Onanie

von Peter Stampfer
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Juda sprach zu seinem Sohn Onan:
Tamar, die Witwe deines Bruders sei fortan
dein liebend und begehrend Weib,
sie ist willig und verführerisch,
mit einem wahrhaft schönen Leib;

Tamar ganz ohne Scham
jede Nacht zu ihrem Schwager kam
voll Sehnsucht sie zu ihm sprach:
ich wünsche mir, du würdest schwach,
bleib doch einmal ganz in mir;
hör zu: Ich will ein Kind von dir!

Onan, wie immer, unterbrach
sein Tun auf ihr im Schlafgemach;
er stieg von ihr herab und schrie:
O! Na! Nie!
Nachdem versprüht sein Samen
war Gott böse – Onan tot
Amen!

Tamar jedoch, sie war auch klug,
diese Schmach nicht lang ertrug,
als darbend und begehrend Weib,
verkauft sie ihren schönen Leib,
da wohnte Juda ihr so richtig bei,
ab dann waren sie dann drei,
und sie die Ahnfrau Gottes Sohn,
– das war ihr Lohn!

Na dann!

2017

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Kommentare

28. Okt 2018

Bei der Überschrift wollte ich überblättern, dann dachte ich: warum nicht, wer auf der Welt hat denn nicht... obwohl...

Dein Gedicht nicht lesen, was für ein Fehler wäre es gewesen! Es ist verrücktirretoll!
LG U.