Religion ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Rainer Maria Rilke
von Axel C. Englert
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 98 Texten in dieser Kategorie
von Rainer Maria Rilke

Ich glaube an alles noch nie Gesagte.
Ich will meine frömmsten Gefühle befrein.
Was noch keiner zu wollen wagte,
wird mir einmal unwillkürlich sein.

Ist das vermessen, mein Gott, vergib.
Aber ich will dir damit nur…

von Axel C. Englert

Also – Luther – kann ich sagen –
DEN musste man zur ARBEIT TRAGEN!
Rhetorisch?! Komplett desolat –
Und was er SCHRIEB, war mehr als fad ...

Der hatte einfach NULL TALENT!
Hat feist im Beichtstuhl meist gepennt ...…

von Johann Wolfgang von Goethe

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst,
Und übe, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn;
Mußt mir meine Erde
Doch lassen steh'n,
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,…

Rezitation:
Prometheus von Johann Wolfgang von Goethe, Rezitation von Phantomkommando für Wikisource
von Uwe Röder

Als der noch
kleine Buddha nett,
am Morgen pubste
früh im Bett,

hat jeder friedlich
gern gelacht.
So wird das heute
noch gemacht.

von Else Lasker-Schüler

(Dem Bischof Ignaz Jezower)

Als Moses im Alter Gottes war,
Nahm er der wilden Juden Josua
Und salbte ihn zum König seiner Schar.

Da ging ein Sehnen weich durch Israel –
Denn Josuas Herz erquickte wie ein Quell.…

von Rainer Maria Rilke

Längst geübt, zum kahlen Galgenplatze
irgendein Gesindel hinzudrängen,
ließen sich die schweren Knechte hängen,
dann und wann nur eine große Fratze

kehrend nach den abgetanen Drein.
Aber oben war das schlechte…

von Uwe Röder

Kenne du
nur (d)eine Meinung...
rotte aus,
was anders ist.

Bleibt es (k)eine
Zeiterscheinung,
Heilger
Extrem(er)Mist!?

von Alf Glocker

Verzweifelt gehen Frauenblicke
überall hin, doch kein Gott
hilft in dieser schlimmen Not –
Satan lenkt jetzt die Geschicke!

Huch, was für ein Heidenspaß –
gleich der erste trifft am Kopf,
reißt das Tuch vom…

von Uwe Röder

Kaum war er,
wie er wollte,
ärmlich eingeboren,

brachten drei
Migranten Weihrauch,
Gold und Myrrhe.

Kaum hat er seinen
Satz vom schnöden
Mammon ausgesprochen,

stahlen trotzdem seine

von Axel C. Englert

Ein Pfandhaus scheint ein feiner Ort:
Dort bekommt man Geld! Sofort …
Gott zum Gruß! Ich bin's! Der GLAUBE!
(Nicht wieder diese Nuss, die taube …)

SICHERHEITEN?! Hab ich nicht!
An MICH muss man wohl glauben –…

Eva
von Else Lasker-Schüler

(Dem Hans Ehrenbaum-Degele)

Du hast deinen Kopf tief über mich gesenkt,
Deinen Kopf mit den goldenen Lenzhaaren,
Und deine Lippen sind von rosiger Seidenweichheit,
Wie die Blüten der Bäume Edens waren.

Und die…

von Uwe Röder

Was andern Weh ist,
einfach lass es.

Was je gut tut,
einfach fass es.

Sprich zu Niedertracht
und Frust:

Von euch mich reiten
lassen? Keine Lust.

von Christian Morgenstern

Zur Schönheit führt Dein Werk:
denn Schönheit strömt
zuletzt durch alle Offenbarung ein,
die es uns gibt.
Aus Menschen-Schmerzlichkeiten
hinauf zu immer höhern Harmonien
entbindest Du das schwindelnde Gefühl,…

von Else Lasker-Schüler

(Meinem blauen, blauen Reiter Franz Marc)

Über Juda liegt der große Melech wach.
Ein steinernes Kameltier trägt sein Dach.
Die Klageweiber treiben hoch und heulen.

Und ohne Leuchte sinkt die Nacht ins Grab,
Sauls…

von Else Lasker-Schüler

Rebekkas Magd ist eine himmlische Fremde,
Aus Rosenblättern trägt die Engelin ein Hemde
Und einen Stern im Angesicht.

Und immer blickt sie auf zum Licht,
Und ihre sanften Hände lesen
Aus goldenen Linsen ein Gericht…

von Else Lasker-Schüler

Kains Augen sind nicht gottwohlgefällig,
Abels Angesicht ist ein goldener Garten,
Abels Augen sind Nachtigallen.

Immer singt Abel so hell
Zu den Saiten seiner Seele,
Aber durch Kains Leib führen die Gräben der Stadt…

von Manfred Peringer

aus deinem schoß heraus in die welt geboren
wurden meine ahnungen zur wirklichkeit
mit großen augen bestaunte ich das leben

machte dort wo es kreuchte und fleuchte
erste schritte lernte in den grassteppen unter

von Else Lasker-Schüler

(Meiner geliebten Enja, der Ritterin von Hattingberg)

Esther ist schlank wie die Feldpalme,
Nach ihren Lippen duften die Weizenhalme
Und die Feiertage, die in Juda fallen.

Nachts ruht ihr Herz auf einem Psalme,
Die…

von Christian Morgenstern

So wie ein Mensch, am trüben Tag, der Sonne
vergisst, –
sie aber strahlt und leuchtet unaufhörlich, –
so mag man Dein an trübem Tag vergessen,
um wiederum und immer wiederum
erschüttert, ja geblendet zu empfinden,…

von Else Lasker-Schüler

(Dem Senna Hoy)

In der Bibel stehn wir geschrieben
Buntumschlungen.

Aber unsere Knabenspiele
Leben weiter im Stern.

Ich bin David,
Du mein Spielgefährte.

O, wir färbten
Unsere weißen…

von Else Lasker-Schüler

(Meiner unvergeßlichen Prinzessin Hellene von Soutzo)

Ruth sucht überall
Nach goldenen Kornblumen
An den Hütten der Brothüter vorbei –

Bringt süßen Sturm
Und glitzernde Spielerei
Über Boas Herz;

Das…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Und so falten wir die Hände,
des Menschen Suchen nimmt kein Ende.
Schaut! Oh Schrecken!
Glaub’ es kaum,
kniend anbeten sie den Baum.

Reisen sie in ferne Länder,
singend, tanzend, reich geschmückt,
in…

von Hugo Ball

Zu sagen ist nichts mehr. Vielleicht, daß etwas noch gesungen werden kann. ›Du magisch Quadrat, jetzt ist es zu spat.‹ So spricht einer, der zu schweigen versteht. ›Ambrosianischer Stier‹: gemeint ist der ambrosianische Lobgesang. Eine Hinwendung…

Rezitation:
Musik und Sprache: Jörg Krüger / Dingefinder
von Else Lasker-Schüler

O, ich lernte an deinem süßen Munde
Zuviel der Seligkeiten kennen!
Schon fühl ich die Lippen Gabriels
Auf meinem Herzen brennen ....
Und die Nachtwolke trinkt
Meinen tiefen Zederntraum.
O, wie dein Leben mir…

von Michael Dahm

Es war einmal ein armer Ritter
Der ritt auf seiner Mähre
Durchs Leben, das war ziemlich bitter
Denn seine Taschen waren leere.

Die Kriege waren ausgekämpft
Die Geier machten reine
Seine Laune war gedämpft…

von Else Lasker-Schüler

(Dem großen Propheten St. Peter Hille in Ehrfurcht)

Abraham baute in der Landschaft Eden
Sich eine Stadt aus Erde und aus Blatt
Und übte sich mit Gott zu reden.

Die Engel ruhten gern vor seiner frommen Hütte
Und…

von Manfred Peringer

eines tages bebt die erde und verschlingt die alte welt
wir werden vergehen wie ein schwarm brennender vögel
während anderswo osterinseln aus den fluten wachsen

auf einem hügel wird ein erster baum zweige austreiben
auf…

von Johanna Ambrosius

Es ist genug! Hör‘ auf zu schlagen,
Im Staube liegt mein matt gebein;
Du stillst des kleinsten Würmchens Klagen,
Soll ich allein vergessen sein?
Willst mich vernichten, wohl, ich stehe
Gewärtig Deines Schwertes Zug,…

von Else Lasker-Schüler

(Dem Doktor Pagel)

Jakob war der Büffel seiner Herde.
Wenn er stampfte mit den Hufen
Sprühte unter ihm die Erde.

Brüllend ließ er die gescheckten Brüder,
Rannte in den Urwald an die Flüsse,
Stillte dort das…

von ulli nass

provocare necesse est . . .

ich mag den Weihachtsbaum
er riecht so gut
verweist auch in dunkler Zeit
auf Natur,auf Leben

steht als Symbol,als Traum
gebiert ewigen Mut
bin mit Gleichgesinnten bereit…

von Axel C. Englert

REFORMATIONSTAG ist heut, Frau Krause –
„Wees ICK längst! Schon mach ick PAUSE!
Da herrscht janz strenget PUTZVABOT!
Un is ooch an ALLAHEILIJEN Jebot!“

PAUSE machen Sie? Mit BIER?
SIE putzten doch noch NIE bei mir…

von Alf Glocker

Watschle deine Pilgerpfade,
denn die Wege sind das Ziel!
Doch der Wegrand, schade, schade,
ist nichts für dein Ehrgefühl!

Du bist intellektuell verbrämt,
deine Rituale sind
orientiert und leicht verschämt –…

von ulli nass

seh das Kreuz
seh den Mann
seh den Wahn
seh den Schmerz

merkwürdig kühl
bleibt mein Herz

zuviel Leid
in all der Zeit
durch Abrahams Religionen
und alle Götter
die nur in Fantasien…

von Michael Dahm

Golden tönt der Hahn
im Posaunenblitz der Sonne
die Welt erwacht in ihren Wahn
der Teufel lacht vor Wonne.

Wieder ist ein Tag erschienen
auf der Ewigkeiten Schnur
und die Sonne hängt Gardinen
der…

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