Gott sah, dass es sehr gut war

Bild von Anita Zöhrer
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Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut. (Gen 1,31)

Gott schuf und sah, dass es sehr gut war.
Er schafft auch noch heute. Und sieht, dass es sehr gut ist.

Die Welt ist weder böse noch schlecht. Die Welt ist so, wie wir sie gestalten. In ihrem tiefsten Grunde ist sie jedoch von Gott gewollt, somit göttlich und gut. Entscheidend ist nur, wie wir miteinander und den uns geschenkten Dingen umgehen.

Wir sollen die Erde behüten (Gen) und sie nicht zerstören. Wie soll sie für uns ein guter Ort zum Leben sein, wenn wir all die vielen Kostbarkeiten, die sie uns zu bieten hat, unsere Achtung verlieren? Sind wir denn noch zufrieden mit dem, was wir haben?

Sehen wir denn noch die Schönheit einer sternenklaren Nacht? Die Schönheit der Blumen, der bunten Blätter im Herbst? Erfreuen wir uns noch an dem strahlend blauen Himmel, geziert mit weißen Wolken? Sind wir dankbar, wenn die Sonne uns anlacht und wir Gott im Wehen des Windes spüren? Genießen wir den noch den Anblick der Berge? Der Wälder, Wiesen und Felder? Der Flüsse, Seen, des Meeres? Öffnen wir unser Herz noch für die Liebe zu den Tieren, die Gott uns als ganz besondere Weggefährten zur Seite stellt?

Wir erwarten uns, dass die Früchte der Erde wachsen und gedeihen, beklagen uns über Ernteausfälle, doch wissen wir zu schätzen, wenn wir von der Natur ernten dürfen? Staunen wir noch darüber, was sie so alles an Nahrung für Leib und Seele für uns hervorbringt?

Sind wir uns dessen bewusst, was wir an unseren Mitmenschen haben? Oder erkennen wir erst, wie wertvoll sie für uns sind, wenn es zu spät ist? Wenn wir durch Tod, Umzug oder sonst irgendwelchen Gründen von ihnen getrennt werden?

So vieles ist uns hier auf Erden geschenkt. All das, was für uns so selbstverständlich ist, ist in Wahrheit ein Wunder, eine Gabe Gottes. Es liegt an uns, diese zu bewahren, damit auch wir sagen können: Es ist sehr gut.

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