Die Seele des Staates 29

von Alf Glocker
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Bin ich glücklich? Bin ich traurig? Was bin ich und was könnte ich sein? Doch, was ist schon Glück – und wer hat es verdient? Braucht man Humor dazu? Wen oder was, wie viel und überhaupt, braucht man für das Glück? Angesichts der ungehörigen Fülle, auf mich einstürmender Vorstellungen, kugle ich mich bereits vor Lachen!

Eine rechte Er-Lösung fällt mir aber ad hoc gar nicht ein. Vielleicht habe ich noch nicht genügend über dieses Thema meditiert? Ich versenke mich und lasse mich auf mich wirken! In der Versenkung geht doch alles wie von selbst – oder nicht? Doch, doch, unbedingt! Die Eingebungen stürmen bereits von allen Seiten auf mich ein.

Aaalso! Da kommt schon was – ist es was Konkretes? Es ist eine kuriose Intuition, ein surrealistisches Spektakel. Ich kichere, beim Eintreffen der Bilder! Zuerst einmal sollte das Vorhandene in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, damit Glück überhaupt stattfinden kann!

Hierbei darf auch nicht unerwähnt bleiben, daß zum allgemeinen Glück auch das Glück der Pflanzen und Tiere gehört. Da sollten z.B. nicht mehr als 100 Leute auf ein Tier und nicht mehr als 10 000 auf einen Baum kommen, sonst wird’s irgendwie komisch. Ich sehe schon, die Meditation entgleist ins Uferlose, und ich beginne unabsichtlich im Meer der heiteren Vernunft unterzugehen. Das wollte ich doch gar nicht!

Wenn man aber bedenkt – inzwischen bin ich leider wieder ganz bei mir – daß das Vorkommen der Spezies miteinander, nur sinnvoll ist, wenn sich alles glücklich die Balance hält, dann, ja, was dann? Ein Mensch, dem man derlei nicht erklären kann, ist quasi eine Fehlkonstruktion! Haha! Besonders dann, wenn er seiner zahlenmäßigen Dominanz keine besondere Bedeutung beimisst!

Glück ist somit auch eine Frage der Einsicht? „Natürlich, natürlich“ werden jetzt gleich alle im Chor rufen und jeder wird etwas anderes damit meinen! Ich aber werde weiter träumen, von meiner Insel im Weltall, auf der es ganz viele Glückliche und ganz viele einsichtige Menschen gibt, die sogar sich selbst zu zügeln wissen, wenn es um alles geht.

Deshalb bin ich glücklich! Niemals werde ich traurig sein – und das nicht nur, weil ich einmal Beethovens Musik gehört habe, sondern weil ich weiß, daß alle wissen, was Glück ist: ein Zustand des natürlichen Ausgleichs, humorvoll empfunden, angesichts der gehörigen Fülle auf uns einstürmender Angebote, die wir freudig annehmen dürfen, solange wir allen und allem Lebenden sein Gewicht zugestehen, das uns in der Balance halten kann.

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