Das goldene Jahrzehnt des FCK in den 90ern

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Als ich zur Welt kam, war es der dritte Platz, den der FCK in der laufenden Saison belegte. Es war die erste Amtszeit von Feldkamp … Ich erinnere mich selbst erstmalig an das WM-Finale 1986, in dem man in grünen Trikots in sengender Hitze nach 0:2 das 2:2 erreichte und unglücklich 2:3 gegen Argentinien verlor. Mein Leben ist mit dem Fußball verwurzelt … Mein Bruder sah fast jedes Spiel der Lautrer innerhalb der letzten dreißig Jahre. Er wurde vom 7:4 gegen die Bayern geprägt und hängt sein ganzes Geld in den FCK. 1990 begann meine wirkliche Leidenschaft für den Fußball … Das erste Spiel bei der WM in Italien gegen Jugoslawien, dann das starke Spiel gegen die Niederlande ... Auch der Triumph von Rom ... Man musste einfach Fußballfan sein.
Vor der WM 1990 wäre der Betze beinahe abgestiegen und rettete sich durch Feldkamp auf den 12. Tabellenplatz. Dann kam der Pokalsieg gegen Bremen! Es begann ein Fußballjahrzehnt, die goldenen 90er des EFCEKA. Im ersten Spiel in Hamburg 1990 gewann der FCK klar und ich beschwor, dass der Betze Meister würde. Mein Bruder glaubte es nicht! Es war ein Wunder, das den FCK aufblühen ließ, der Hexenkessel von Kaiserslautern … Die Bayern glaubten wirklich, sie wären besser und waren hochmütig!
Ich war das erste Mal in dieser Saison gegen Köln auf einem Heimspiel … Danach in dieser Saison gegen Bayer Uerdingen … Es waren wunderbare Momente …
Man spielte gegen Barcelona, Genua, später dann gegen Glasgow, Tottenham, auch Belgrad und auch gegen Eindhoven, Ajax usw.
Es waren Fußballfeste …
Das wichtigste Spiel empfand ich, als der FCK im Pokal Dortmund bezwang … Ich konnte nach diesem Spiel nicht mehr sprechen …
Es gab so wichtige Spiele … das 4:0 gegen Bayern usw.
Jetzt ist der Betze drittklassig, aber es geht wieder bergauf ... Man gewann die letzten Spiele und spielte gegen Unterhaching unentschieden … Erst wollte ich mich vom Fußball abwenden, da es so viel negative Serien und Niederlagen gab … Aber man sollte kein Erfolgsfan sein. Man leidet mit seiner Mannschaft.
Als ich Schommers gegen Nürnberg weinen sah, wurde mir klar, wir brauchen einen festen Trainer, der Empathie zeigt, und der sollte auch bleiben, nicht dauernd gewechselt werden … Ich denke, die Mannschaft hat Potential … und durch Kampfgeist kann sie nach oben … so wie die Mannschaft um Kuntz kämpfte, um Meister zu werden …
Man braucht den FCK, auch in oberen Ligen ...

Uwe Kraus

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Kommentare

16. Jan 2020

Ein bisschen Tradition kann ja nicht schaden!
(Ansonsten geht der Fußball baden ...)

LG Axel