Sinus-Mann

von Siebenstein Siebenstein
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Erweiterung: 21.13, 20.10.2019

SiebenStein

Der Sinus-Mann

Ein Kurz-Roman ueber Okkultismus, rituellen Kindesmissbrauch,

UFOs und das damit verbunden scheinbar offensichtlich wahre

Verborgene ...

Die phantisievoll erdachte Geschichte ueber einen Menschen,

der auszog, um das Fuerchten zu lernen.

Claudius Stern ist Ingenieur und Mitentwickler einer Bohrinsel,

die zu Militaerzwecken verwendet werden sollte. Ein geheimnis-

volles Metall findet auf mysterioese Weise den Weg zu ihm. Und

das Boese in der Welt haucht ihn an ...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.06.2018.

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(-Einführungsseite-Ende-)

Der Satan und seine Diener nehmen immer wieder die Gestalt von Personen des Lichts an ( 2. Kor., K.11, V. 14).
Er sass am Strand. Das Meer lag ruhig vor ihm, gleich einem See. Die Nachmittagssonne glitzerte auf den kleinen Wellen. Kaum ein Windhauch war zu spüren. Es war Ebbe. "Warum nur," dachte er laut vor sich hin, "warum nur." Sein rotes, gelocktes Haar zeigte
schon leicht graue Spuren. Er war jetzt Mitte vierzig. Maschinenbauingenieur. Hatte Karriere gemacht. Nun war die Firma, für die er plante, in Konkurs geraten, und man hatte ihn, wie so viele, entlassen. Er war von untersetzter Statur, einmetersiebzig gross. Er fuhr sich über das Gesicht, bemerkte die Narbe an seiner linken Wange, die er sich beim Kampfsporttraining zugezogen hatte, das ihm den Ausgleich fuer den Altagsstress bot. Wie aus dem Nichts auftauchend sah er plötzlich eine grössere Welle auf sich zurollen, besschaute die kleine Gischt auf dem Wellenkamm. Irgendetwas schwamm da mit ihr ihm entgegen. Es verschwand kurz, tauchte wieder auf. Sein Blick der Aufmerksamkeit wechselte in gebannte Spannung. Langsam trieb die Welle das Ding ihm exakt vor die Füsse. "Treibgut," meinte er, doch das schillerte seltsam metallig in der Sommersonne. Er wollte keine nassen Schuhe riskieren, und wartete, bis die sanfte Brandung es ihm in die Hand spülte. Tatsächlich fühlte es sich wie ganz dünnes Metall an. Wie konnte dieses auf dem Wasser geschwommen sein? Er barg das seltsame Teil, das aussah, wie ein Namenstürschild und erkannte darauf eine eigenartige, scheinbar phosphoreszierende Schrift. "Claudius," hörte er plötzlich eine weibliche Stimme hinter sich rufen, "Claudius, ach, hier bist du; ich habe dich überall gesucht; was machst du hier?" Er drehte sich ueberrascht um und sah Annabell, die in einiger Entfernung auf ihn zulief. "Was willst du noch von mir," rief er ihr entgegen und nahm die schöne Figur einer jungen Frau wahr, die von ihrem blonden Haar wie umspielt zu werden schien. "Doktor Feuerbach hatte angerufen und versuchte, dich per Funk
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telephon zu erreichen." Sie stand jetzt vor ihm. "Was hast du da in der Hand," fragte sie. "Nur ein Stück Treibgut," gab er kurz zurück, "was wollte er?" "Das sagte er nicht. Du sollst ihn bitte zurückrufen, es sei dringend. Hier ist dein Telefon," entgegnete sie bestimmt. Er wusste, dass es nur wenige Orte gab, an denen sie ihn hatte suchen müssen. Sie waren seit fünf Jahren Arbeitskollegen gewesen und probierten es seit zwei Jahren als Lebenspaar. Vor vier Tagen trennte sie sich von ihm. Sie waren einfach zu verschieden. "Ich muss noch einige Sachen aus unserer Wohnung holen. Ruf Feuerbach bitte gleich an. Ach und das hier noch." Sie übergab ihm eine Karte. "Die habe ich wärend des Suchens beim Zusammenpacken gefunden. Dabei ist mir einiges klarer geworden. Ein gewichtiger Grund mehr, dich zu verlassen. Ich hatte sowieso schon etwas bemerkt, aber musste es unbedingt ein Thorsten sein ? Vielleicht hilft ´s, wenn ihr eure Ernährung umstellt. Das kann die Hormone wieder in die natürlich richtige Richtung lenken. Übrigens: Eine Hormonbeahandlung zur Unterstützung des Eigengeschlechts ist ungefährlicher, als eine Geschlechtsumwandlung; nur so als Tipp." Er schaute sie betroffen an. Es war Thorstens Karte, die er ihm zum Dank nach einer ihrer heftigen
Liebesnächte geschrieben hatte, zu denen sie sich gelegentlich getroffen hatten. Er nahm sie schweigend entgegen, wärend sie sich umdrehte und ihn so schnell wieder verliess, wie sie gekommen war. Claudius nahm das Gerät und waehlte Feuerbachs Nummer. "Hier Feuerbach," meldete sich eine dunkle Stimme. "Guten Tag, Herr Doktor Feuerbach, hier ist Claudius Stern. Sie hatten versucht mich zu erreichen." "Ja ," entgegnete ihm die Stimme, "ich weiss, es klingt nach ihrer Entlassung sonderbar. Ich kann diese auch nicht rueckgaenging machen, aber bitte kommen sie umgehend noch einmal in mein Büro." Feuerbach hatte aufgelegt. Claudius steckte sein Treibgut in die Innentasche seiner Lederjacke, schritt die Dünen bis zur dahinter gelegenen Strasse hinauf, wo er sein Auto geparkt hatte. Als er im Auto sass, erkannte er, dass die Schriftzeichen des seltsamen Metalls durch das Leder hindurch strahlten. Er nahm es rasch aus der Tasche und verbarg es im Handschuhfach seines Wagens. "Was zum Teufel ist das," rief er
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halblaut in den Fahrzeugraum.
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Feuerbach war ein kleiner, dicker, eigenwilliger, zielstrebiger Unternehmer  und trug eine getönte Silbergestellbrille. Ewartete bereits in der Empfangshalle seiner SINUS AG, begrüsste Claudius Stern, geleitete ihn mit einer kurzen Handbewegung ins nächst gelegene Buüo und verschloss hektisch hinter ihnen die Tür. "Stern, sie wissen um unsere Nordsee-Versuchs-Bohrinsel, waren selbst an deren Entwicklung beteiligt," begann Feuerbach ohne Umschweife das Gesprüch. Claudius war vom Auftreten seines sonst ruhigen und besonnen ehemaligen Arbeitgebers völlig ueberrascht. "Gewiss," antwortete Claudius. "Etwas ist dort in der Nähe mit hellem Lichtstrahl und gewaltigem Bumms ins Meer geklatscht. Das gesamte Seegebiet muss ringsherum auf einmal gebrodelt und geschäumt und in den verschiedensten Farben geleuchtet haben." "Wegen eines Meteoriteneinschlags rufen sie mich in ihr Büro?", erwiderte Claudius. "Nein, das war kein Meteorit; das muss etwas anderes gewesen sein. Der Funker der Plattformbesatzung übermittelte an unsere Festlandstation, dass die gesamte Besatzung in Panik von Bord in die eiskalte See gesprungen sei, ohne auch nur eine Rettungsausrüstung benutzt zu haben!" "Wie bitte," rief Claudius in einem Gefuehl der Unfassbarkeit aus, "und was soll ich dabei jetzt tun?" Ein grosser Tumult von der Strasse her riss die beiden aus ihrem Gespräch. Sie begaben sich aufgeregt ans Fenster und sahen Claudius´ vor wenigen Augenblicken noch blauen Ford-Mustang von einem Menschenpulk umringt und in verschiedenen Farben schillern. "Ach du liebe Güte", schrie Claudius, rannte,

Siehe auch Entstehungszeit und Copyright unter
https://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?44218+grusel

Geheimtip fuer die Frankfurter Buchmesse, 16. - 20. 10.2019 ...

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