Scheren

von Ingeborg Henrichs
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Zwei Scheren hieltest du in deinen Händen.
Standest aufrecht da.
Höflich die Gebärden.
Anscheinend warst du vorbereitet.
" Gibst du mir eine ab,
dann schneiden
wir jeder einzeln
unser gemeinsames Band durch".
Und etwas wird bleiben, sich eingraben
in den Boden der Erinnerungen.

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Kommentare

11. Jan 2020

Verstörend, liebe Ingeborg!
Überzeugend, liebe Ingeborg.
Tiefsinnig, die mir liebe Ingeborg.

LG Uwe

11. Jan 2020

Wer so schöne Gedichte schreibt und damit znbeabsichtigt an Logik und Gefühle der Leserinnen und Leser
appelliert, bedarf bestimmter Worte nicht. Z.B. EINGRABEN.
HG Olaf

11. Jan 2020

Das kann ich gut verstehen. Eine wünschenswerte Form der Trennung.
LG Britta

12. Jan 2020

Was gemeinsam begann, mit einem sauberen Schnitt gemeinsam beenden, wenn's doch nur immer so wäre, liebe Ingeborg, es gäbe mehr schöne Erinnerungen ohne bitteren Beigeschmack …

Dir einen schönen Sonntag und herzliche Grüße
Soléa

12. Jan 2020

Weise Worte, liebe Ingeborg; und es ist wahr, etwas wird bleiben, sich eingraben in den Boden der Erinnerungen, und es wird immer ein wenig schmerzen, daran zu denken ...

liebe Sonntagsgrüße zu Dir -
Marie

14. Jan 2020

Ein herzliches Dankeschön für eure inspirierenden Betrachtungen und bereichernden Gedanken zum kurzen Text; ich habe mich sehr darüber gefreut, davon zu erfahren. Liebe Grüße von Ingeborg