Bange Frage

von Tilly Boesche-Zacharow
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In mir zittert, was erbittert:
Dein Versprechen, wirst du's brechen,
das für's Leben wurd gegeben?
Hör mein Flehen! Wirst du gehen,
mich zu nebeln, mich zu knebeln?

Ach, in England gibts nicht Engel,
und auf ihrem Stengel
wachsen Blumen, grad wie hier:
Bleib bei mir!

Soll ich dämpfen, muß ich kämpfen,
dich zu zügeln vor den Hügeln.
Deine Tante löst Bekannte.
Wirds gelingen, mich zu zwingen?

Ach, in England gibt es Nebel,
Vögel haben ihre Schnäbel,
singen grade so wie hier:
Bleib bei mir!

Ach, probieren und studieren
muß nicht führen
zu den Zielen und den Spielen,
zu Gedanken, die dich schwanken
und dich taumeln ließen,
ob es recht sei, zu genießen,
was geboten, - um zu loten,
was wohl riefe - aus der Tiefe.

Ach, in Englands antiquierten,
wohlbestallten und geführten
Läden voller altem Plunder -
Nähm' es wunder? -
Vieles fänd'st du sicherlich
so wie hier - doch nicht mich!
Bleib bei mir!

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