Die Seele des Staates 21

Bild von Alf Glocker
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(Geheime Eintragungen, schwarz)

Eine Seele spürt alles! Und so ist auch bei mir. Alle zu mir gehörenden Körperteile stehen für Empfindungen, die wie Strömungen sind, die mich durchziehen: das Äußere drückt sich im Inneren aus und umgekehrt! Ich kann nur so sein, wie ich aussehe – und so, wie mein Äußeres aussieht, kann ich nur fühlen! Alle Teile zusammen genommen bilden eine Einheit, den Staat!

Wir – diese Teile – lieben uns, denn wir gehören zusammen. Wir versuchen an uns zu denken, wir nutzen uns gegenseitig aus, wir agieren und reagieren, wir handeln – so wir gesund sind – wie es uns entspricht, und wir achten auf uns! Solange wir das tun, werden wir dort wirksam bleiben, wo wir stehen: mitten im Leben!

Nachdem ich, das Zentrum, aber nicht nur die Möglichkeiten habe, alles ganz genau unter die Lupe zu nehmen, fällt mir auch wesentlich mehr auf, als meinen Einzelteilen – auch denen, die mein Nervensystem bilden – ich spüre Dinge und Vorgänge, über die Grenzen des Gesamt-Körpers hinaus!

Und deshalb bemerke ich auch, was meine Einzelteile, meine Kinder, meine Bürger, meine Individuen befällt, begleitet, verfolgt! Da gibt es Werke, die sie verrichten, weil sie aus dem Zusammenwirken der Gesellschaft entstehen und welche, die sie völlig eigenständig betreiben – inspiriert von irgendwo her.

Insgesamt machen sie das Individuum, den Menschen aus! Aber da gibt es noch etwas, das ihn, den Menschen, auszumachen scheint: seine Bestimmung! Mit diesem Begriff kann jedoch weder ich, noch irgendwer richtig umgehen. Er ist einfach da, ersteht im Raum, er ist ganz leicht wegdiskutierbar und je höher gebildet jemand ist, desto mehr Erklärungen findet er dagegen.

Wahr ist, trotz allen Einwänden und Vermutungen, daß da etwas existiert, das mir extrem ins Handwerk pfuscht. Es ist, als wäre da noch jemand, der sich nicht um meine Einzelwesen, sonder öfter auch, oder sogar andauernd, um mich selbst, die Gesamtheit aller Teile und Teilchen kümmert.

Wobei „Kümmern“ nicht unbedingt der richtige Ausdruck dafür ist, denn unter Kümmern versteht man ja gewöhnlich etwas, das mit guten Absichten behaftet ist. Nein, es handelt sich dabei wohl eher um eine Art von Verfolgung. Eine Verfolgung, die ihr Opfer nicht immer bewusst wahrnimmt und schon gar nicht wahrhaben möchte.

Genau betrachtet, gibt es jedoch für jeden – wie soll man es ausdrücken? – einen „Schatten“, den niemand überspringen kann. Einen Schatten, der unsichtbar ist, aber trotzdem stets vorhanden: spürbar nur durch die Seele des Einzelnen, bzw. durch die Seele des Staates, sofern sie nicht blind und taub ist, respektive sich so stellt, weil sie lieber ignorant bleiben möchte.

Wenn sie das nicht ist – ignorant (blind und taub), dann registriert sie quasi „Erschütterungen der Macht“, die sich wie auswirken können?? Genau: schicksalhaft! Zu erkennen ist dann: eine Schematik, eine Schicksalsschematik, die direkt aus dem Zentrum des Universums zu kommen scheint.

Dort scheint es – für alle Nichtignoranten erfühl-spürbar – eine Absicht zu geben, die jedes Teil, wie auch jedes Ganze geheimnisvoll lenkt und über alle Köpfe und Gemeinwesen hinweg entscheidet, was mit wem passieren soll/muss! Das klingt ganz schön unheimlich, ist jedoch nachprüfbar, sobald einschlägige Versuchsreihen angestellt werden (würden).

Nachdem jedoch derartige „Versuchsreihen“ inoffiziell und trotzdem hochwirksam verboten sind, bleibt unter dem Teppich was als „Tabu“ bezeichnet werden muss, wenn mein sensibles und nicht grade bescheidenes Gesamtsystem nicht aus dem Takt geraten soll – und gerade daran haben ja alle das größte Interesse: Wirtschaftlichkeit geht vor Erkenntnisdrang!

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Kommentare

17. Dez 2015

Auch diese Schwarz - Arbeit gefällt -
Weil doch den Leser sie erhellt!

LG Axel

18. Dez 2015

Danke, lieber Axel

Viele Grüße, Alf