Wer hat schon mal, wer will noch nicht?!

von Alf Glocker
Mitglied

„Schicksale, schöne, zweifelhafte Schicksale – wer will noch nicht, wer hat schon mal?“ Der Erzflegel Schnappriel krächzt sich die Stimme aus dem Astralleib, aber er rennt offenbar offene Türen ein. Aus den entlegensten Teilen der Dunklen Energie strömen die minderbemittelten Seelen herbei, um einfach irgendwo auf die Welt zu kommen …

Anders, was die klareren Regionen der Jenseitswelt betrifft. Da gibt es Stimmen, die sagen: „Seht euch den Blödsinn an – da haben sich viele Generationen unserer infrage kommenden Vorfahren den Arsch aufgerissen … und was hat’s ihnen genützt?! Einen feuchten Kehricht vielleicht! DIE werden unsere Vorfahren nicht! Da bleiben wir lieber, wo wir sind. Das Weniger als Nichts ist immer noch besser als dieses unendliche Leiden. Sollen doch die Unfähigen eine irre Zukunft ausbaden …"

„So geht das aber nicht!“, verkündet daraufhin Schnappriel ungehalten. „Jetzt haben wir den Lebenden extra eingetrichtert, daß es purer Zufall ist, wo man auf die Welt kommt – und als was. Und sie kriegen immer noch keine Kinder aus Angst. Irgendwo müssen die Steuergelder doch herkommen. Die andern haben längst auf unsere Lügen gehört …"

Jeder, so sagt man jetzt, mehr als laut, ist das Nonplusultra der Schöpfung, egal was er im Kopf hat. Darin scheint die Errettung der Menschheit zu liegen, wenn man unbedingt dieser Wissenschaftsmafia glauben will, die einen Joke nach dem anderen ausstreut, um wenigstens am Untergang noch ein wenig Geld zu verdienen. Schließlich machen sie nur noch Auftragsarbeiten ...

Der Auftrag lautet „Schicksale, schöne, zweifelhafte Schicksale – herbei mit euch Taugenichtsen, macht euch keine Gedanken, macht Kinder, Kinder, Kinder!“ Die Soldaten der Lust sind die Erfüllungsgehilfen des Wahnsinns, der mittlerweile so aktiv (tätig) geworden ist, daß die Vulkane gute Lust haben, von selbst auszubrechen. Die Gasblasen blubbern ja auch schon …

„Wem hat denn da das Geschichtsmärchenbuch nicht gefallen, das, trotz unzähliger Fälschungen, immer noch nicht angenehm zu lesen ist?“, wettert Schnappriel der Erzflegel, im höchsten aller Aufträge, dämlich in die Raumzeit hinein. „Seid ihr denn mit allem unzufrieden und wollt plötzlich ohne große, bedachte Vorbereitungen das Leben lebenswert machen?"

Er schreit: „Ihr seid wohl völlig verblödet?!“ Kopfschüttelnd geht er zwischen den Verweigerern der klareren Regionen der Dunklen Energie hindurch und pflaumt einen Schatten nach dem anderen bissig an. „Ihr habt wohl begriffen, daß die Natur grausam ist? Na und? Das war sie doch schon immer! Hat das eure Vorgänger nicht zu außergewöhnlichen Heldentaten inspiriert?“

„Wir wollen aber alles umsonst haben“, kontern die Seelen und sie wenden sich ab. „Nimm doch die hier, die wollen doch auf alle Fälle ... Ihre Erzeuger können doch gar nicht genug von ihnen kriegen!“ Schnappriel aber jammert herzerweichend. „Mein Gott, das kann wieder Millionen Jahre dauern, bis aus denen etwas Gescheites wird, wenn sie nicht gar ein toter Ast der Evolution sind …“

Daß der gute Schnappriel, seines Zeichens Erzflegel himmlischer Heerscharen, recht damit hat, stört niemanden. Die einen wollen einfach nur sein und die anderen wollen alles geschenkt. „Das ist doch kein Zustand“, krakeelt der von höchster Stelle Beauftragte. „Wenn ihr schon nicht besonders begeistert seid verkörperlicht zu werden, dann hört wenigsten auf …

euren möglichen Eltern Angst einzujagen – die Angst, sie könnten mit eurer Geburt überfordert werden, weil sie euch nicht vor Betrügern beschützen und vor Mördern bewahren können – hört auf, in ihren Träumen als Schreckgespenster zu erscheinen, die unbedingt verhütet oder abgetrieben werden müssen, um den Frieden auf Erden zu gewährleisten. Hört ihr?!“

Doch die Seelen hören nicht – sie drängen sich ablehnend zusammen, sie bleiben bei ihrer Haltung, der Fortschritt müsse so langsam sicht- und fühlbar werden, ansonsten seien sie nicht bereit, eine Gestalt auf Erden anzunehmen. „Wir kommen erst auf die Welt und stehen erst dann dem Geschichtsverlauf zu Verfügung, wenn die Vernunft derer, die etwas geleistet haben, allen Menschen zugutekommt … und zwar auf die ihnen jeweils zustehende Weise. Aus!“

Veröffentlicht / Quelle: 
auf anderen webs.

Buchempfehlung:

Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise

Kommentare