Die Seele des Staates 158

von Alf Glocker
Mitglied

(Räuber und Gendarm)

Die Polizei ist einfach ein Hindernis – wenngleich man zugeben muss, daß sie manchmal gut zu gebrauchen ist. Immerhin besteht sie nicht aus Individuen, die, in erster Linie, ihrem Gewissen verpflichtet sind, sondern aus Befehlsempfängern, sprich „Arbeitnehmern“, denen die Entlassung droht, sofern sie sich nicht als Kooperativ erweisen.

Der „Polizei“, als Organ, wird es nichts nützen, wenn sie vorwiegend aus sympathischen, gutaussehenden, gut ausgebildeten und klugen Leuten besteht. Viel wichtiger ist doch, wer sich anmaßt, diese klugen, gut ausgebildeten und gutaussehenden, sympathischen beamten zu lenken. Und ob der/die dann ein Gewissen hat, oder sich ein solches leisten kann, ist die zweite Frage!

Was wäre denn, wenn der alleroberste Dienstherr/die alleroberste Dienstherrin, in den Diensten fremder Mächte stünde, wenn er/sie kein Gewissen hätte, und/oder von bösen Absichten angetrieben wäre? Ob dieser oberste Dienstherr/die oberste Dienstherrin, als böse ansähe, wäre dabei zweitrangig.

Es genügte völlig, wenn er/sie, seinen/ihren Schwur gebrochen hätte und eben nichts Gutes, dem Volke gegenüber, im Schilde führte. Dann würde plötzlich der Räuber zum Gendarm, der Terrorist zur Ordnungsmacht und der Ordnungshüter, vor dem Gewissen, zum Straftäter. Der gemeine Polizist muss eben, nüchtern betrachtet, nicht nur wider das Verbrechen einschreiten, sondern auch dafür, nicht einschreiten!

Das kommt ganz auf die Befehlslage an! Und Befehl ist immerhin Befehl – das ist amtlich! Wenn also befohlen würde, daß Opfern keine Hilfe zu leisten ist, weil diese nicht im Interesse des obersten Dienstherrn/der obersten Dienstherrin ist, dann ist dem strikt Folge zu leisten!

Da können sich auch die sympathischsten, bestaussehendsten, ausgezeichnet ausgebildeten und klügsten Polizisten, nicht dagegen auflehnen. Sie sind und bleiben Befehlsempfänger und sie sind eben keinem höheren Prinzip, sondern ausschließlich ihrem allerobersten Dienstherrn/ihrer allerobersten Dienstherrin verpflichtet. Da beißt die Maus nicht das dickste Schiffstau ab! Dienst ist Dienst, und was den Schnaps angeht, das ist Sache der Räuberbanden!

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