Gesellschafts- & Entwicklungsinhalte ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen zum Thema

empfohlene
von Kurt Tucholsky
von Tilly Boesche-Zacharow
neue
von Willi Grigor
von Uwe Kraus
die schönsten
von marie mehrfeld
Mitglied

Um für alle Kinder der Welt eine Basis für gleiche Rechte zu schaffen, wurde 1989 die Kinderrechtskonvention verabschiedet. Sie umfasst 54 Artikel zu Überleben, Schutz und Entwicklung und basiert auf den Prinzipien des Kindeswohls. Doch die…

von marie mehrfeld
Mitglied

Ebenso wie Liebe ist Angst ein Grundelement unseres Lebens. Während die Liebe das Leben erhalten und die Angst überwinden will, kann die Angst Leben und Liebe zerstören. Die beiden Phänomene stehen also im diametralen Gegensatz zueinander. Und…

von marie mehrfeld
Mitglied

Freitags um neunzehn Uhr dreißig, endlich Feierabend. Draußen Regen, was sonst. Petra, total erschossen, verlässt mit hängenden Armen das Kaufhaus, die Rolltreppe rattert noch lange im Kopf weiter. Jetzt raff dich, gib der Müdigkeit nicht nach…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Manchmal da packt ihn eine Sehnsucht nach Bewegung, treibt ihn ein innerlicher Drang einsamer
Bewegung zu nachtschlafender Zeit. Ein Gefühl des Widerspruchs; allein zu sein und doch nicht allein;
pulsierendes, ruhendes Leben zu…

von marie mehrfeld
Mitglied

Mir träumte, ich hätte geträumt, meine, unsere bunte große schöne Welt sei untergegangen über Nacht, die Sonne, sie hatte zu viel gesehen, zu viel schwelenden Giftmüll, fischlose tote Meere, von Plastikinseln bedeckt, und Hassen und Krieg, zu…

von marie mehrfeld
Mitglied

Schon die alten Germanen pflegten den Brauch, in der Silvesternacht Feuer zu entzünden und einen Ohren betäubendem Lärm mit Rasseln, Dreschflegel und Peitschen zu veranstalten, um Dämonen und böse Geister zu vertreiben. Im frühen Mittelalter…

von marie mehrfeld
Mitglied

Jetzt bleib ich einfach hocken auf der Gartenbank und atme die unerwarteten Schneeflocken ein, die auf meinen geschlossenen Lidern schmelzen und sich mit ein, zwei nicht erklärbaren Tränen mischen, lasse die Gedanken laufen, in Wartestellung bin…

von marie mehrfeld
Mitglied

Es sei Zeit, zu hören, es sei Zeit, zu sagen, es sei Zeit, zu handeln, es sei höchste Zeit, das lesen, hören, sagen wir – wie lange schon? Was hat es bewirkt? 115 Plastikbecher, 25 Plastiktüten und 1000 weitere Plastikteile fand man im Magen…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Umfassende Bildung – seit der Renaissance – ist doch gar keine Frage mehr (wert). Ein mehr und mehr und so weiter und so fort, ja, mit einem Klick eröffnen sich tausend neue Welten, Wissen und so weiter. Mobilität, Arbeit, strukturelle…

von marie mehrfeld
Mitglied

Inmitten ihrer Hinterlassenschaft steht er und betrachtet mit melancholischer Andacht das ungeordnete Innenleben ihrer barocken Vitrine, diese einst nicht zu berührenden heiligen Schätze hinter stets verschlossener Glastüre, die Daguerreotypie…

von marie mehrfeld
Mitglied

Die Wahrhaftigkeit der Kunst liegt im Rembrandtbildnis der Saskia van Uylenburgh, das in der Gemäldegalerie Alte Kunst in Kassel hängt, behauptet sie. Er macht sich nichts aus Rembrandt, findet seine Wahrheit in den satten Farbfeldern des Mark…

von Franz Kafka
Bibliothek

Wenn irgendeine hinfällige, lungensüchtige Kunstreiterin in der Manege auf schwankendem Pferd vor einem unermüdlichen Publikum vom peitschenschwingenden erbarmungslosen Chef monatelang ohne Unterbrechung im Kreise rundum getrieben würde, auf dem…

Hörbuch:
Hörbuch »Auf der Galerie«, gelesen von piratin
von marie mehrfeld
Mitglied

„Farbe bekennen“ ist eine deutsche Redensart und bedeutet so viel wie: offen für eine Meinung eintreten. Der Ausdruck kommt aus dem Bereich des Kartenspiels und ist seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlich. Fast jeder Mensch hat eine Lieblingsfarbe…

von Annelie Kelch
Mitglied

Berlin, Millionenstadt, schickte uns einen Engel in der Not und in unsere abgrundtiefe Müdigkeit: Edith Jankowski! Wir durften im weiträumigen Obergeschoss ihres riesigen Hauses, darin sie allein lebte, unsere Koffer auspacken und uns wohlfühlen…

von Kurt Tucholsky
Bibliothek

Neulich habe ich einen Hund gesehen – der ging ins Geschäft. Es war eine Art gestopfter Sofarolle, mit langen Felltroddeln als Behang, und er wackelte die Leipziger Straße zu Berlin herunter; ganz ernsthaft ging er da und sah nicht links noch…

von marie mehrfeld
Mitglied

Vom Fenster aus sah sie ihn, wie er die Straße querte in seinem immer noch leicht verschliffenen Schritt, nur ging er krummer und der Kopf war unbehaart, die Luft hielt sie an, kreuzte die Finger hinter dem Rücken und verhängte den Spiegel, das…

von Willi Grigor
Mitglied

Fragen an Menschen und Unmenschen

Wer ist ein Mensch?
Wer ist ein Unmensch?
Wer ist unmenschlich?

Ist ein Unmensch ein Mensch, der unmenschliche Taten begeht?
Was sind unmenschliche Taten?
Begeht ein Mensch,…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Weint nicht um mich. Ihr seid Kinder, die mit dem spielen, was sie finden. Alles, was ihr für euer Spiel nutzt, ist ein Teil von mir, Luft, Wasser, Feuer und alles das, was mich zu dem macht, was ich bin.
Ihr verbindet es und erkennt nicht…

von Michael Dahm
Mitglied

Es muss etwa im Jahr 1987 gewesen sein, während meiner dreijährigen Dienstzeit bei den Grenztruppen der DDR.
Ich war noch schwungvolle zwanzig Jahre alt und hatte den Drill der Grundausbildung bereits hinter mir.
Zusammen mit den…

von Kurt Tucholsky
Bibliothek

Wie verschieden ist es doch so im menschlichen Leben –!

Bringt in Deutschland jemand die Gedankenvorstellungen der Kirche mit dem Humor in nähern Zusammenhang, dann finden sich nicht nur etliche Domdechanten, sondern noch mehr Richter, die…

von marie mehrfeld
Mitglied

War es so? Gebar Maria ihren Sohn vor 2000 Jahren in einem Stall? Legte die junge Mutter ihr Kind in eine Futterkrippe? Lagen da unter dem Himmelszelt hütende Hirten auf dem Feld? Sprach ein Engel im Sternenlicht zu ihnen, fürchtet euch nicht…

von Eva Klingler
Mitglied

Zum dritten Mal beginnt sie zu erzählen.
Bruchstücke.

Eigentlich habe ich keine Zeit. ( Was für ein Satz )

Der Laden ist voll, verlangt nach (un)persönlicher Perfektion.
Kunden - Kassa - Ware - Staub.
Letzteres…

von Susanna Ka
Mitglied

Siehst du den Vollmond, liebste Schwester,
siehst du sein blaues Licht?
Siehst du, wie es durch die kahlen Äste wandert,
sich im nassen Asphalt bricht?

Erinnerst du dich an die Zeit, als wir noch Kinder waren? An unseren…

von Susanna Ka
Mitglied

Ich öffne das Fenster und schon donnert die Straßenbahn durch das Wohnzimmer. Mit lautem Klingeln durchquert sie durch den kleinen Raum und reißt alles mit sich, was zu nahe an den Schienen steht. Meinen Fernsehsessel, den Katzenkorb - zum Glück…

von Willi Grigor
Mitglied

Ganz am Anfang meiner Zeit war auch ich vollkommen neutral. Das änderte sich mit der Zeit. Die Zeit kümmert sich um solche Dinge.
Sie kümmert sich um alles. Wir meinen oft, dass wir oder unsere "Vorgesetzten" unsere Entscheidungen treffen.…

von marie mehrfeld
Mitglied

Die Dächer schimmern silbern; Dauerregen. Vor dem eingestaubten gesammelten Fontane im letzten Bord betet noch immer der goldene Engel vom Weihnachtsmarkt, daneben das gleichgültige Schielen der mexikanischen Puppen aus Pappmaschee. Kater Max…

von marie mehrfeld
Mitglied

Sonniger später Märznachmittag auf dem großen Friedhof, der geschichtsträchtigsten und geheimnisvollsten Region meiner Stadt. Wieder einmal bin ich unterwegs in dieser grünen Oase mit ihrem vielfältigen alten Baumbestand und fülle meinen…

von Lena Kelm
Mitglied

Meine erste Begegnung mit Europa fand im Zug „Pawlodar-Moskwa“ 1976 statt. Auf dem dreieinhalb Tage und Nächte langen Weg von Nord-Kasachstan nach Moskau überquerte der Zug den Ural. Das Panorama der Berge und Wälder stand im vollen Kontrast zur…

von Rainer Maria Rilke
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Ein Dialog

In der Ecke eines Zimmers stand ein Schwert. Die helle, stählerne Fläche seiner Klinge erglänzte, vom Strahle der Sonne berührt, in rötlichem Scheine. Stolz hielt das Schwert Umschau im Zimmer; es sah, daß alles sich an seinem…

von Belana Köhler
Mitglied

Was ich will? Leben.
Nicht mehr und nicht weniger.

Gar nicht so einfach!

Was ich nicht will: die Dinge tun, nur weil ich sie tun kann.
„Das kann ich schon tun...“

Und du schaffst es auch jedes Mal. Sogar sehr…

von Maya Aditi Pichlhöfer
Mitglied

Du stehst wieder einmal schreiend vor mir, während ich mit stummen Blick in dein Gesicht starre.
Aufgrund deiner Wut gleicht es mehr der Fratze eines entstellten Ungeheuers, als einem Menschen.
Wortlos beobachte ich nun weiter, wie du…

von Kurt Tucholsky
Bibliothek

Wenn einer einen Mord begeht, so halte er sich stehts vor Augen, daß er später einmal nicht nur wegen Mordes abgeurteilt werden kann, sondern vor allem und hauptsächlich wegen seines Vorlebens sowie wegen der Begleitumstände, die seine Tat…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Jedes kleinste Teilchen auf dieser Erde, jedes Wesen, jede Pflanze und selbst die scheinbar tote Materie ist ein Teil der göttlichen Matrix, die alles ist und überall. Jedes Wesen hat seinen Platz, geht seinen Weg, lebt sein Leben.
Jedes…

von Johanna Blau
Mitglied

Wie die Schleier von mir fallen, versuch ich nicht mehr zu gefallen mit anerkannten Eitelkeiten. Dabei ist „Liebsein“ so gefährlich, noch schlimmer als ehrlich zu erklären: „Ich bin ich und schwebe oft in andren Sphären.“ Im Ernst, wie Zuversicht…

von marie mehrfeld
Mitglied

Die Tiere des Waldes haben es gut in ihren Höhlen und die Vögel haben Nester und den Regen, sie brauchen den Strom nicht, denkst du. Und wer etwas hat, das betäuben kann, wird schlafen. Du aber bleibst hellwach, deine Gedanken kreiseln, du passt…

von Lena Kelm
Mitglied

„Toi, toi, toi, wird schon schief gehen!“, versuche ich Sabine zu beruhigen. Sie scheint weniger aufgeregt zu sein als ich. Sie nimmt an einer Maßnahme für langzeitarbeitslose alleinerziehende Mütter teil, ihr Ziel: eine Praktikumsstelle in einem…

von Susanna Ka
Mitglied

„Ein Bild malt man von oben nach unten und …“
Theresa doziert. Wie immer, wenn sie malt und ich ihr dabei zusehen darf. Sie verteilt blaue Ölfarbe auf einer Leinwand, die fast die gesamte vordere Front ihres Ateliers einnimmt. Kobaltblau,…

von Stephanie Schader
Mitglied

,, .... weil MAN dies oder jenes so macht ..."

Wer ist eigentlich MAN? Und warum hat MAN solche Macht?

Ich habe mich sehr viel mit der Frage beschäftigt, was ich mir vom Leben wünsche. Wo will ich hin? Was sind MEINE Träume und…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Ich ertappe mich immer wieder, dass ich mich oftmals mit der Vergangenheit auseinandersetze.
Allerdings nicht mit meiner eigenen, sondern mit der Geschichte, deren Errungenschaften und den Großen, die diese Welt entscheidend geprägt haben…

von Kurt Tucholsky
Bibliothek

Aber einen Trost hast du immer, eine Zuflucht, ein Wegschweifen. Selbst auf Umgebungsflachheiten stehen Bäume, Wasseraugen schimmern dich an, Horizonte sind weit, und auch durch düstere Verhängung kommt noch Feldatem.
Alfons Goldschmidt: «…

von marie mehrfeld
Mitglied

Samstagsmorgens um neune, bin in Eile, mit Freundin verabredet, und auch nicht bester Laune, putze mir grade hastig die Zähne, da schellt’s an meiner Wohnungstüre, zum Teufel, passt mir gar nicht, doch nicht wieder ein Paket für Nachbarn, soll…

von Ralf Risse
Mitglied

Sie schenkt mir ein Lächeln. Immer noch kann sie geben, diese junge Frau.
Ihr letztes Kind hielt sie bis vor fünf Tagen in den Armen, und das einzige Kamel der Familie ist nun gestern auch gestorben.
Ihr Mann, sagt sie, seit Wochen im…

von Johanna Blau
Mitglied

In mir wirft ein Gedanke sich selbst gegen die Wände meiner Aufmerksamkeit. Er wächst zu einem Grübeln. Bin wie gelähmt in der Außenwelt. Das Denken steht über dem Handeln für bleibende Momente. Rosen wachsen frostig am Fenster der Gelegenheiten…

von Lena Kelm
Mitglied

Früh am Morgen ertönte Tschaikowskis Sterbender Schwan vom
Mobiltelefon. Verschlafen blickte Viktoria auf die unbekannte Nummer
und nahm ab. „Good morning!“, grüßte sie herrisch eine Baritonstimme,
die ihr bekannt vorkam. „…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Im Gras, unweit des Weges, saß eine Weinbergschnecke. Sie hatte großen Hunger, und weil die Sonne noch nicht so heiß war, wie sie es im Sommer ist, war die Schnecke noch nicht zurück in die Hecke gekrochen, in der sie meistens ihre Tage…

von Anna Rubin
Bibliothek

"Frau, wach auf!" rief eines Nachts der junge Schneidergeselle, "Ich glaube, unser Kindchen stirbt."

Das kleine, dunkelhäutige, Schwarzhaarige zappelte noch ein wenig, dann legten die entsetzten Eltern die kleine Leiche beiseite und…

von Susanna Ka
Mitglied

Jeden Winter, wenn ich auf der Insel bin, bittet mich Frieda um eine Lesung in ihrem Café.
Friedas Kunstcafé – ich liebe es.
Es „lebt“ – ja, es lebt tatsächlich in einem alten Backsteinhaus mit wechselvoller Geschichte. Und es ist der…

von D.R. Giller
Mitglied

Zuerst meinesgleichen, meinetwegen liebes Publikum
Was für trübe, geile Gäste
Sprechblasen schweben über euch
Man sieht sie als direkte, manch verdeckte
Lug und Trug, Wahrheit und die Lüge
Nur zu im Ton, lacht man…

von marie mehrfeld
Mitglied

Diese Welt wird von vielen existentiellen Krisen geschüttelt. Es gibt die globale Energiekrise, die weltweite Veränderung der Wetterbedingungen, die uns alle betreffende Flüchtlings- und Hungerproblematik, zu viele rückwärtsgewandte uneinsichtige…

von Angelika Wessbecher
Mitglied

„Ist er nicht herrlich?“ schnarrte eine tiefe Frauenstimme. „Eisenhut, vom Blumenmarkt. Hätte gar nicht daran gedacht, in der Stadt einen so prächtigen zu finden.“

Die junge Frau saß da und starrte emotionslos auf das Geschenk ihrer Mutter…

Seiten

In einer Zeit, da die Unterscheidung literarischer Gattungen sich noch an den Fingern zweier Hände abzählen ließ, gab es bereits den großen 'Gesellschafts-' oder auch 'Entwicklungsroman'. Logischerweise hat jedes gehaltvolle Werk eine 'Entwicklung' zum Thema - und meist geht es auch um gesellschaftliche Themen.
Die großen Werke der fiktionalen Weltliteratur gehören allesamt in diese Rubrik - egal, zu welcher Zeit sie geschrieben wurden, und welchen Anspruch an den Leser sie verfolgten.

Historisches, Soziales, Liebesgeschichten, Lebensbeschreibungen … in diesem Rahmen bewegen sich viele der thematisch durchaus völlig unterschiedlichen Werke. Gesellschaftspolitische Aussagen bestimmen ohnehin die meisten Romane - uneingeschränkt bis über die genretypischen Grenzen hinaus. Selbst moderne Fantasy kann im Idealfall einen Stoff beschreiben, der in dieser Rubrik bestens aufgehoben ist.