Traurigkeit / Schmerz ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Volker Harmgardt

Auge in Auge,
in zärtlicher Berührung
bist du aus unserer Mitte
gegangen.

Auge in Auge
haben wir dich bis zur
Regenbogenbrücke geführt,
an diesem ersten Frühlingstag
im März.

Auge in Auge,…

von Else Lasker-Schüler

(Hans Adalbert)

Bin so müde.
Alle Nächte trag ich auf dem Rücken
Auch deine Nacht,
Die du so schwer umträumst.

Hast du mich lieb?
Ich blies dir arge Wolken von der Stirn
Und tat ihr blau.

Was…

von Else Lasker-Schüler

Mit allen duftsüßen Scharlachblumen
Hat er mich gelockt,
Keine Nacht mehr hielt ich es im engen Zimmer aus,
Liebeskrumen stahl ich mir vor seinem Haus
Und sog mein Leben ihn ersehnend aus.
Es weint ein bleicher Engel…

von * noé *

Wir waren füreinander gemacht
und wir haben uns füreinander entschieden.
Selbst in der krebsdunklen Krankheitsnacht
sind wir ganz eng beieinander geblieben.

Die Sonne hat uns nur kurz beschienen,
sie schaffte es…

von Annelie Kelch

Ich habe den Schlüssel zur Pforte
deines Herzens verloren;
der Riegel lässt sich nicht öffnen …
Eine Sprengung kommt nicht in Frage

Du hast aus Beton eine Mauer
zwischen uns gezogen
Ich mache dir keinen…

von Charlotte von Ahlefeld

Was ist wahre Einsamkeit?
Sind wir einsam, wenn das Leben
Rings von Stille ist umgeben?
Wenn die rege Fantasie
Uns in schaffender Magie
Neu beseelt mit süssem Streben
Bilder der Vergangenheit? -
Ist das…

von Michael Dahm

Als ich am Rand des Winters stand
und sah, die Welt wird grau,
ich nicht ein grünes Blättlein fand,
vom Himmel fiel das Blau.

Die Sonne ihre Schäfchen nahm
und den Vorhang zog,
von Norden eis'ge Meute…

von Soléa P.

Flügellos und doch ich fliege
über alle Weiten hinweg
getragen von Wolken, dem Wind, der Liebe
hinterm Mond mein sicheres Versteck.

Gleite durch die lange Nacht
all meine Sehnsucht treibt mich voran
bis die…

von Lisi Schuur

wenn die Sirenen heulen
duckt sich seine Seele
und legt sich flach
gräbt sich ihr Loch
und wartet
auf den Feind

damals im Schützengraben
heute
wieder und wieder

von Sigrid Hartmann

Wo ist sie hin – die unbeschwerte Freude
Wo ist das Lachen, das mir einst gelang
In graue Ferne sah ich sie entschwinden
Nun ist das Herz aus Stein und mir ist bang

Kann mich erfreuen nicht an kleinen Dingen
Und…

von Soléa P.

Regen prasselt auf blinde Scheiben
angebranntes Essen verkrustet im Topf
die Katze tut wildernd sich herumtreiben
er, aus Verzweiflung, sich wieder besoff.

Alleine ist der Mann schon viel zu lange
Kinder aus dem…

von Soléa P.

Verzweifelt schlägt das Herz
zuckt unruhig in der Brust
kriege kaum noch Luft
wenn ich an sie denke …
seh wie sie zappelt und sich krallt
an ihr Leben an den Halm
der viel zu schnell zu faulen scheint

von Willi Grigor

In deinem Land, in deiner Stadt
hast du das Glück gespürt.
Man es von dir genommen hat,
man dich von dort vertrieb.

Du hast mich auf die Welt gebracht
in einer dunklen Zeit,
- im Krieg, in einer kalten Nacht…

von marie mehrfeld

mit der Wucht des
blitzlosen Donners

zurück katapultiert

in die Schwärze
der sprachlosen

Zeit des Nichts

sucht die Nacktheit
deines hilflosen

Schreis

die Nähe
der Liebe des…

von Annelie Kelch

Hell klang es gen Mitternacht zu mir her ...
Er, ein schwarzer Sklave, sang Davids Psalm -
kniend - zwischen Stein und Halm,
sang vom Sieg Israels, sang inhaltsschwer,
sang von Zion, hell und – frei.

In jener Stunde…

von Mara Krovecs

Wenn alle Hoffnung sich verliert,
wenn tiefstes Herzweh laut vibriert,
die Lichter ausgegangen sind,
werd ich weinen wie ein Kind.
Denn ich bin nicht mehr ich, schweigst du.
In Wintern fang ich Sommerruh,
die…

von Soléa P.

Abschied ist ein so schweres Wort
sehe dich vor mir, hoffnungslos und schwach
ein Hauch von Leben … schwebt leise fort
alles an Gefühl ist sensibilisiert, hellwach.

Sauge jeden Moment innig auf
deine schmale Hand,…

von Soléa P.

Die Reise endet im weißen Sarg
schlafend fährst du vorbei
blicke dir noch lange nach
es war eine gute Zeit.

Gemächlich der Weg in die Ewigkeit
laufe hinterher
du warst dem Tode längst geweiht
Tage und…

von Angélique Duvier

Graue Nebelträume,
stumpfes Erwachen.
In weißschwebende Wolken
blicken und Kummer
schlucken, wie starkbitteren Kaffee.

Lachend den Schmerz verdrängen,
den niemand sehen will.
Tanzen, bis die Füße…

von Soléa P.

Funzeliges Licht in meinem Zimmer
bin allein, schaue in die Zukunft hinaus
Gedanken sind schwer, fröstle wie im Winter
vor dem was ich sehe, es mir mächtig graust.

Denke an Dich und tiefes Glück
an Liebe die Du mir…

von Susan Melville

Meine Flügel habe ich längst abgelegt,
Laub vergangener Gefühle weggefegt.
Ich will nicht mehr länger ein Engel sein,
das Leben war zu oft hart und gemein.

Frei von Zwängen und jeden Pflichten,
werd mich nun nach…

von J.W. Waldeck

keine Tränen!
die Welt ist voll davon
nichts hält mich auf warmen Federn
kein Sehnen!
die Welt ist davon krank

kein Mitleid mit Schmerzen
ich schwimme in ihrem Leben
kein Wort der Gnade
stille…

von Mara Krovecs

Fünfundzwanzig Kilometer
Regenlichter – Abendschein
mein Mund müde
in den Winterresten.

dabei fielen doch die flocken
über schlitterbahnen und uns`re köpfe
dabei lachtest du – mit uns
im haus wartete…

von J.W. Waldeck

die Brautschleier der Einsamkeit
das Meer der Weisheit
der Same der Reinheit
die tröstende Milch zarter Nebel
wo ihr lichter Sternenschritt
spurlos als endloser Schmerz verblasst
welcher durch's Fleisch den…

von Flora von Bistram

Wir wollten unsre Wolkenträume
der Sonne auf die Strahlen schreiben
und durch des Meeresschaumes Kronen
bei Vollmond in den Wellen treiben.

Wir wollten uns aus Lust und Liebe
den Leuchtturm wind- und sturmfest bauen…

von Anouk Ferez

Himmelsschlachtfeld, die Posaune schrillt,
malst mir mit schwarzem Licht ein Bild,
und Blut ist Bodensatz im Farbentopf.

Raues Flüstern, das den Schrei verzehrt,
hat meinen Tross die Flucht gelehrt
in Landen wo kein…

von Johanna Blau

Bin verwirrt ohne Zäune,
Bin verdammt, wie gehäutet.
Sehne mich nach Wolkenschlössern,
Nach Wesen ohne Räume.

Und wenn ich denke,
Vergess ich, wer ich bin.
Nur klar zu werden
Ohne Zugewinn.

Eins…

Rezitation:
© Johanna Blau
von Soléa P.

Schmerz warum schießt du wie ein Pfeil in meine Seele
der Tod vor mir lag und ich ihn doch nicht sehe.
Ein Tarnhemd hatte er über sich gezogen
doch die Endgültigkeit fand ihn, ist mit ihm weit weg geflogen.

Fast…

von Annelie Kelch

Sonnenschein – er streift durch Wiesen und durch Weiden:
goldenen Fußes und mit strahlend sanftem Blick.
Schaut fast aus, als wolle er mich heute meiden,
traurig ziehe ich mich in den dunklen Wald zurück.

Wiegt sich dort…

von Anouk Ferez

Ihr Lied ist hinter goldenen Gittern
verstummt. Und jenes Flügelschlagen
aus vergangenen Liebestagen
gelähmt. Was bleibt ist nur ein Zittern.

So streckt sie sehnend, hungernd ihre Kehle
gen ›Jenseits-Gittern‹, raus…

von Susan Melville

Sag mir, wohin dein Weg dich führt,
wenn deine Seele nichts mehr spürt.
Wenn dein Herz langsam gefriert,
weil du alles verlierst.

Sag mir, wie lange wird der Weg sein,
den du nun gehst für dich allein.
Wenn…

von Soléa P.

Die Dämmerung graut, die Luft ist kalt
ein rauer Wind weht ins Gesicht
der Weg führt übers Feld zum Wald
durch weinende Augen verschwimmt alle Sicht.

Ein schmaler Pfad windet sich durchs Geäst
seh in der Ferne…

von Anouk Ferez

Unser Märchen – es liegt noch auf deinen Lippen,
wispert mir von ›einst‹, erzählt von ›bald‹,
drauf erklimm ich leis den Bogen deiner Rippen:
Herzwärts – heimwärts. Bis dein Atem in mir schallt.
Eva ist aus Adams Fleisch…

von Angélique Duvier

Mir ist, als wäre es gestern gewesen,
dass ich in deine Augen sah,
deine letzten Briefe gelesen,
darin las, was dir einst geschah.
Du hast so viel gegeben
und nicht nur Freuden erlebt,

wolltest stets das Gute…

von Sarah S.

Mal wieder die Beste
Lob über Lob
Tolle Leistung, super Arbeit
Freude - Für sie

Doch etwas anderes erfüllt den Raum
Ein Flüstern
Eine düstere Wolke
Neid
Scham - Für sie

Aber auch Fragen…

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