Gesellschafts- & Entwicklungsinhalte ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen zum Thema

Beitrag 1 - 35 von insgesamt 551 Texten in dieser Kategorie
von marie mehrfeld

Um für alle Kinder der Welt eine Basis für gleiche Rechte zu schaffen, wurde 1989 die Kinderrechtskonvention verabschiedet. Sie umfasst 54 Artikel zu Überleben, Schutz und Entwicklung und basiert auf den Prinzipien des Kindeswohls. Doch die…

von marie mehrfeld

Jetzt bleib ich einfach hocken auf der Gartenbank und atme die unerwarteten Schneeflocken ein, die auf meinen geschlossenen Lidern schmelzen und sich mit ein, zwei nicht erklärbaren Tränen mischen, lasse die Gedanken laufen, in Wartestellung bin…

von marie mehrfeld

Schon die alten Germanen pflegten den Brauch, in der Silvesternacht Feuer zu entzünden und einen Ohren betäubendem Lärm mit Rasseln, Dreschflegel und Peitschen zu veranstalten, um Dämonen und böse Geister zu vertreiben. Im frühen Mittelalter…

von marie mehrfeld

Ebenso wie Liebe ist Angst ein Grundelement unseres Lebens. Während die Liebe das Leben erhalten und die Angst überwinden will, kann die Angst Leben und Liebe zerstören. Die beiden Phänomene stehen also im diametralen Gegensatz zueinander. Und…

von Kurt Tucholsky

Neulich habe ich einen Hund gesehen – der ging ins Geschäft. Es war eine Art gestopfter Sofarolle, mit langen Felltroddeln als Behang, und er wackelte die Leipziger Straße zu Berlin herunter; ganz ernsthaft ging er da und sah nicht links noch…

von marie mehrfeld

Vom Fenster aus sah sie ihn, wie er die Straße querte in seinem immer noch leicht verschliffenen Schritt, nur ging er krummer und der Kopf war unbehaart, die Luft hielt sie an, kreuzte die Finger hinter dem Rücken und verhängte den Spiegel, das…

von marie mehrfeld

War es so? Gebar Maria ihren Sohn vor 2000 Jahren in einem Stall? Legte die junge Mutter ihr Kind in eine Futterkrippe? Lagen da unter dem Himmelszelt hütende Hirten auf dem Feld? Sprach ein Engel im Sternenlicht zu ihnen, fürchtet euch nicht…

von Michael Dahm

Es muss etwa im Jahr 1987 gewesen sein, während meiner dreijährigen Dienstzeit bei den Grenztruppen der DDR.
Ich war noch schwungvolle zwanzig Jahre alt und hatte den Drill der Grundausbildung bereits hinter mir.
Zusammen mit den…

von Franz Kafka

Wenn irgendeine hinfällige, lungensüchtige Kunstreiterin in der Manege auf schwankendem Pferd vor einem unermüdlichen Publikum vom peitschenschwingenden erbarmungslosen Chef monatelang ohne Unterbrechung im Kreise rundum getrieben würde, auf dem…

Hörbuch:
Hörbuch »Auf der Galerie«, gelesen von piratin
von Sabrina Jung

Habe mal so gegoogelt und bin auf einen interessanten Artikel gestoßen:

https://conversationfarm.wordpress.com/2012/02/21/is-facebook-linked-to-scientology/

Wäre es nicht auch denkbar, dass Herr Zuckerberg Scientologe ist? Im…

von marie mehrfeld

„Farbe bekennen“ ist eine deutsche Redensart und bedeutet so viel wie: offen für eine Meinung eintreten. Der Ausdruck kommt aus dem Bereich des Kartenspiels und ist seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlich. Fast jeder Mensch hat eine Lieblingsfarbe…

von Kurt Tucholsky

Wie verschieden ist es doch so im menschlichen Leben –!

Bringt in Deutschland jemand die Gedankenvorstellungen der Kirche mit dem Humor in nähern Zusammenhang, dann finden sich nicht nur etliche Domdechanten, sondern noch mehr Richter, die…

von Sigrid Hartmann

Weint nicht um mich. Ihr seid Kinder, die mit dem spielen, was sie finden. Alles, was ihr für euer Spiel nutzt, ist ein Teil von mir, Luft, Wasser, Feuer und alles das, was mich zu dem macht, was ich bin.
Ihr verbindet es und erkennt nicht…

von marie mehrfeld

Sonniger später Märznachmittag auf dem großen Friedhof, der geschichtsträchtigsten und geheimnisvollsten Region meiner Stadt. Wieder einmal bin ich unterwegs in dieser grünen Oase mit ihrem vielfältigen alten Baumbestand und fülle meinen…

von Rainer Maria Rilke

Ein Dialog

In der Ecke eines Zimmers stand ein Schwert. Die helle, stählerne Fläche seiner Klinge erglänzte, vom Strahle der Sonne berührt, in rötlichem Scheine. Stolz hielt das Schwert Umschau im Zimmer; es sah, daß alles sich an seinem…

von Eva Klingler

Zum dritten Mal beginnt sie zu erzählen.
Bruchstücke.

Eigentlich habe ich keine Zeit. ( Was für ein Satz )

Der Laden ist voll, verlangt nach (un)persönlicher Perfektion.
Kunden - Kassa - Ware - Staub.
Letzteres…

von Susanna Ka

Ich öffne das Fenster und schon donnert die Straßenbahn durch das Wohnzimmer. Mit lautem Klingeln durchquert sie durch den kleinen Raum und reißt alles mit sich, was zu nahe an den Schienen steht. Meinen Fernsehsessel, den Katzenkorb - zum Glück…

von Willi Grigor

Ganz am Anfang meiner Zeit war auch ich vollkommen neutral. Das änderte sich mit der Zeit. Die Zeit kümmert sich um solche Dinge.
Sie kümmert sich um alles. Wir meinen oft, dass wir oder unsere "Vorgesetzten" unsere Entscheidungen treffen.…

von Sabrina Jung

Kann nur jedem raten, sich dieses Schauspiel der Befragung sowie der dazugehörigen Inszenierung anzuschauen, wie der Präsident des EU-Parlalments Antonio Tajani, geboren im mächtigen Rom, in einer Stadt, in der die Mafia gut vernetzt in die so…

von Lena Kelm

Meine erste Begegnung mit Europa fand im Zug „Pawlodar-Moskwa“ 1976 statt. Auf dem dreieinhalb Tage und Nächte langen Weg von Nord-Kasachstan nach Moskau überquerte der Zug den Ural. Das Panorama der Berge und Wälder stand im vollen Kontrast zur…

von Ralf Risse

Sie schenkt mir ein Lächeln. Immer noch kann sie geben, diese junge Frau.
Ihr letztes Kind hielt sie bis vor fünf Tagen in den Armen, und das einzige Kamel der Familie ist nun gestern auch gestorben.
Ihr Mann, sagt sie, seit Wochen im…

von Kurt Tucholsky

Aber einen Trost hast du immer, eine Zuflucht, ein Wegschweifen. Selbst auf Umgebungsflachheiten stehen Bäume, Wasseraugen schimmern dich an, Horizonte sind weit, und auch durch düstere Verhängung kommt noch Feldatem.
Alfons Goldschmidt: «…

von Susanna Ka

Jedes Mal, wenn ich ein neues e-book kaufe, und dem Onlinehändler Zugang zu meinem Lesegerät gewähre, scheint er eine Hand durch das WLAN zu strecken, um erst einmal gründlich aufzuräumen. „Aktualisieren“ heißt das im kundenfreundlichen Jargon.…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

In den Städten begegnet man mehr und mehr die Kehrseite unserer Gesellschaft. Das wurde mir an jenem Tag besonders verdeutlicht, als ich während meiner mir verbleibenden Wartezeit noch etwas durch die Bahnhofshalle schlenderte. Für gewöhnlich…

von Kurt Tucholsky

Wenn einer einen Mord begeht, so halte er sich stehts vor Augen, daß er später einmal nicht nur wegen Mordes abgeurteilt werden kann, sondern vor allem und hauptsächlich wegen seines Vorlebens sowie wegen der Begleitumstände, die seine Tat…

von marie mehrfeld

Die Tiere des Waldes haben es gut in ihren Höhlen und die Vögel haben Nester und den Regen, sie brauchen den Strom nicht, denkst du. Und wer etwas hat, das betäuben kann, wird schlafen. Du aber bleibst hellwach, deine Gedanken kreiseln, du passt…

von Sigrid Hartmann

Jedes kleinste Teilchen auf dieser Erde, jedes Wesen, jede Pflanze und selbst die scheinbar tote Materie ist ein Teil der göttlichen Matrix, die alles ist und überall. Jedes Wesen hat seinen Platz, geht seinen Weg, lebt sein Leben.
Jedes…

von marie mehrfeld

„Du meine Seele singe“, so klingt es im Choral. Habe ich eine oder habe ich keine, wer oder was ist die Seele, wurde ich mit ihr geboren, ist sie nicht auch in Tieren, wäre ich ohne sie nicht verloren, kann man sie baumeln lassen oder ganz auf…

von Lena Kelm

Früh am Morgen ertönte Tschaikowskis Sterbender Schwan vom
Mobiltelefon. Verschlafen blickte Viktoria auf die unbekannte Nummer
und nahm ab. „Good morning!“, grüßte sie herrisch eine Baritonstimme,
die ihr bekannt vorkam. „…

von marie mehrfeld

Die Dächer schimmern silbern; Dauerregen. Vor dem eingestaubten gesammelten Fontane im letzten Bord betet noch immer der goldene Engel vom Weihnachtsmarkt, daneben das gleichgültige Schielen der mexikanischen Puppen aus Pappmaschee. Kater Max…

von Kurt Tucholsky

Daß der Berliner, an welchem Ort auch immer allein gelassen, nachdenklich dasitzt, den Boden fixiert und plötzlich, wie von der Tarantella gestochen, aufspringt: „Wo kann man denn hier mal telephonieren?“ – das ist bekannt. Wenn es keine Berliner…

von Lou Andreas-Salomé

Erzählung

Muschka
gewidmet

I.

In der Morgenstille war nichts vernehmbar als das helle, lang gezogene Trillern der kleinen Buchfinken im jungen Birkenlaub. Die breite, ungepflasterte Straße, die sich, nicht weit von der…

von Sigrid Hartmann

Die verpflichtende Dankbarkeit Amerika gegenüber, das ‚uns’, nach dem, von ‚uns’ verursachten Krieg, in so großartiger Weise unterstützt hat, das uns gegen den Warschauer Pakt verteidigt hat, beginnt seit der Amtszeit des neuen Präsidenten zu…

von Doris Müller

Komme gerade aus einer Neuland-Fleischerei heraus, in der ich fürs Wochenende eine kleine Portion Rindfleisch erworben habe, wobei das die einzige Fleischration für die Woche ist. Zugegebenermaßen habe ich mir auch noch 100 gr. insgesamt an…

von Sabrina Jung

Natürlich sind auch andere nicht scientologische bzw. unabhängig von Scientology Denkansätze möglich, eine Art elitäre Geheimgesellschaft, die ähnlich wie Scientology mit Hilfe von Kommunikationstechniken Menschen filtern bzw. analysieren, z. B.…

Seiten

In einer Zeit, da die Unterscheidung literarischer Gattungen sich noch an den Fingern zweier Hände abzählen ließ, gab es bereits den großen 'Gesellschafts-' oder auch 'Entwicklungsroman'. Logischerweise hat jedes gehaltvolle Werk eine 'Entwicklung' zum Thema - und meist geht es auch um gesellschaftliche Themen.
Die großen Werke der fiktionalen Weltliteratur gehören allesamt in diese Rubrik - egal, zu welcher Zeit sie geschrieben wurden, und welchen Anspruch an den Leser sie verfolgten.

Historisches, Soziales, Liebesgeschichten, Lebensbeschreibungen … in diesem Rahmen bewegen sich viele der thematisch durchaus völlig unterschiedlichen Werke. Gesellschaftspolitische Aussagen bestimmen ohnehin die meisten Romane - uneingeschränkt bis über die genretypischen Grenzen hinaus. Selbst moderne Fantasy kann im Idealfall einen Stoff beschreiben, der in dieser Rubrik bestens aufgehoben ist.