Religion ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Rainer Maria Rilke
von Axel C. Englert
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von Rainer Maria Rilke

Ich glaube an alles noch nie Gesagte.
Ich will meine frömmsten Gefühle befrein.
Was noch keiner zu wollen wagte,
wird mir einmal unwillkürlich sein.

Ist das vermessen, mein Gott, vergib.
Aber ich will dir damit nur…

von Axel C. Englert

Also – Luther – kann ich sagen –
DEN musste man zur ARBEIT TRAGEN!
Rhetorisch?! Komplett desolat –
Und was er SCHRIEB, war mehr als fad ...

Der hatte einfach NULL TALENT!
Hat feist im Beichtstuhl meist gepennt ...…

von J.W. Waldeck

In der Liebe soll Gott (bei)wohnen
überall herum Geister umfangen:
ein Zustand voller Projektionen
die all deine Liebe abverlangen
in freier Leere sich ewig entleeren
im Reinwerden sein Dasein mehren
eines…

von Rainer Maria Rilke

Längst geübt, zum kahlen Galgenplatze
irgendein Gesindel hinzudrängen,
ließen sich die schweren Knechte hängen,
dann und wann nur eine große Fratze

kehrend nach den abgetanen Drein.
Aber oben war das schlechte…

von Johann Wolfgang von Goethe

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst,
Und übe, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn;
Mußt mir meine Erde
Doch lassen steh'n,
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,…

Rezitation:
Prometheus von Johann Wolfgang von Goethe, Rezitation von Phantomkommando für Wikisource
von Else Lasker-Schüler

(Dem Bischof Ignaz Jezower)

Als Moses im Alter Gottes war,
Nahm er der wilden Juden Josua
Und salbte ihn zum König seiner Schar.

Da ging ein Sehnen weich durch Israel –
Denn Josuas Herz erquickte wie ein Quell.…

von J.W. Waldeck

Im gleichgültigen Licht II.

vorkonfiguriert, besteht
kein Mechanismus
als festgelegter Kreislauf
im fließenden Rhythmus
ewigen Austauschs

enteignet, im strengen Maße
phantasielos berechnet
zum…

von Alf Glocker

Verzweifelt gehen Frauenblicke
überall hin, doch kein Gott
hilft in dieser schlimmen Not –
Satan lenkt jetzt die Geschicke!

Huch, was für ein Heidenspaß –
gleich der erste trifft am Kopf,
reißt das Tuch vom…

von Axel C. Englert

Ein Pfandhaus scheint ein feiner Ort:
Dort bekommt man Geld! Sofort …
Gott zum Gruß! Ich bin's! Der GLAUBE!
(Nicht wieder diese Nuss, die taube …)

SICHERHEITEN?! Hab ich nicht!
An MICH muss man wohl glauben –…

von J.W. Waldeck

Ein Stellung! du positives Geleit!
einbahnig wie ein Abstellgleis!
(hoffentlich im engen Kreis!)

die Schuld jeder Krankheit:
dein Karma falscher Vorleben
bestimmt nun alles Streben!

alles verläuft nach festen…

Eva
von Else Lasker-Schüler

(Dem Hans Ehrenbaum-Degele)

Du hast deinen Kopf tief über mich gesenkt,
Deinen Kopf mit den goldenen Lenzhaaren,
Und deine Lippen sind von rosiger Seidenweichheit,
Wie die Blüten der Bäume Edens waren.

Und die…

von J.W. Waldeck

Licht zerbricht scheinbar unendlich
in leblosen Lügen glatt gespiegelte Züge
abwertende Blender
endet abgelichteter Auswurf im Traumfänger
durch hermetische Leeren verflossen:
reine Schablonen, die Erinnern kosten…

von Else Lasker-Schüler

Rebekkas Magd ist eine himmlische Fremde,
Aus Rosenblättern trägt die Engelin ein Hemde
Und einen Stern im Angesicht.

Und immer blickt sie auf zum Licht,
Und ihre sanften Hände lesen
Aus goldenen Linsen ein Gericht…

von J.W. Waldeck

keine harmonische Stille laviert
so steril und verstaubt einhellig still
egal wie sehr die Lichtleere
dies leugnen will

das bahnbrechende Prinzip
bewusster Beweise
läuft keiner linearen Über-Zeugung nach…

von Michael Dahm

Es war einmal ein armer Ritter
Der ritt auf seiner Mähre
Durchs Leben, das war ziemlich bitter
Denn seine Taschen waren leere.

Die Kriege waren ausgekämpft
Die Geier machten reine
Seine Laune war gedämpft…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Und so falten wir die Hände,
des Menschen Suchen nimmt kein Ende.
Schaut! Oh Schrecken!
Glaub’ es kaum,
kniend anbeten sie den Baum.

Reisen sie in ferne Länder,
singend, tanzend, reich geschmückt,
in…

von J.W. Waldeck

verderblich in der Ausgeburt
verlor die Ganzheit
ihre vollkommene Totenstille
als des Lebens sündhafter Same
Nebelleben beseelte

die Großherrlichkeit
die vergewaltigt wir sahen
war der suizidale Alptraum…

von J.W. Waldeck

Herzschläge wie Geisterlinien
virbrieren auf blaublütigen Bildschirmen
wie magische Teppiche herum geistern
angebetete Versprecher vertreiben
die in gotteslichten Fransen
keine Traumwimpern verfangen

außer dem…

von Christian Morgenstern

Zur Schönheit führt Dein Werk:
denn Schönheit strömt
zuletzt durch alle Offenbarung ein,
die es uns gibt.
Aus Menschen-Schmerzlichkeiten
hinauf zu immer höhern Harmonien
entbindest Du das schwindelnde Gefühl,…

von Else Lasker-Schüler

(Meinem blauen, blauen Reiter Franz Marc)

Über Juda liegt der große Melech wach.
Ein steinernes Kameltier trägt sein Dach.
Die Klageweiber treiben hoch und heulen.

Und ohne Leuchte sinkt die Nacht ins Grab,
Sauls…

von J.W. Waldeck

schwarze Löcher
aus denen neue Universen
atmen
wiedergeborene Körper
aus verkohlten Werten
offenbaren

schwarze Löcher
die Treppensteiger
ausgebrannt meinen
hinter fremden Heidenherzen

von Christian Morgenstern

So wie ein Mensch, am trüben Tag, der Sonne
vergisst, –
sie aber strahlt und leuchtet unaufhörlich, –
so mag man Dein an trübem Tag vergessen,
um wiederum und immer wiederum
erschüttert, ja geblendet zu empfinden,…

von Else Lasker-Schüler

(Dem Senna Hoy)

In der Bibel stehn wir geschrieben
Buntumschlungen.

Aber unsere Knabenspiele
Leben weiter im Stern.

Ich bin David,
Du mein Spielgefährte.

O, wir färbten
Unsere weißen…

von Else Lasker-Schüler

(Meiner geliebten Enja, der Ritterin von Hattingberg)

Esther ist schlank wie die Feldpalme,
Nach ihren Lippen duften die Weizenhalme
Und die Feiertage, die in Juda fallen.

Nachts ruht ihr Herz auf einem Psalme,
Die…

von Hugo Ball

Zu sagen ist nichts mehr. Vielleicht, daß etwas noch gesungen werden kann. ›Du magisch Quadrat, jetzt ist es zu spat.‹ So spricht einer, der zu schweigen versteht. ›Ambrosianischer Stier‹: gemeint ist der ambrosianische Lobgesang. Eine Hinwendung…

Rezitation:
Musik und Sprache: Jörg Krüger / Dingefinder
von J.W. Waldeck

im Licht verwelken geliebte Dinge
im Licht verweltlicht gelobte Liebe
im Licht verfällt der Augenblick
geblendet, gelichtet: außer sich!

die Scheinwerfer ausgerichtet
gut ausgeleuchtet
wo bislang…

von J.W. Waldeck

ein Gott der Immobilien
finanziert durch Banken
Gott der Institution
abgerichteter Gedanken

ein Gott der Gottesdienste
ein Gott der Verdienste
der Schulden und Kredite
ein Gott privilegierter Elite

von Axel C. Englert

REFORMATIONSTAG ist heut, Frau Krause –
„Wees ICK längst! Schon mach ick PAUSE!
Da herrscht janz strenget PUTZVABOT!
Un is ooch an ALLAHEILIJEN Jebot!“

PAUSE machen Sie? Mit BIER?
SIE putzten doch noch NIE bei mir…

von Else Lasker-Schüler

(Meiner unvergeßlichen Prinzessin Hellene von Soutzo)

Ruth sucht überall
Nach goldenen Kornblumen
An den Hütten der Brothüter vorbei –

Bringt süßen Sturm
Und glitzernde Spielerei
Über Boas Herz;

Das…

von Else Lasker-Schüler

O, ich lernte an deinem süßen Munde
Zuviel der Seligkeiten kennen!
Schon fühl ich die Lippen Gabriels
Auf meinem Herzen brennen ....
Und die Nachtwolke trinkt
Meinen tiefen Zederntraum.
O, wie dein Leben mir…

von J.W. Waldeck

geklonte Wiedergeburt
und eintöniger Narrentanz
transformierter Wiederkehrer
die wiederholt Schlange stehen
der LICHTUNG Verzehren
zu beseelen

ich und nochmals ich! schweigt nicht
des Messias Wesensblut…

von Else Lasker-Schüler

(Dem großen Propheten St. Peter Hille in Ehrfurcht)

Abraham baute in der Landschaft Eden
Sich eine Stadt aus Erde und aus Blatt
Und übte sich mit Gott zu reden.

Die Engel ruhten gern vor seiner frommen Hütte
Und…

von Alf Glocker

Watschle deine Pilgerpfade,
denn die Wege sind das Ziel!
Doch der Wegrand, schade, schade,
ist nichts für dein Ehrgefühl!

Du bist intellektuell verbrämt,
deine Rituale sind
orientiert und leicht verschämt –…

von Else Lasker-Schüler

Kains Augen sind nicht gottwohlgefällig,
Abels Angesicht ist ein goldener Garten,
Abels Augen sind Nachtigallen.

Immer singt Abel so hell
Zu den Saiten seiner Seele,
Aber durch Kains Leib führen die Gräben der Stadt…

von J.W. Waldeck

der Trost toter Vorboten
ausgenommene Lebensschoten
einer Obrigkeit
der Unterdrücker und Vertreter
im Namen namenloser Einheit

das Grab der Unbegabten
die ihr Gewissen importieren
als Marke – Überzüge…

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