21 Rosen vom anderen

von Tilly Boesche-Zacharow
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Gebilde aus Seide und Samt?
Rot wie Blut,
zauberhaft geformt.
Oh nein, keine Kunst -
Natur, wie sie kommt und geht,
die sterben muß.
Wie gut, daß sie es kann,
Privileg des Lebens.
Kunst ist verdammt zu bleiben,
wächsern zu werden und kalt.

Ich streichle die Rosen,
ich atme den Duft,
der mich verzaubert.
Die Dornen bergen sich - im Blattwerk.
Wer schickte sie, diese Blüten?
Einer, der mich verehrt.
Ist das nicht Seligkeit?

Ich schrecke auf und bin froh,
daß die Rosen sterben müssen;
bald schon und nicht ewig bleiben.
Denn immer, wenn ich sie sehe,
müßte ich fragen:
Warum sind sie nicht von dem,
den ich liebe?

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