Experimentelles / Sonderfälle ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen zum Thema

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von Ingeborg Schneidereit
von Franz Kafka
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von Robert K. Staege
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von Kurt Tucholsky
von Peter Altenberg
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 255 Texten in dieser Kategorie
von Franz Kafka

1. Kapitel: Verhaftung - Gespräch mit Frau Grubach - Dann Fräulein Bürstner

Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. Die Köchin der Frau Grubach, seiner…

von Kurt Tucholsky

Frau Vockerat: «Aber man muß doch seine Freude haben können an der Kunst.»
Johannes: «Man kann viel mehr haben an der Kunst als seine Freude.»
Gerhart Hauptmann

Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt…

von Peter Altenberg

Margueritta stand nahe bei Ihm.
Sie lehnte sich an Ihn.
Sie nahm seine Hand in ihre kleinen Hände und hielt sie
fest. Manchesmal drückte sie sie sanft an ihre Brust.
Und doch war sie erst elf Jahre alt.…

von Monika Jarju

AUSZUG AUS "KIWI KERNE"

In meinem Träumen komme ich weit herum

Kann ich mit Sicherheit sagen,
ob ich an einem Ort war oder nicht?

Wahrscheinlich war ich
an allen möglichen Orten,

im Traum.

von Angélique Duvier

Es war ein himmlischer Wintertag mitten im Juli, draußen war Hochsommer und im Theater, an unserem Premierentag, spielte die Szene mitten im tiefsten Winter. Wir spielten Bertolt Brechts wunderbares Stück „Der kaukasische Kreidekreis.“ Das Ende…

von Angélique Duvier

Vor Aufregung schlotterten mir geradezu die Knie,
mir war speiübel. Sicher bekomme ich kein einziges Wort heraus.
Heute Abend sollte ich, zum ersten Mal in meinem Leben,
vor Publikum auftreten. Ich hatte noch etwa ein halbes…

von Ingeborg Schneidereit

Die Fabel hat abgelehnt
sie ist alt und gebrechlich
man hat sie lange nicht gebraucht
und sie kann nur sagen
dass die Weisen die Sterne zählen
und multiplizieren
das ist eine zu große Zahl

Und die…

von Conrad Cortin

Drabble

hohe Ehre aber auch beschwerlich
der Weg hinauf zum Haus des Genies

unsereinem fehlen nur zwei Zentimeter
meint der Professor der Psychologie
auf der Terrasse bei Kuchen und Kaffee

längst ist…

von Ingeborg Schneidereit

Du stehst im Schatten des Schattens
und raubst den schlafenden Traum

Nun hältst Du das Erhoffte als Unvermutetes in Händen
erfährst den Traum als einzige Realität
auch wenn die Hufe der Rosinante
dir den Staub des…

von Angélique Duvier

Wochenlange anstrengende Proben für das wundervolle Theaterstück des grandiosen Dichters Franz Grillparzer: „Des Meeres und der Liebe Wellen“ an den Hamburger Kammerspielen lagen hinter mir. Theaterproben sind eigentlich immer anstrengend,…

von Conrad Cortin

Drabble

Bei den Universitätsprofessoren stehe ich in gutem Ruf. Vor allem schätzen sie meine Wetterprognosen. Wenn ein Professor verreist, wendet er sich zuerst an mich, bevor er seinen Koffer packt. So ein Professor kennt sich nur auf…

von Karin Steuck

So treu und geduldig, fast weise.
Wartest, schaust dich zu mir um. Als wären wir schon immer zusammen.
Eine Stille umgibt dich.
So weiß deine Pfoten und dein Gesicht. Und dann plötzlich Gold und erdiges Braun.
Was soll…

von Annelie Kelch

Nachts ist man weniger abgelenkt als am Tage. Ich stelle meinen Wecker jeden Abend auf 01:30 Uhr und reiße fünf Minuten später meinen Laptop aus dem Schlaf. Das nimmt er mir übel; er protestiert heftiger noch als die indischen Frauen auf Twitter…

von Anouk Ferez

Sagt, kennt Ihr das auch? In seinen eigenen uralten Gedichten zu stöbern, ist beinahe so, wie einen Brief an sich selbst zu lesen. Und plötzlich fragt man sich: Schrieb ich mir einst aus der Zukunft an die Gegenwart, oder aber ist es umgekehrt?…

von Annelie Kelch

Immer öfter lebe ich vorübergehend in meinem Postfach. Sobald die Briefe verteilt werden, quetsche ich mich in die linke Ecke – wie die kleine Fliege, der ich ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt habe. Sie summt mir jedes Mal ins Ohr: „…

von Carl Stern s.A.

Liebes! Eben den „Arabischen Markt“ (Endfassung) zu Ende getippt. Beinahe wäre ich über diesem Textgedicht zum Teufel gegangen. Es blieben lediglich noch die zwei Zeilen in der zweiten Strophe / Dieses verfluchte „bunt“! War einzig richtig, aber…

von Angélique Duvier

William Shakespeares wunderbares Stück „Hamlet" stand auf dem Spielplan, die Titelrolle wurde von Jörg Pleva gegeben, ich spielte die Ophelia.
Wir gehörten beide zum festen Ensemble des Ernst Deutsch Theaters.
Die Vorstellungen liefen…

von Angélique Duvier

„OK, Conny, da muss ich etwas weiter ausholen“, sagte ich, „und mit dem Leben meiner Mutter beginnen. Wenn Crystal uns also tatsächlich um unsere Kindheit und Jugend beneidet und aus diesen Gründen jetzt meine Mutter attackiert und Geld von ihr…

von Monika Jarju

es
geht wie es geht, so oder anders, droht Herr ANDERSCH, ehe es sich bewegt, auflöst, zerlegt in eene meene muh, summ summ; es trägt einen Hut, geht es ihm gut. ANDERSCH macht einen langen Hals - immer sollen andere sich ändern, es wird…

von Monika Jarju

Radiodurchsage:

„Hier spricht /
die Polizei! //
Ein außergewöhnlich
schöner
Regenbogen
/ist
zu sehen.“//

von Karin Steuck

Er lässt mich nicht so klein, wie ich manchmal werde.
Er unterbricht meine Angst.
Er fragt, wann ich die Eier dieses Jahr färbe, als ich mich sorge, um das Weltgeschehen.

Für die schlimme Vergangenheit hat er ein schlechtes…

von Annelie Kelch

Bereits am frühen Morgen zeigen mir meine Füße unmissverständlich, wo es langgeht. Mein Kopf hingegen ist alleweil mit Gestrigem beschäftigt: Wie war das Wetter vor vierundzwanzig Stunden und ist es ansteckend? – Die Yogaübung „Hund“... ist sie…

von Angélique Duvier

Endlich war es soweit und die Premiere stand bevor.
Ich war noch Anfängerin am Theater, spielte aber an diesem Abend meine erste große Hauptrolle, die „Grusche" in „Der kaukasische Kreidekreis“ von Bertolt Brecht. Ich stand zitternd auf der…

von Anouk Ferez

Adèle, erinnerst du dich
als du das erste Mal
Albèrt erblicktest
und von Licht und Schatten gemalt
das Abbild deiner tiefen Liebe
in seinen Zügen entdecktest?
Erinnerst du dich, Adèle,
als sein erstes…

von marie mehrfeld

Irre helle summende kurze, lange, zahme, wüste, kleine, hohle, alte, liebe, spitze, stumpfe Silbenformationen in allen Längen, Farbabstufungen und Hitzegraden überfallen ihn manchmal wie Stechmückenschwärme. Sie lassen sich unvermutet auf ihm…

von Annelie Kelch

Immer noch Sommer – aber meine fünf Tibeter haben alle Kalender vernichtet. Draußen sei Mitte November, sagen sie. Das sei kein Wetter – für niemanden.

In Hannover war oft im Oktober noch Juni, während sich in Hamburg der Herbst ständig…

von Angélique Duvier

Ich saß in meiner kleinen, mit Kostümen überladenen Garderobe
in den Hamburger Kammerspielen.
Es roch darin nach alten Kleidern, nach Puder und Blumen.
Ich war gerade dabei, mich in mein Nonnenkostüm für den heutigen Abend zu…

von Anton Maurer

Es war einmal ein Peter, der hatte einen Musikgeschmack, der so hart war, dass man sich davon keine Scheibe abschneiden konnte. Das war aber nicht immer so gewesen. Früher war der Peter ein netter Junge mit einem sonnigen Gemüt. Er trug…

von Luise Maus

Der Himmel ist wolkenverhangen
der Regen fällt und durchweicht die Erde.
Es quackt unter den Schritten auf der nassen Wiese
die Grashalme sind zu schwer, sie richten sich nicht mehr auf.
Blumenblüten neigen ihre Köpfe, das…

von Ralf Risse

Behutsam drücke ich deine Brust. Doch du bleibst stumm, zeigst keine Regung . . .
Gestern Abend warfst du noch minutenlang deinen Kopf voll Leidenschaft hin und her.
Womit habe ich dich verärgert, was habe ich getan? Ein Gedanke jagt…

von marie mehrfeld

Hochsommer ist jetzt, der Himmel heute bedeckt, ein Sommergewitter liegt in der Luft. Ich verlasse mein Haus mit einem Schirm in der Hand und steure meinen Parkplatz an. Meine Füße zögern, stocken. Wie kommt der Wurm, der Regen liebt, auf den…

von Johanna Blau

Mein Herz wächst im Wald zu einem strahlend-schönen Baum.
Mein Herz verbrennt in der Wüste.
Ich suche den Schatten und treffe da die Maus und dort die Schlange.
Ich dürste und trinke aus der Quelle, die alles speist und tränkt,…

von Annelie Kelch

Jede Nacht träume ich – von einem anderen Land.
Zäg, der älteste meiner fünf Tibeter, will auswandern.
„Entweder wir emigrieren nach Myanmar, oder ich lege die Kutte ab, verlasse dich und heirate", wirft er mir im herrischen Tonfall…

von Alfred Krieger

Es gibt Tage, welche schon irgendwie schleppend beginnen – ohne größere Katastrophen zwar – aber doch so, dass man das Gefühl haben könnte, irgendwelche Schicksalsmächte seien einem augenblicklich nicht gerade besonders wohlwollend gesinnt und…

von Karin Steuck

Habe mich verschenkt. Immer wieder gern. Diese Kinder haben mich gütig gemacht gegenüber der Dummheit der Anderen.
Was sollten sie mir schaden? Ich war was ich war und nicht das, was sie dachten und wollten.
Und trotzdem, nun wurde es…

Seiten

Experimentelle Literatur: Eigentlich kann das jede Art von Text sein, auch wenn der Autor sogar nur glaubt, sich auf Neuland zu bewegen und ein Experiment literarischer Art zu versuchen, weil (vielleicht) keine Vergleichsmöglichkeit bekannt ist.

Ungereimte Lyrik in freien Rhythmen, zerhackte Prosa, Sketche und Skizzen, dadaistische Dramen und surreale Skripte ohne jede Zuordnungsmöglichkeit gehören ebenso hierher wie die kunstvolle Verquickung verschiedener -ja, auch gegensätzlicher- Genres und Stilrichtungen. Da, wo Autor sich ausleben kann - in Thematik und Form, in Art und Stil, da geschieht das Experiment … grenzenlose Freiheit des Ausdrucks …

Alles ist erlaubt in der Kunst … im Experiment erst recht!