Worum geht es denn jetzt eigentlich?

von Alf Glocker
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Geht es um Weltwirtschaftskrisen? Geht es um geburtenschwache Jahrgänge? Geht es um das Bruttosozialprodukt? Oder geht es vielmehr darum ob ein Gott lieb genug ist, sich selbst zu killen, oder ob er allbarmherzig ist und darum möchte, daß nur die Ungläubigen sterben? Reißen wir uns doch mal die Bretter vom Kopf und schauen wir genau hin, worum es eigentlich geht ...

Geht es denn nicht, in dieser einen komischen Wirklichkeit, die uns zur Verfügung steht, darum, die letzten bewohnbaren Plätze zu erhalten? Was nützt uns eine florierende Wirtschaft oder die weltumspannende Pfadfinderlogik, daß die Menschen immer mehr werden dürfen?! Wer hat uns denn diesen Sack Flöhe ins Ohr gesetzt?

Das kann doch eigentlich nur einer gewesen sein, der bereits von Geburt an saublöde war und noch eine Menge Mist dazugelernt hat, den hier niemand brauchen kann, der noch Interesse am tatsächlichen Fortbestehen der Spezies „Mensch“ vorweisen kann ... nicht bloß an der Vorherrschaft bestimmter Sorten und Glaubensrichtungen. Die Konzerne, wie sie auch alle heißen mögen, werden uns da nicht weiterhelfen können – außerdem wollen sie das ja auch gar nicht.

Und noch was: Die Politiker werden uns auch nicht helfen, die haben samt und sonders ihre Karrieren im Auge, und wenn sie das nicht haben, dann spinnen sie komplett, oder man lässt sie nicht ran. Denn die Fleischtöpfe der Nationen sind einfach zu verlockend und von daher kaum geeignet, um Idealisten zur Verfügung zu stehen. Demgegenüber arbeitet eine ganze „Aufklärungsbranche“ an der Verblendung des Einzelnen, damit auch ganz bestimmt alles schief geht.

Lächerlich einfach zu beurteilende Probleme werden dadurch zu unlösbaren Aufgaben, die nur durch eine weitere Verschlechterung der Gesamtsituation zu meistern scheinen. Diesen Quatsch mit Soße kaut man uns jedenfalls schmatzend vor, damit wir uns selber in die Suppe spucken und dabei vergessen, wer was, wie leisten kann. Ganz wichtig scheint es vor allem, die Augen zu verschließen!

„Kuckuck, seht ihr mich noch“ kreischt das Kleinkind, wobei es sich die Hände vors Gesicht hält. Weil es dann nichts mehr sieht, schließt es folgerichtig daraus, daß es selbst auch nicht mehr gesehen werden kann – nicht anders machen es die Erwachsenen. Nicht gesehene Schwierigkeiten sind keine Schwierigkeiten – die ganze Welt ist ausnahmslos gut ... nur die gemeinen Hunde, die sehen und sagen was sie sehen, gehören ausgemerzt.

Die lügen uns nämlich schamlos an, indem sie sagen, wie es ist! Wie das zusammenpasst? Ganz einfach – alles Unschöne kann nicht die Wahrheit sein! Dafür sind wir zu anspruchsvoll. Wofür haben wir uns, seit undenklichen Zeiten, den Rücken krumm gemacht?! Damit jetzt einer hergeht und in die Welt hinausschreit „passt auf was ihr tut, da will euch jemand bescheißen, der nichts Gutes mit euch vor hat“?! Wie soll da noch was gut werden?!

Etwas Wahres ist ja dran an diesem Irrsinn: Wer möchte auf einer solchen Welt, ohne jede Aussicht auf eine erlebenswerte Zukunft ist, noch weiter arbeiten? Da fragt sich doch jeder bislang nüchtern gebliebene Zeitgenosse, wofür man ihn wohl halten mag? Für einen Vollidioten? Nun ja, auch diese Einschätzung ist nicht ganz falsch. Warum, das könnte einem ein Blick darauf verraten, wer die ganze Misere finanziert ... aber Vorsicht, auch hier könnte die Wirklichkeit komisch sein.

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Kommentare

28. Feb 2017

Seid furchtbar fruchtbar, stand im Buch -
Damals gab es auch Platz genuch ...

LG Axel