Mein nordisches Ich

von * noé *
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Landeinwärts der Wind
pustet kräftig von Nord,
wenn er Drückendes find’t,
bläst er’s einfach mit fort.
Er lüftet gut durch
und macht die Welt wieder frisch.

Der Möwen Geschrei,
das ließ er mir da,
es war immer dabei,
wenn zuhause ich war.
Ihr kreischendes Rufen
fehlt, wo ich bin, unendlich.

Mächtige Wellenfront
seh' ich anrollen
vom dunklen Horizont
mit drohendem Grollen.
Ihr gewaltiges Dröhnen
erschauert mich innerlich.

Schaumfetzen fliegen
mit der Gischt,
Sand knistert gediegen,
wenn die Welle erlischt.
In dieser Weite
erhebt sich mein nordisches Ich...

© noé/2014 Alle Rechte bei der Autorin.

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Interne Verweise

Kommentare

25. Feb 2015

Machtvolle Worte, gewaltige Bilder!
(Bei uns im Süden ist es ja milder...)
LG Axel

26. Feb 2015

Dein "nordisches Ich" ist sehr gelungen! Da wäre ich gespannt auf dein "südliches Ich" (oder eines davon?...Falls es das nicht schon gibt - bin zur Zeit nicht "up to date").
Liebe Grüße,
Cori

26. Feb 2015

Gibt es schon, Cori, sind aber deutlich länger...
Danke!
Dieses würde ich dann im März auch lesen, WENN Gedichte. Außerdem noch "Möwen".

26. Feb 2015

Was man hat meldet sich, es drängt und sollte gelassen werden. Salzige Rauheit . . .in passende Form gebracht.

LG Ralf

26. Feb 2015

...also salzig und rau...?
(Oh Mann, mir fehlt das "h" am Ende vom "rau" -
Sch.... Schreibreform!)
Danke für Deine Zeilen, Ralf!

04. Okt 2015

Liebe Noe,
heut fand ich dies im Zufallsgedicht ... es ist wie immer deine Zeilen ... ein wahrhaftig feines Licht! Danke! LG!