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In Betrachtung der Sitten

Bild von Alf Glocker
Bibliothek

„Sitten und Bräuche“, oder „Die Sittenlehre“, was ist dasss?? Haben z.B. Nacktmulle Sitten? Oder Hyänen? Oder Reptilien, Fische, Kraken, Insekten? Im weitesten Sinne ja! Ihre Sitten resultieren aus, oder gipfeln in, ihren Verhaltensweisen, und sie haben nichts mit Idiotien zu tun! Sie schränken sich auch nicht durch ihre Sitten (oder Verhaltensweisen) ein, sie interpretieren nichts drüber und mischen nichts drunter, wie eventuell literweise Schleim. Den benötigen sie höchstens zu ihrer Fortpflanzung – und die wiederum hat nichts mit Einschränkungen zu tun, sondern mit dem Trieb, durch den sie groß und stark werden wollen, müssen, dürfen.

Ein Tier unterscheidet sich da von allen anderen Tieren erheblich – es legt großen Wert auf Sitten und Bräuche, die bei ihm meistens aus primitiven Erpressungsversuchen bestehen. Es handelt sich, wie sogar der unaufmerksame Leser bemerkt haben dürfte, sollte, um den Menschen! Seine Sitten sind seltsam! Ihre vorrangigsten Aufgaben scheinen darin zu bestehen, das Individuum zu schwächen, wo es nur geht. Da finden alle möglichen Beschneidungen und Verstümmelungen statt, da tätowiert man sich gegenseitig, da hängt man sich Gegenstände in die Ohren, da streckt man Hälse, da muss man sich die unmöglichsten Versprechungen machen, bevor man jemanden ehelichen darf – und immer haben Leute etwas damit zu tun, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben: komische verkleidete Lackaffen, die das große Wort führen!

Die Sitten des Tieres „Mensch“ sind vor allem ausgedrückt in den Glaubensrichtungen. Alle – ich betone ALLE – Glaubensrichtungen befassen sich damit, den Lebenslauf eines menschlichen Individuums darauf zu beschränken, daß es keines mehr ist … kein Individuum, sondern sich den Machtgelüsten verkleideter Lackaffen beugen muss, die ganz genau wissen, wie man Kapital aus seiner Dummheit schlagen kann. Deshalb ist auch alles verboten, was denkanregend ist. Oft auch bei Todesstrafe …. was ja wiederum der Annahme, in Sitten sei auch der Anstand enthalten, heftig widerspricht. Sitten sind anstandsfeindlich!

Dabei begibt sich der Mensch in einen Bereich der Intelligenz, der sogar noch weit unterhalb dem der dümmsten Tiere angesiedelt ist – denn die wissen immerhin noch, wie man am Leben bleibt. Viele dieser dümmsten Tiere würden vielleicht etwas dafür geben, wenn sie einen menschlichen Verstand zur Verfügung hätten, um sich ihr Leben lebenswert einzurichten … aber wer weiß: womöglich ist die Ausprägung der Denkfähigkeit gleichzeitig auch die Initialzündung für Geisteskrankheiten.

Eine davon ist sicherlich, den Spaß am Sex als „sittenlos“ zu bezeichnen, wie das einige Hirntote auch heute noch die Frechheit haben zu tun. Sittenlos ist alles, was Spaß macht – aber nur damit sich einige wenige Damen und Herren (oder sollten wir lieber „Lügner und Lügnerinnen“ sagen?!) heimlich vergnügen können. Sie sind zwar bekannt dafür, daß sie gerne einen Appell nach dem anderen an ihre Opfer richten, nicht aber dafür selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Ihr Verständnis für Anstand und Sitte ist sehr, sehr frei interpretierbar.

Manche, geistig eher kleinwüchsige Spezialisten meinen aber auch, die Verteufelung der Sitten an sich reiche allein schon für ein reines Gewissen aus. Auch in diesem Fall rate ich persönlich – was natürlich keine Rolle spielt – dazu, sich ein Beispiel an den Tieren zu nehmen. Sie verstümmeln sich nicht am Geschlechtsteil, um damit ein bestimmtes Aussehen oder ein Verhalten zu erreichen, mit dem sich eventuell die Weltherrschaft erficken lässt, aber sie pervertieren auch nicht ganz normale Verhaltensweisen. Zum besseren Verständnis für Neunmalkluge: Eine „normale Verhaltensweise“ hat etwas mit dem Spaß am Arterhalt zu tun. Da werden keine Absurditäten vervorbildlicht!

Nun noch kurz zum Rechtsverständnis einer Sittengesellschaft … Mörder haben darin ebenso wenig zu suchen wie Kinderschänder oder Vergewaltiger … Religion hin oder her! Das muss nicht weiter interpretiert werden! Diese Vergehen haben weder etwas mit Sitten und Bräuchen noch mit tolerablen Eigenarten bestimmter Primaten zu tun, die – wären sie beispielsweise Insekten – längst ausgerottet wären. Dafür muss man keine Büttenreden in seligen Vollräuschen halten oder in politischen Parteien für ein Verständnis der verblödeten Durchschnittsmenschen, gegenüber „armen verfolgten Wesen“ bitten. Das ist leider alternativlos!

Und somit will ich mal eine Lanze brechen für all jene, die sich einen Scheiß drum scheren, was honorige Herren, oder durch sich selbst heiliggesprochene Damen, für einen Rotz von sich geben, mit dem sie glauben, andere infizieren zu müssen. Ich sage einfach: Behaltet eure Sitten und Gebräuche mal schön für euch, ihr sehr verehrten Arschgeigen, und meint bloß nicht, irgendein Mensch, der noch alle beieinander hat, sollte sich danach richten müssen. In diesen Fällen beharre ich auf dem Kategorischen Imperativ … und zwar auch in den Fällen, wo der den auf mich einströmenden Einflüssen wurscht ist!

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Kommentare

28. Feb 2018

Die Denker sind ja tot - was fein beweist:
Man lebt als Denker lang nicht meist ...

LG Axel

28. Feb 2018

Das ist in unsrer Zeit wohl wahr...
und es wird schlimmer Jahr für Jahr....

LG Alf