Kannibalen

von Alf Glocker
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Eine mächtig dunkle Wolke zieht
hinterm Horizont herauf.
Ich ahne, was mit mir geschieht
und schreibe meinen Lebenslauf.

Die Bilanz sieht nüchtern aus:
Ich habe mich halt angestrengt!
Mein Lebenswerk: ein Kartenhaus.
Ich bin jetzt, nach wie vor, bedrängt.

Ich hab getan was möglich war,
das jeden Tag – jahraus, jahrein!
Im Spiegel steht ein Bild: der Narr –
er wollte stets nur glücklich sein.

Was alle Welt indes vollführte,
gab ihm den Grund, mal kurz zu lachen.
Er ging nur Pfade, die er spürte:
bescheidnes Glück zum Selbermachen.

Die Wolke rückt jetzt bald heran,
ich schüttle nur noch meinen Kopf.
Man sagt mir frech: Jetzt bist du dran –
so wehr dich nicht – spring in den Topf!

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Kommentare

29. Mär 2017

Es wird doch täglich alles besser!
Gar schärfer werden alle Messer ...

LG Axel

29. Mär 2017

es fährt mir ins Gebein
denke,es darf nicht sein
es sträubt sich jedes Haar
ahne,ja es ist wahr
es stockt mein gutes Blut
bete,dass alles wird gut
ulli