Traurigkeit / Schmerz ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Volker Harmgardt
von Ella Sander
von marie mehrfeld
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von Volker Harmgardt

Auge in Auge,
in zärtlicher Berührung
bist du aus unserer Mitte
gegangen.

Auge in Auge
haben wir dich bis zur
Regenbogenbrücke geführt,
an diesem ersten Frühlingstag
im März.

Auge in Auge,…

von Ella Sander

nebelwolken nachtgedanken
mondgetriebne geistgestalten
seelenspiegel augenglanz
leergelaufner traumestanz

spitzgeschliffne steineshaufen
wanderstiefel wundgelaufen
augenränder rotgefunkel
lichtverlornes…

von marie mehrfeld

müde blättert sich das liedlose Licht dunkelgrauer
Nebelworte von der Wand, und die Hand vor dem
Mund, dass ich nicht schreie zwischen deinen von

zornigen Krähen zerhackten Wortgefechten mit den
falschen Propheten, die…

von Soléa P.

Regen prasselt auf blinde Scheiben
angebranntes Essen, verkrustet im Topf
die Katze tut wildernd sich herumtreiben
er, aus Verzweiflung, sich wieder besoff.

Alleine ist er schon viel zu lange
die Kinder aus dem…

von Annelie Kelch

Ich habe den Schlüssel zur Pforte
deines Herzens verloren;
der Riegel lässt sich nicht öffnen …
Eine Sprengung kommt nicht in Frage

Du hast aus Beton eine Mauer
zwischen uns gezogen
Ich mache dir keinen…

von * noé *

Wir waren füreinander gemacht
und wir haben uns füreinander entschieden.
Selbst in der krebsdunklen Krankheitsnacht
sind wir ganz eng beieinander geblieben.

Die Sonne hat uns nur kurz beschienen,
sie schaffte es…

von Ella Sander

Der Regen leckt seit Tagen schon am Fenster,
Chimären schleichen zum Gedankenblau;
Fast unbemerkt verfärben sie den Cluster,
Nebeln die lebhaft Firnis zu Tieftraumlosgrau.

Ein blutentleerter Wind drängt in die Tiefen,…

von Axel C. Englert

Verflixter MIST! Nie grünes Licht:
Vom Fleck kommt in der Stadt man nicht …
Wieder rot der Kreis mir schimmert –
Derweilen es im Auto WIMMERT?!

Mein RADIO kann kaum es sein:
Das schaltete ich gar nicht ein …

von marie mehrfeld

die Banalität des Lebens und seine unendlich
endliche Schönheit, wenn ich fliege über mein
Wolkenkuckucksheim mit gefalteten Händen,

doch gehe ich noch nicht, lese lieber Abschied
rückwärts, vergesse den Schmerz und…

von Sigrid Hartmann

Wo ist sie hin – die unbeschwerte Freude
Wo ist das Lachen, das mir einst gelang
In graue Ferne sah ich sie entschwinden
Nun ist das Herz aus Stein und mir ist bang

Kann mich erfreuen nicht an kleinen Dingen
Und…

von Axel C. Englert

Herr Doktor! Es ist kaum zu sagen:
Grün und blau bin ich! Geschlagen ...
ICH?! Bin eine WURZEL! Klar!
Gestern war ich schon einmal da ...

Ich war auch bei der Polizei,
Doch hatten die kein Auto frei ...
Warum…

von Willi Grigor

In deinem Land, in deiner Stadt
hast du das Glück gespürt.
Man es von dir genommen hat,
man dich von dort vertrieb.

Du hast mich auf die Welt gebracht
in einer dunklen Zeit,
- im Krieg, in einer kalten Nacht…

von Soléa P.

Wieder geht sie alleine heim
streift den grauen Mantel ab
möcht nur in ihrer Welt versinken
selbstbestimmt und ganz allein
lebt sie in ihrer Zweiraumwohnung
die bieder und so düster ist …
kein Mensch da, der…

von Soléa P.

Flügellos und doch ich fliege
über alle Weiten hinweg
getragen von Wolken, dem Wind, der Liebe
hinterm Mond mein sicheres Versteck.

Gleite durch die lange Nacht
all meine Sehnsucht treibt mich voran
bis die…

von Monika Laakes

Wünschst du uns
den eisigen Schlaf,
du weißer Fürst
der Kälte.
Im März da setzt
ein Reh ihr Kitz,
und bald darauf
da lammt das Schaf.

Und all die neuen
Erdenwesen,
die werden
in…

von Else Lasker-Schüler

(Hans Adalbert)

Bin so müde.
Alle Nächte trag ich auf dem Rücken
Auch deine Nacht,
Die du so schwer umträumst.

Hast du mich lieb?
Ich blies dir arge Wolken von der Stirn
Und tat ihr blau.

Was…

von Soléa P.

Die Reise endet im weißen Sarg
schlafend fährst du vorbei
blicke dir noch lange nach
es war eine gute Zeit.

Gemächlich der Weg in die Ewigkeit
laufe hinterher
du warst dem Tode längst geweiht
Tage und…

von Lisi Schuur

wenn die Sirenen heulen
duckt sich seine Seele
und legt sich flach
gräbt sich ihr Loch
und wartet
auf den Feind

damals im Schützengraben
heute
wieder und wieder

von Soléa P.

Lauf Kind, lauf
so schnell du kannst
nimm die Beine in die Hand
renne um dein nacktes Leben
keiner wird es dir wiedergeben
wenn vom Schützen du auserwählt bist
löscht er dir dein junges Licht
lauf Kind,…

von Katharina Dotzki

Es sind deine Augen, die mich durchdringen
Und deine Worte, die mich zum Schweigen bringen
Ich bin viel leiser, wenn Du bei mir bist
Und redest du nicht mit mir, so ist es wie Gift
Ich verstehe nicht, wie du das immer…

von Susanna Ka

Die Aggression sitzt hoch bei dir,
im Hals, gleich hinter deiner Freundlichkeit.
Ein winziger Anlass genügt,
und sie bricht hervor
wie ein wütender Stier.
Innerhalb von Sekundenbruchteilen.
Genauso schnell…

von Johanna Blau

Was hab ich mir selbst verbaut,
Durch verfehlte Taten?
Allein wird immer wieder zugeschaut.
Könnte stattdessen jetzt knie-hoch im Liebesglück waten.

Was fehlt, ist nicht die Fülle der Gefühle,
Hab in meinem Garten…

Rezitation:
Johanna Blau, 5.9.2019
von Angélique Duvier

Graue Nebelträume,
stumpfes Erwachen.
In weißschwebende Wolken
blicken und Kummer
schlucken, wie starkbitteren Kaffee.

Lachend den Schmerz verdrängen,
den niemand sehen will.
Tanzen, bis die Füße…

von Mara Krovecs

Wenn alle Hoffnung sich verliert,
wenn tiefstes Herzweh laut vibriert,
die Lichter ausgegangen sind,
werd ich weinen wie ein Kind.
Denn ich bin nicht mehr ich, schweigst du.
In Wintern fang ich Sommerruh,
die…

von Soléa P.

Raunend die Stimmen in seinem Kopf,
er versteht davon kein Wort –
nimmt nur angstmachende Fetzen wahr,
die permanent bedrohen –
sein Nervenkostüm nicht verschonen –
der Wahnsinn beginnt ihn allmählich zu holen.

von Angelika Wessbecher

Ich habe Angst.
Hörst du mich?
Halt mich fest.
Sonst muss ich zerspringen.

von Else Lasker-Schüler

Mit allen duftsüßen Scharlachblumen
Hat er mich gelockt,
Keine Nacht mehr hielt ich es im engen Zimmer aus,
Liebeskrumen stahl ich mir vor seinem Haus
Und sog mein Leben ihn ersehnend aus.
Es weint ein bleicher Engel…

von Soléa P.

Abschied ist ein so schweres Wort
sehe dich vor mir, hoffnungslos und schwach
ein Hauch von Leben … schwebt leise fort
alles an Gefühl ist sensibilisiert, hellwach.

Sauge jeden Moment innig auf
deine schmale Hand,…

von marie mehrfeld

mit der Wucht des
blitzlosen Donners

zurück katapultiert

in die Schwärze
der sprachlosen

Zeit des Nichts

sucht die Nacktheit
deines hilflosen

Schreis

die Nähe
der Liebe des…

von Michael Dahm

Als ich am Rand des Winters stand
und sah, die Welt wird grau,
ich nicht ein grünes Blättlein fand,
vom Himmel fiel das Blau.

Die Sonne ihre Schäfchen nahm
und den Vorhang zog,
von Norden eis'ge Meute…

von Annelie Kelch

Hell klang es gen Mitternacht zu mir her ...
Er, ein schwarzer Sklave, sang Davids Psalm -
kniend - zwischen Stein und Halm,
sang vom Sieg Israels, sang inhaltsschwer,
sang von Zion, hell und – frei.

In jener Stunde…

von * noé *

Die Taube ruft – und bringt ein Stück
Erinnerung zu mir zurück,
als wir noch voller Hoffnung waren,
vor so unendlich vielen Jahren,
aufs Leben uns vorzubereiten
in unwirklich gewordenen Zeiten.

Denn Prüfungen…

von Flora von Bistram

So oft bedecken wir des Lebens Narben,
als könnten wir die Heilung nicht erwarten,
verschämt mit hellen traumgeschönten Farben,
um unser Leiden nur nicht zu verraten -
wie sehr wir auch in tiefster Seele darben-
das…

von Rosemarie Dalkmann

Ich lasse mich
in die Traurigkeit fallen
wie in ein schwarzes Tuch.
Wissend
du wirst mich
mit einem Lächeln
wieder auswickeln

von Clara Schaeder

Schmerzende Worte
Bohren sich ins Fleisch
Öffnen unbekannte Orte
Nennen dir den Preis

Der tiefste Wille
Setzt sich fest
Fügt sich in einsamer Stille
Gibt deinem Körper den Rest

Du wurdest verletzt…

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