Traurigkeit / Schmerz ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Volker Harmgardt
von Ella Sander
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von Volker Harmgardt

Auge in Auge,
in zärtlicher Berührung
bist du aus unserer Mitte
gegangen.

Auge in Auge
haben wir dich bis zur
Regenbogenbrücke geführt,
an diesem ersten Frühlingstag
im März.

Auge in Auge,…

von Ella Sander

nebelwolken nachtgedanken
mondgetriebne geistgestalten
seelenspiegel augenglanz
leergelaufner traumestanz

spitzgeschliffne steineshaufen
wanderstiefel wundgelaufen
augenränder rotgefunkel
lichtverlornes…

von * noé *

Wir waren füreinander gemacht
und wir haben uns füreinander entschieden.
Selbst in der krebsdunklen Krankheitsnacht
sind wir ganz eng beieinander geblieben.

Die Sonne hat uns nur kurz beschienen,
sie schaffte es…

von Axel C. Englert

Herr Doktor! Es ist kaum zu sagen:
Grün und blau bin ich! Geschlagen ...
ICH?! Bin eine WURZEL! Klar!
Gestern war ich schon einmal da ...

Ich war auch bei der Polizei,
Doch hatten die kein Auto frei ...
Warum…

von Annelie Kelch

Ich habe den Schlüssel zur Pforte
deines Herzens verloren;
der Riegel lässt sich nicht öffnen …
Eine Sprengung kommt nicht in Frage

Du hast aus Beton eine Mauer
zwischen uns gezogen
Ich mache dir keinen…

von Angélique Duvier

Es wurde Schmerz zugefügt,
gewollt oder ungewollt.
Durch unüberlegtes Handeln,
oder durch Gleichgültigkeit.

Ein Wort nur, eine Tat,
einfach so, mal eben, ganz nebenbei,
man kann es weder zurücknehmen,

von Sigrid Hartmann

Wo ist sie hin – die unbeschwerte Freude
Wo ist das Lachen, das mir einst gelang
In graue Ferne sah ich sie entschwinden
Nun ist das Herz aus Stein und mir ist bang

Kann mich erfreuen nicht an kleinen Dingen
Und…

von Willi Grigor

In deinem Land, in deiner Stadt
hast du das Glück gespürt.
Man es von dir genommen hat,
man dich von dort vertrieb.

Du hast mich auf die Welt gebracht
in einer dunklen Zeit,
- im Krieg, in einer kalten Nacht…

von Soléa P.

Lauf Kind, lauf
so schnell du kannst
nimm die Beine in die Hand
renne um dein nacktes Leben
keiner wird es dir wiedergeben
wenn vom Schützen du auserwählt bist
löscht er dir dein junges Licht
lauf Kind,…

von Soléa P.

Wieder geht sie alleine heim
streift den grauen Mantel ab
möcht nur in ihrer Welt versinken
selbstbestimmt und ganz allein
lebt sie in ihrer Zweiraumwohnung
die bieder und so düster ist …
kein Mensch da, der…

von Soléa P.

Regen prasselt auf blinde Scheiben
angebranntes Essen, verkrustet im Topf
die Katze tut wildernd sich herumtreiben
er, aus Verzweiflung, sich wieder besoff.

Alleine ist er schon viel zu lange
die Kinder aus dem…

von Else Lasker-Schüler

(Hans Adalbert)

Bin so müde.
Alle Nächte trag ich auf dem Rücken
Auch deine Nacht,
Die du so schwer umträumst.

Hast du mich lieb?
Ich blies dir arge Wolken von der Stirn
Und tat ihr blau.

Was…

von marie mehrfeld

mit der Wucht des
blitzlosen Donners

zurück katapultiert

in die Schwärze
der sprachlosen

Zeit des Nichts

sucht die Nacktheit
deines hilflosen

Schreis

die Nähe
der Liebe des…

von Lisi Schuur

wenn die Sirenen heulen
duckt sich seine Seele
und legt sich flach
gräbt sich ihr Loch
und wartet
auf den Feind

damals im Schützengraben
heute
wieder und wieder

von Soléa P.

Die Reise endet im weißen Sarg
schlafend fährst du vorbei
blicke dir noch lange nach
es war eine gute Zeit.

Gemächlich der Weg in die Ewigkeit
laufe hinterher
du warst dem Tode längst geweiht
Tage und…

von Michael Dahm

Als ich am Rand des Winters stand
und sah, die Welt wird grau,
ich nicht ein grünes Blättlein fand,
vom Himmel fiel das Blau.

Die Sonne ihre Schäfchen nahm
und den Vorhang zog,
von Norden eis'ge Meute…

von Susanna Ka

Die Aggression sitzt hoch bei dir,
im Hals, gleich hinter deiner Freundlichkeit.
Ein winziger Anlass genügt,
und sie bricht hervor
wie ein wütender Stier.
Innerhalb von Sekundenbruchteilen.
Genauso schnell…

von Monika Laakes

Wünschst du uns
den eisigen Schlaf,
du weißer Fürst
der Kälte.
Im März da setzt
ein Reh ihr Kitz,
und bald darauf
da lammt das Schaf.

Und all die neuen
Erdenwesen,
die werden
in…

von Katharina Dotzki

Es sind deine Augen, die mich durchdringen
Und deine Worte, die mich zum Schweigen bringen
Ich bin viel leiser, wenn Du bei mir bist
Und redest du nicht mit mir, so ist es wie Gift
Ich verstehe nicht, wie du das immer…

von Mara Krovecs

Wenn alle Hoffnung sich verliert,
wenn tiefstes Herzweh laut vibriert,
die Lichter ausgegangen sind,
werd ich weinen wie ein Kind.
Denn ich bin nicht mehr ich, schweigst du.
In Wintern fang ich Sommerruh,
die…

von Soléa P.

Raunend die Stimmen in seinem Kopf,
er versteht davon kein Wort –
nimmt nur angstmachende Fetzen wahr,
die permanent bedrohen –
sein Nervenkostüm nicht verschonen –
der Wahnsinn beginnt ihn zu holen.

Von…

von Soléa P.

Flügellos und doch ich fliege
über alle Weiten hinweg
getragen von Wolken, dem Wind, der Liebe
hinterm Mond mein sicheres Versteck.

Gleite durch die lange Nacht
all meine Sehnsucht treibt mich voran
bis die…

von Angélique Duvier

Graue Nebelträume,
stumpfes Erwachen.
In weißschwebende Wolken
blicken und Kummer
schlucken, wie starkbitteren Kaffee.

Lachend den Schmerz verdrängen,
den niemand sehen will.
Tanzen, bis die Füße…

von * noé *

Lang schon hatten die Engel geweint
um die verletzten kleinen Seelen,
und das Böse hat sich fröhlich vergnügt
in dem mitleidsvollen Tränennass,
mit seinen unendlich vielen Helfern:
So reiche Ernte und so viel Spaß!…

von Soléa P.

Abschied ist ein so schweres Wort
sehe dich vor mir, hoffnungslos und schwach
ein Hauch von Leben … schwebt leise fort
alles an Gefühl ist sensibilisiert, hellwach.

Sauge jeden Moment innig auf
deine schmale Hand,…

von Annelie Kelch

Hell klang es gen Mitternacht zu mir her ...
Er, ein schwarzer Sklave, sang Davids Psalm -
kniend - zwischen Stein und Halm,
sang vom Sieg Israels, sang inhaltsschwer,
sang von Zion, hell und – frei.

In jener Stunde…

von Flora von Bistram

So oft bedecken wir des Lebens Narben,
als könnten wir die Heilung nicht erwarten,
verschämt mit hellen traumgeschönten Farben,
um unser Leiden nur nicht zu verraten -
wie sehr wir auch in tiefster Seele darben-
das…

von Else Lasker-Schüler

Mit allen duftsüßen Scharlachblumen
Hat er mich gelockt,
Keine Nacht mehr hielt ich es im engen Zimmer aus,
Liebeskrumen stahl ich mir vor seinem Haus
Und sog mein Leben ihn ersehnend aus.
Es weint ein bleicher Engel…

von Clara Schaeder

Schmerzende Worte
Bohren sich ins Fleisch
Öffnen unbekannte Orte
Nennen dir den Preis

Der tiefste Wille
Setzt sich fest
Fügt sich in einsamer Stille
Gibt deinem Körper den Rest

Du wurdest verletzt…

von Soléa P.

Funzeliges Licht in meinem Zimmer
bin allein, schaue in die Zukunft hinaus
Gedanken sind schwer, fröstle wie im Winter
vor dem was ich sehe, es mir mächtig graust.

Denke an Dich und tiefes Glück
an Liebe die Du mir…

von Annelie Kelch

Sonnenschein – er streift durch Wiesen und durch Weiden:
goldenen Fußes und mit strahlend sanftem Blick.
Schaut fast aus, als wolle er mich heute meiden,
traurig ziehe ich mich in den dunklen Wald zurück.

Wiegt sich dort…

von Flora von Bistram

Wir wollten unsre Wolkenträume
der Sonne auf die Strahlen schreiben
und durch des Meeresschaumes Kronen
bei Vollmond in den Wellen treiben.

Wir wollten uns aus Lust und Liebe
den Leuchtturm wind- und sturmfest bauen…

von Rosemarie Dalkmann

Ich lasse mich
in die Traurigkeit fallen
wie in ein schwarzes Tuch.
Wissend
du wirst mich
mit einem Lächeln
wieder auswickeln

von Soléa P.

Verzweifelt schlägt das Herz
zuckt unruhig in der Brust
kriege kaum noch Luft
wenn ich an sie denke …
seh wie sie zappelt und sich krallt
an ihr Leben an den Halm
der viel zu schnell zu faulen scheint

von Rosemarie Dalkmann

Alle Wege sind verlassen
Nasses Laub deckt alle Sommer zu
Schritte gehen im Kreis
Wie die Gedanken
Nicht enden wollend
Ruhelos

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