Der Paradiesgarten

von Alf Glocker
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Ich wandere durch Filmsequenzen,
die, aus Gottesfantasie,
Marken und Fanale setzen –
doch mir fehlt die Euphorie!

So betäubt bin ich gewesen,
als die Sinne bei mir waren –
jetzt bin ich davon „genesen“,
bin mir selber ganz im Klaren:

daß ich eine Rolle spiele,
daß ich gar kein Recht mehr habe!
Meine, das sind keine Ziele –
wahllos, wie ich vorwärts trabe!

Irgendwas wird mich erwarten…!
Irgendwer wird mich begleiten…?
„Paradies“ nennt sich der Garten,
um den sie hier wohl alle streiten!

©Alf Glocker

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Kommentare

17. Dez 2014

Beim Rollen – Spiel, im Paradies –
Droht (natürlich) wieder Knies…
LG Axel

17. Dez 2014

Ein wundervolles Gedicht,es spricht mich als Schauspielerin besonders an!
Liebe Grüße,
Angélique

17. Dez 2014

Und wenn wir tausend Rollen spielen, wir uns immer wohl drin fühlen?
Tolle Zeilen! LG Yvonne

17. Dez 2014

Lieber Alf, du glaubst ja gar nicht, wie oft ich denke:" Ich glaub', ich bin im falschen Film!" ... ;)
Das Gedicht hast du ganz toll geschrieben! Eine wichtige Kleinigkeit wünsche ich dir aber - dass du sagen kannst: Meine, das sind KLEINE Ziele (– besser als keine ...)
Viele Grüße, Cori

18. Dez 2014

Auch vor uns selber spiel'n wir Rollen, / nur: manchmal stimmt das Drehbuch nicht / und was die ander'n von uns wollen, / malt uns ein anderes Gesicht ... / Sich treu zu bleiben, das ist wichtig. / Dann spielt man "seine Rolle" richtig. /// (Vertrauen in den Regisseur - / DAS macht das Rollenspiel so schwer ...)

18. Dez 2014

Ich danke Euch allen!
Allerdings möchte ich noch anmerken: Meine Ziele sind eigentlich große Ziele , denn wie so mancher möchte ich "Welt retten" ... Harharrharharrararararr!
Aber eine "Höhere Instanz" sieht das glaube ich völlig anders ;-)
Deshalb "keine"

LG Alf

18. Dez 2014

Weißt Du denn, wie viel Du schon "angestoßen" hast? (ich meine nicht, wie sehr Du schon angestoßen bist ...;o)) Du solltest das sehen wie ein Forstwirt: Auch da kann man einen "Ertrag" erst nach Generationen messen ...

23. Dez 2014

…jetzt komm ich auch noch daher mit Weisheiten, die ausgewalzt längst herumliegen. Ich denke beim Lesen an Don Quichote, an Michael Kohlhaas und ich bewundere dich ob deiner nicht ermüdenden Kraft. - Georg Schramm tritt nicht mehr öffentlich auf. Das hat mir einen Stich gegeben, weil er eines der Leuchtfeuer im Meer der sog. Kabarettisten war und bleibt. - Corinna und Noe liegen aber nicht falsch: kleine Ziele sind besser als keine. Doch was auch immer dich bewegt; ich ziehe den Hut. – LG Hans (inkl. Weihnachtsgruß)