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ROSTIGES SCHWEINEGLÜCK

Bild von ffolcus
Bibliothek

oder: Eins greift ins Andere

Das Eisen ward verzehrt vom Rost,
drum strich man’s an mit Mennig‘.
Die Rostbratwurst ward Menschenkost,
aus Kupfer ward der Pfennig.

Zum Sparen warf den Pfennig klein -
damit er unter Brüdern -
man in ein Sparschweinchen hinein,
anstatt ihn zu verschlüdern.

Den Pfennig gibt’s schon lang nicht mehr,
Metall wuchs an im Werte,
zum Schweinchen war der Mensch nicht fair:
als Rostwurst er’s verzehrte.

Die Fairness unter Menschen sank
in gleichen Schweinsgaloppen:
statt dass man in den Arm sich sank,
galt’s nur noch, sich zu kloppen.

Der Mensch als seines Glückes Schmied?
Ach, Glück ist kaum zu schmieden!
Auch Glückspfennig und Glücksschwein sieht
man bald nicht mehr hienieden...

vcj

Interne Verweise

Kommentare

07. Jun 2015

Manches Schwein scheint wirklich arm!
Und landet (ohne Charme) im Darm…

LG Axel

17. Nov 2015

Wer das Zentlein nicht ehrt,
ist des Euros nicht wert.

Im Kühlschrank schlummern in den Döschen
die wohlbekannten Euroklößchen,
die schätzt der Brave und der Schurk'
bis in die Euro Brandenburg.
Der Eurograf, den Schwindel witternd,
stößt Schreie aus, euroerschütternd.