald verwehten;
Lichter oder Nadelstiche?
Strahlen ziehen dünne Striche,
durch die Stunden, die so späten.

Schritt um Schritt vorwärts gegangen,
weiße Fahnen an den Stangen,
die die Überzeugung zeigen:
Uns ist nur ein Traum zu eigen,
den wir dringend jetzt verlangen.

Wo wir schlafend, durch die Breiten,
mit dem Mond nach oben reiten,
dort sind wir zuletzt geborgen –
ohne Zwietracht, ohne Morgen.
Ja, wir werden ihn begleiten!

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