gefallene Träume, gefallene Engel

von Petra M. Jansen
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Gefallene Träume, gefallene Engel

einst Halt, einst Illusion
einst Wunsch, einst Traum
haltlos zerfallen in der Echtheit
zersplittert an dem harten Kern der Welt
zerborsten an den Pfosten der Regeln
gelebt, geträumt, versäumt

verloren in der Weite und im Über-all
niedergelegt die Antriebssporen
gemaßregelt durch die Banalität der Dinge
erwürgt, erstickt von der Normalitätenschlange
verloren, zerklüftet, gestorben

engelsgleich in der Vision des Geistes
Himmelstore öffneten sich unendlich weit
kein dunkles Wölkchen weit und breit
herrliche, freie, offene Inspiration
Leidenschaft, Freude, Temperament

einhüllende Freizügigkeit, pure Lebendigkeit
Engel haben sich erhoben, sind empor geflogen
Gegenwind bremste ihren Flug
Sturmwolken, Blitz und Donner, es hagelte
aufgegeben, dem Wind erlegen, von einer Bö´ erfasst

Engel müssen fliegen, müssen lieben
Engel müssen küssen, dürfen nicht müssen müssen
eingefangen und in Gefangenschaft –
Banales, Regeln, Neid hat sie dahingerafft
verborgen, traurig, leer -
Engel ohne Flügel

Urheber: © Petra M. Jansen

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Veröffentlicht / Quelle: 
BLACK POETRY magie & mystic
Image: Petra M. Jansen

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Gedicht "Denken", Petra M. Jansen

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Kommentare

19. Jan 2015

DAS Gedicht - macht wirklich Sinn!
(Obwohl ich gefall'ner Englert bin...)
LG Axel

19. Jan 2015

das tut mir leid, vielen Dank, lieber Axel!

21. Jan 2015

Endlosigkeit, Fassungslosigkeit, erschüttert von dem Gegenwind
sitze ich hier vor deinem Kreuze, oh Herr.
Halte die Splitter meiner Träume in den Händen,
graben sich tief in mein Fleisch.
Einst euphorisch erstickt das Tuch der Nacht mein Licht.
Gebrochene Flügel; Blut besudelt voller Schmerz.
Wann tut sich die Erde unter mir auf?

Toll geschrieben. Ich habs vor Augen gesehen; die Melodie im Kopfe gehabt.

Liebe Grüße von Giulia

21. Jan 2015

feine Antwort, das gefällt mir! Es sind die Melodien der wunderschönen Poesie, die uns begleiten,
liebe Grüße an Dich!

15. Apr 2016

Beeindruckend !

LG, Susanna