Keine großen Worte

von Monika Laakes
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Gewohnter Morgengriff
zur Zeitung,
am Titelfoto
klebt meine Aufmerksamkeit.
Zwei Köpfe,
vier angestrengte Augen.

Die Faszination geht
zweifellos vom Element aus,
das die so unterschiedlichen Wesen
vereint, umspült, bedroht.
Wasser,
wohin das Auge reicht,
Wasser,
mit überflutender Kraft.

Und wieviel Kraft
mag es den Taucher
kosten, der den Rehbock
bei den Hörnern fasst.
Kräftemessen zwischen
Mensch und Tier
und Wasserflut.

Ich wünsche mir
den Sieg
ins Bild hinein.

Seh’ just
den Rehbock
im Dickicht
des rettenden
Ufers
verschwinden.

Denk mir,
warum nicht
niederschreiben,
was mich immens
bewegt, hingegen
keine großen Worte macht.

Bericht vom Tage - Mo. 28. Juli 1997. Publ. angeregt durch Arthur Schopenhauer 'Über das Mitleid.'
Zitat: Die von mir aufgestellte moralische Triebfeder bewährt sich als die echte ferner dadurch, dass sie auch die TIERE in ihren Schutz nimmt. Mitleid bezieht sich auf alles, was Leben hat,
und nimmt deshalb auch Tiere gleichsam in seinen Schutz.

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Interne Verweise

Kommentare

29. Mai 2016

Freu mich über Deinen Zweizeiler. Du findest immer (aus meiner Sicht) richtige Worte, lieber Axel. Danke. Auch für die Klicks von Axel und D.R. Giller danke ich.
LG Monika

30. Mai 2016

Für Eure Aufmerksamkeit und die Klicks danke ich Johanna Blau und admin. Freue mich. LG Monika

30. Mai 2016

Wie schön, dass Dich dieses Bild so fasziniert hat. Wir beachten die "kleinen" Heldentaten viel zu wenig.

Liebe Grüße, Susanna