Frühjahrstreiben

von Alf Glocker
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Alles um uns schmilzt und taut!
Und alles wird bald wieder blühen -
sogar die Gänse kriegen Haut,
in meinen Gliedern ist ein Ziehen,
das nur jeden Frühling kommt...
und zwar ausgesprochen prompt!

Und die Wünsche werden laut:
ich will mich an dir verbrühen –
so hast du mich aufgebaut!
Siehst du mich da vor dir knien,
wo mir das doch gar nicht frommt?
Steiler Zahn, bist du verplombt?

Komm mit mir ins warme Nest,
lassen wir uns Früchte schmecken,
die man sich so schmecken lässt
wenn uns laue Lüfte wecken,
aus dem langen Winterschlaf –
wofür sind wir viel zu brav?

Los, feiern wir ein Liebesfest,
wo wir nichts von uns verstecken!
Wir geben uns den süßen Rest –
Ja, im Tollen, Wälzen, Schlecken.
Jeder von uns ist ein Schaf,
das auf wen im Wolfspelz traf!

Denn ganz wild sind die Gefühle,
die uns überfrauen- mannen.
Unbekannt sind ihre Ziele,
die die kalten Tage bannen
und uns heiße Stunden bringen.
Tanzen will ich, du sollst singen!

Aufgedonnert ist der Wille,
Honigmet fließt, wie aus Kannen,
wir sind, in der lauten Stille,
angespornt nur abzusahnen,
weil wir lustvoll uns durchdringen
uns auf, zu Horizonten schwingen.

©Alf Glocker

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Kommentare

04. Feb 2015

Hab' grad an Winter mich gewöhnt!
(Doch dies Gedicht - es schön VERSöhnt...)
LG Axel

05. Feb 2015

Klingt gut! (zwinker)
... meine Stimmlage ist übrigens Sopran ...

07. Feb 2015

Na das wäre doch mal ne "Anmache"... nix da, von wegen: "Hast mal Feuer?" ... ;o)))
LG Yvonne

07. Feb 2015

ähem ja...schon...wenn man sich traut...
LG Alf