Religion ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

empfohlene
Eva
von Else Lasker-Schüler
von Else Lasker-Schüler
von Johann Wolfgang von Goethe
neue
von Olaf Lüken
von Viktor Iversen
von Marcel Strömer
die schönsten
von Rainer Maria Rilke
von Johann Wolfgang von Goethe
von Axel C. Englert
von Rainer Maria Rilke
Bibliothek

Ich glaube an alles noch nie Gesagte.
Ich will meine frömmsten Gefühle befrein.
Was noch keiner zu wollen wagte,
wird mir einmal unwillkürlich sein.

Ist das vermessen, mein Gott, vergib.
Aber ich will dir damit nur…

von Johann Wolfgang von Goethe
Bibliothek

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst,
Und übe, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn;
Mußt mir meine Erde
Doch lassen steh'n,
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,…

Rezitation:
Prometheus von Johann Wolfgang von Goethe, Rezitation von Phantomkommando für Wikisource
von Axel C. Englert
Mitglied, Moderator

Also – Luther – kann ich sagen –
DEN musste man zur ARBEIT TRAGEN!
Rhetorisch?! Komplett desolat –
Und was er SCHRIEB, war mehr als fad ...

Der hatte einfach NULL TALENT!
Hat feist im Beichtstuhl meist gepennt ...…

von Angelika Zädow
Mitglied

Re
Form
Formation

Reform
Forma
Ratio

Ora
Moratio
Roma

Reformation

von Uwe Röder
Mitglied

Als der noch
kleine Buddha nett,
am Morgen pubste
früh im Bett,

hat jeder friedlich
gern gelacht.
So wird das heute
noch gemacht.

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

(Dem Bischof Ignaz Jezower)

Als Moses im Alter Gottes war,
Nahm er der wilden Juden Josua
Und salbte ihn zum König seiner Schar.

Da ging ein Sehnen weich durch Israel –
Denn Josuas Herz erquickte wie ein Quell.…

von Rainer Maria Rilke
Bibliothek

Längst geübt, zum kahlen Galgenplatze
irgendein Gesindel hinzudrängen,
ließen sich die schweren Knechte hängen,
dann und wann nur eine große Fratze

kehrend nach den abgetanen Drein.
Aber oben war das schlechte…

von Axel C. Englert
Mitglied, Moderator

Ein Pfandhaus scheint ein feiner Ort:
Dort bekommt man Geld! Sofort …
Gott zum Gruß! Ich bin's! Der GLAUBE!
(Nicht wieder diese Nuss, die taube …)

SICHERHEITEN?! Hab ich nicht!
An MICH muss man wohl glauben –…

von Uwe Röder
Mitglied

Kaum war er,
wie er wollte,
ärmlich eingeboren,

brachten drei
Migranten Weihrauch,
Gold und Myrrhe.

Kaum hat er seinen
Satz vom schnöden
Mammon ausgesprochen,

stahlen trotzdem seine

Eva
von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

(Dem Hans Ehrenbaum-Degele)

Du hast deinen Kopf tief über mich gesenkt,
Deinen Kopf mit den goldenen Lenzhaaren,
Und deine Lippen sind von rosiger Seidenweichheit,
Wie die Blüten der Bäume Edens waren.

Und die…

von Uwe Röder
Mitglied

Was andern Weh ist,
einfach lass es.

Was je gut tut,
einfach fass es.

Sprich zu Niedertracht
und Frust:

Von euch mich reiten
lassen? Keine Lust.

von Christian Morgenstern
Bibliothek

Zur Schönheit führt Dein Werk:
denn Schönheit strömt
zuletzt durch alle Offenbarung ein,
die es uns gibt.
Aus Menschen-Schmerzlichkeiten
hinauf zu immer höhern Harmonien
entbindest Du das schwindelnde Gefühl,…

von Alf Glocker
Mitglied

Verzweifelt gehen Frauenblicke
überall hin, doch kein Gott
hilft in dieser schlimmen Not –
Satan lenkt jetzt die Geschicke!

Huch, was für ein Heidenspaß –
gleich der erste trifft am Kopf,
reißt das Tuch vom…

von Uwe Röder
Mitglied

Kenne du
nur (d)eine Meinung...
rotte aus,
was anders ist.

Bleibt es (k)eine
Zeiterscheinung,
Heilger
Extrem(er)Mist!?

von Olaf Lüken
Mitglied

Zeugen Jehovas

Es zeigen mir die Jehova-Zeugen,
mich 24 Stunden vor Gott zu beugen.
Wollte ich es allen rechtens machen,
ich hätte gar nichts mehr zu lachen

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

(Meinem blauen, blauen Reiter Franz Marc)

Über Juda liegt der große Melech wach.
Ein steinernes Kameltier trägt sein Dach.
Die Klageweiber treiben hoch und heulen.

Und ohne Leuchte sinkt die Nacht ins Grab,
Sauls…

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

Rebekkas Magd ist eine himmlische Fremde,
Aus Rosenblättern trägt die Engelin ein Hemde
Und einen Stern im Angesicht.

Und immer blickt sie auf zum Licht,
Und ihre sanften Hände lesen
Aus goldenen Linsen ein Gericht…

von Manfred Peringer
Mitglied

alles wartet hält den atem an selbst die flügelschläge
der zugvögel sind erlahmt bleiern tief hängen wolken
überm land geduckt harren wir dem wintereinbruch

nachts rücken wir zusammen pressen die kriechende
kälte aus den…

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

O, ich lernte an deinem süßen Munde
Zuviel der Seligkeiten kennen!
Schon fühl ich die Lippen Gabriels
Auf meinem Herzen brennen ....
Und die Nachtwolke trinkt
Meinen tiefen Zederntraum.
O, wie dein Leben mir…

von Michael Dahm
Mitglied

Es war einmal ein armer Ritter
Der ritt auf seiner Mähre
Durchs Leben, das war ziemlich bitter
Denn seine Taschen waren leere.

Die Kriege waren ausgekämpft
Die Geier machten reine
Seine Laune war gedämpft…

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

(Dem großen Propheten St. Peter Hille in Ehrfurcht)

Abraham baute in der Landschaft Eden
Sich eine Stadt aus Erde und aus Blatt
Und übte sich mit Gott zu reden.

Die Engel ruhten gern vor seiner frommen Hütte
Und…

von Olaf Lüken
Mitglied

Ein Drittel der Mönche sind schwul.
Dem HERRN ein arger Sündenpfuhl.
Erhabene Kleriker lieben Knaben,
um sich fummelnd an ihnen zu laben.

Was dem Klerus der flotte Manta,
ist dem Messner seine Fanta.
All das…

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

Kains Augen sind nicht gottwohlgefällig,
Abels Angesicht ist ein goldener Garten,
Abels Augen sind Nachtigallen.

Immer singt Abel so hell
Zu den Saiten seiner Seele,
Aber durch Kains Leib führen die Gräben der Stadt…

von Angelika Zädow
Mitglied

Magere Sehnsucht
pickt
im Meer von Möglichkeiten

Mächtiges Wollen
ächzt
die Steilhänge des Wissens hinauf

Gebeugtes Ich
irrt
mit einem Rucksack voll Erfahrungen herum

Gewissheit

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

(Meiner geliebten Enja, der Ritterin von Hattingberg)

Esther ist schlank wie die Feldpalme,
Nach ihren Lippen duften die Weizenhalme
Und die Feiertage, die in Juda fallen.

Nachts ruht ihr Herz auf einem Psalme,
Die…

von Manfred Peringer
Mitglied

aus deinem schoß heraus in die welt geboren
wurden meine ahnungen zur wirklichkeit
mit großen augen bestaunte ich das leben

machte dort wo es kreuchte und fleuchte
erste schritte lernte in den grassteppen unter

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

(Dem Senna Hoy)

In der Bibel stehn wir geschrieben
Buntumschlungen.

Aber unsere Knabenspiele
Leben weiter im Stern.

Ich bin David,
Du mein Spielgefährte.

O, wir färbten
Unsere weißen…

von Christian Morgenstern
Bibliothek

So wie ein Mensch, am trüben Tag, der Sonne
vergisst, –
sie aber strahlt und leuchtet unaufhörlich, –
so mag man Dein an trübem Tag vergessen,
um wiederum und immer wiederum
erschüttert, ja geblendet zu empfinden,…

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

(Meiner unvergeßlichen Prinzessin Hellene von Soutzo)

Ruth sucht überall
Nach goldenen Kornblumen
An den Hütten der Brothüter vorbei –

Bringt süßen Sturm
Und glitzernde Spielerei
Über Boas Herz;

Das…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Und so falten wir die Hände,
des Menschen Suchen nimmt kein Ende.
Schaut! Oh Schrecken!
Glaub’ es kaum,
kniend anbeten sie den Baum.

Reisen sie in ferne Länder,
singend, tanzend, reich geschmückt,
in…

von Hugo Ball
Bibliothek

Zu sagen ist nichts mehr. Vielleicht, daß etwas noch gesungen werden kann. ›Du magisch Quadrat, jetzt ist es zu spat.‹ So spricht einer, der zu schweigen versteht. ›Ambrosianischer Stier‹: gemeint ist der ambrosianische Lobgesang. Eine Hinwendung…

Rezitation:
Musik und Sprache: Jörg Krüger / Dingefinder
von Alf Glocker
Mitglied

Watschle deine Pilgerpfade,
denn die Wege sind das Ziel!
Doch der Wegrand, schade, schade,
ist nichts für dein Ehrgefühl!

Du bist intellektuell verbrämt,
deine Rituale sind
orientiert und leicht verschämt –…

von ulli nass
Mitglied

seh das Kreuz
seh den Mann
seh den Wahn
seh den Schmerz

merkwürdig kühl
bleibt mein Herz

zuviel Leid
in all der Zeit
durch Abrahams Religionen
und alle Götter
die nur in Fantasien…

von Manfred Peringer
Mitglied

eines tages bebt die erde und verschlingt die alte welt
wir werden vergehen wie ein schwarm brennender vögel
während anderswo osterinseln aus den fluten wachsen

auf einem hügel wird ein erster baum zweige austreiben
auf…

von Johanna Ambrosius
Bibliothek

Es ist genug! Hör‘ auf zu schlagen,
Im Staube liegt mein matt gebein;
Du stillst des kleinsten Würmchens Klagen,
Soll ich allein vergessen sein?
Willst mich vernichten, wohl, ich stehe
Gewärtig Deines Schwertes Zug,…

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

(Dem Doktor Pagel)

Jakob war der Büffel seiner Herde.
Wenn er stampfte mit den Hufen
Sprühte unter ihm die Erde.

Brüllend ließ er die gescheckten Brüder,
Rannte in den Urwald an die Flüsse,
Stillte dort das…

von ulli nass
Mitglied

provocare necesse est . . .

ich mag den Weihachtsbaum
er riecht so gut
verweist auch in dunkler Zeit
auf Natur,auf Leben

steht als Symbol,als Traum
gebiert ewigen Mut
bin mit Gleichgesinnten bereit…

von Axel C. Englert
Mitglied, Moderator

REFORMATIONSTAG ist heut, Frau Krause –
„Wees ICK längst! Schon mach ick PAUSE!
Da herrscht janz strenget PUTZVABOT!
Un is ooch an ALLAHEILIJEN Jebot!“

PAUSE machen Sie? Mit BIER?
SIE putzten doch noch NIE bei mir…

von Annelie Kelch
Mitglied

Adam & Eva -
auch sie ...
hätten eine zweite Chance verdient ...

von Michael Dahm
Mitglied

Golden tönt der Hahn
im Posaunenblitz der Sonne
die Welt erwacht in ihren Wahn
der Teufel lacht vor Wonne.

Wieder ist ein Tag erschienen
auf der Ewigkeiten Schnur
und die Sonne hängt Gardinen
der…

von Axel C. Englert
Mitglied, Moderator

Eine Kirche sprach: ich schwitze!
Ewig der sture TURM als Spitze …
Ständig treffen stark mich Blitze –
Schlechte Witze! Affen-Hitze …

Wäre obendrauf ein BAUER
Auf die Dauer nicht weit schlauer?!
Kein Blitz läg…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Zeit
Wo ist sie hin, die Zeit?
Wo hat sie mein Leben versteckt?
Alles in einen Sack gesteckt,
zusammengefaltet auf die Halde geschleppt,
um es zu entsorgen.

Gott
Wo ist er hin, der Gott?
Wo hat er…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Nicht jeder Schmerz blutet,
nicht jede Flamme flutet das Herz.
Auch der Schwimmende ertrinkt in den Fluten
dauernder Präsenz.
Nicht alle Wellen erreichen das Ufer
und Sternschnuppen lassen
Wünsche unerfüllt.…

von Jürgen Wagner
Mitglied

Kein Gott, der regiert
Kein Engel, der offenbart
Keine Geister, die rufen

In der Erde gegründet
zum Himmel gewandt
wachs ich von Jahr zu Jahr

von Ekkehard Walter
Mitglied

Sola gratia - aus Gnad allein
lädt Gott alle Menschen ein

Solus Christus - Jesus Christus allein
soll Eure Freud und Wonne sein

Sola scriptura - Das Wort allein…

von Axel C. Englert
Mitglied, Moderator

SIE wollen von MIR ein GEDICHT?!
Nix da! Für SIE schreib ich NICHT!
Wie – Sie hätten es sehr eilig?
Außerdem – wären Sie HEILIG?!

Ich soll kein Frosch sein? Keine KRÖTE?!
Hör‘n Sie mal! ICH bin HERR GOETHE!

von Jürgen Wagner
Mitglied

Wir nennen uns Buddhisten
und sind noch nicht erwacht.

Wir nennen uns Muslime,
die Frieden nie gemacht.

Wir nennen uns gern Christen
und sind kein Licht der Welt.

Wir wären gerne Menschen,
doch knien…

von Rainer Maria Rilke
Bibliothek

Da aber als in sein Versteck der Hohe,
sofort Erkennbare: der Engel, trat,
aufrecht, der lautere und lichterlohe:
da tat er allen Anspruch ab und bat
bleiben zu dürfen der von seinen Reisen
innen verwirrte Kaufmann,…

von Manfred Peringer
Mitglied

ich bin sauer auf gott weil er den osterhasen zu mir schickt
was kann der schon groß tragen mit seiner kiepe abnehmen
kann er mir auch nichts es ist für ihn auch so schwer genug

ich bin nicht mehr böse auf ihn denn zu ostern…

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