Das stille Gewissen

von Alf Glocker
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In ewiger Umnachtung fühlen
Seelen, die rein nichts begreifen,
die im Schlick des Geistes wühlen
und in Höllenschlünden streifen,
die sie für paradisich halten –
und sie beugen sich Gewalten!

Nichts kann sie zum reinen Licht
erwecken und nichts kann sie rühren,
außer der begrenzten Sicht,
wo man nur sich selber spüren
möchte, um sich abzustellen.
Dort ist kein Urteil klar zu fällen!

Alles bleibt, wie vorgesehen –
man orientiert sich am Erlaubten,
denn Risiken sich eingestehen,
oberhalb des arg Verstaubten,
scheint nicht im Bereich des Guten.
Man verlässt sich aufs Vermuten!

Nicht lebendig und nicht tot
geht der Abschaum seiner Wege –
vom Morgen- bis zum Abendrot,
beschäftigt mit der Brut, der Pflege
dessen, was man glauben will –
und das Gewissen hält ganz still!

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Kommentare

31. Mai 2017

da beißen wir wohl auch bald sein...
s`ist nicht gut ohne Gewissen zu sein...

LG Alf