Woran ich denk

von * noé *
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Wir waren füreinander gemacht
und wir haben uns füreinander entschieden.
Selbst in der krebsdunklen Krankheitsnacht
sind wir ganz eng beieinander geblieben.

Die Sonne hat uns nur kurz beschienen,
sie schaffte es knapp übern Horizont.
Wir sahen die Sterne und zogen mit ihnen,
beide waren wir Sonnenlicht nicht gewohnt.

Wie kalt war der Tag, so nass und so grau,
als die Libelle ans Fenster kam ...
Da war ich nur kurz noch deine Frau,
weil sie dich damals schon mit sich nahm.

„Möchtest du noch etwas?", fragte ich zärtlich,
und du machtest mir dein schönstes Geschenk:
Du lächeltest breit und sagtest: „Ja. Dich."
Das ist es, woran ich am liebsten denk.

Der Schleifstein der Zeit hat die Ecken gerundet,
dennoch liegt er mir manchmal schwer im Gemüt.
Du hast deine Liebe zu mir bekundet.
Ich wünsche mir sehr, dass die Sonne das sieht ...

noé/2017

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Kommentare

22. Mär 2017

Noe, falls dies " Deine" Geschichte ist, so geht sie sehr zu Herzen.

LG und alles Gute Dir
wünscht Ekki

22. Mär 2017

Die Sonne sieht es ... dein Gedicht hat mich berührt.
Liebe Grüße, Marie

22. Mär 2017

Ich denke: Ihr habt eine eigene Sonne geboren und Du trägst sie in dir .

Herzliche Grüße
Eva

22. Mär 2017

Ihr seid so lieb, liebe Kommentatoren alle! Dankeschön auch an die "Liker".

22. Mär 2017

Liebe Noé, dein Gedicht ist wunderschön in all seiner Traurigkeit. Ich habe ein Gedicht im Ohr, dass ich selbst einmal auswendig lernen musste, von dem ich die letzten Zeilen im Ohr habe. Willkommen und Abschied, so hieß es, wenn ich mich nicht irre:
"Welch ein Glück, geliebt zu werden, Und lieben, Götter, welch ein Glück!" (oder so ähnlich)
Liebe Noé, daran musste ich denken als ich Dein Gedicht las. Es ist immer ein Geschenk, eine solche Liebe. Wie furchtbar wenn etwas die Liebenden trennt. Aber dennoch: die Liebe bleibt. Dessen bin ich fest überzeugt. Wahre Liebe stirbt nie. Dir alles alles Gute, wünscht
Anouk

22. Mär 2017

Danke Anouk, ich bin auch froh um die Zeit, die wir HATTEN.