Vorbei

von Jürgen Wagner
Mitglied

Nimm einen Kiesel und wirf ihn ins Wasser
Schau die Kreise, wie sie sich entfalten
Mein Gesicht verströmt sich in deinen Augen,
rührt unseres Lebens Gewalten

Schnipsel der Erinnerung sind geblieben,
Friedhöfe von Worten und Lachen, klar
Fotografien, grau und verschlissen, sind übrig
Alte Briefe sind gar nicht mehr wahr

Traurigkeit lastet auf deinen Schultern
In den Taschen hängen Fetzen der Hoffnung
Tagesanbruch ist Mitternacht, farblos das Leben,
doch bringt es die Wasser unseres Lebens in Bewegung

Der Originaltext:

Take a pebble

Just take a pebble and cast it to the sea,
Then watch the ripples that unfold into me
My face spills so gently into your eyes
Disturbing the waters of our lives

Shreds of our memories are lying on your grass
Wounded words of laughter are graveyards of the past
Photographs are grey and torn, scattered in your fields
Letters of your memories are not real

Sadness on your shoulders like a worn-out overcoat
In pockets creased and tattered hang the rags of your hopes
The daybreak is your midnight, the colours have all died
Disturbing the waters of our lives,
Of our lives, lives, lives -
Of our lives

Greg Lake, 1970

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Kommentare

01. Jun 2019

Wahrhaftig wunder-schön in Wort, Ton und Bild, die Magie der Steine, stimmt mich friedlich und froh, danke dafür ...

LG Marie

01. Jun 2019

Lieber Jürgen, hoffen wir, auch einige anregende Wellen zu hinterlassen, wenn wir ins Dunkel tauchen?
LG Uwe

01. Jun 2019

Es ist ein starkes Bild mit den Wellen. Tatsächlich rühren wir ja immer etwas an und wissen nie, wo es landet und wohin es führt. Aber etwas sollte man schon hinterlassen - und nicht nur viel Wind gemacht haben ... finde ich auch.

Ein schönes Wochenende! Jürgen