Der Pharisäer

von Ekkehard Walter
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Selbstgerecht schreitet er hinan
bis auf dem Tempelberg er kommet an.
Er geht hinein ins Gotteshaus,
doch plötzlich entdeckt er da: "Oh Graus!"
ein Zöllner steht mitten im Tempel zum Gebet;
dem Pharisäer schier der Gaul durchgeht.

Wie gut, betet er, dass ich nicht so einer bin
und dankt seinem Gott, legt seine Vorzüge ihm hin.
Stolzgeschwellt ist dabei seine eigene Brust
an der Selbstbeweihräucherung hat er seine wahre Lust.

Der Zöllner dabei sich ganz als Sünder sieht
während der Pharisäer sich in fromme Phrasen flieht.
Weil nicht sein kann was nicht sein darf
er Gottes Gnad damit verwarf.

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