Nicht gerade Lesenswert und eigentlich nur Selbstmitleid

Bild von Jan Halbig
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Unsere Uhren ticken nicht mehr. Nicht das wir mehr Zeit hätten. Doch statt eines Tick Tack, welches unsere literarischen Vorfahren in den Wahnsinn trieb, herrscht Stille. Nun keine Stille. Eher Lärm. Oder Flüstern. Nur kein Tackt. Kein mechanischer Schlag. Kein Puls, stetig schwingend im Raum. Ruhend. Treibend.
Auch meine Uhr hat ihren Rhythmus verloren. Ich leide. Nicht physisch. Nicht emotional. Ich leide unter meinen Gedanken. Ich leider unter ihrer Angewohnheit zu stehlen. Zeit mag von meinen Freunden noch als unerschöpfliche Ressource angesehen werden. Ich verliere sie jeden Tag.
Keine Zukunft. Kein Erfolg. Kein Resultat. Kein Wusch. Kein Anfang. Alles was ich habe ist in meiner Kopf, mein Kopf der mich bestiehlt. Mich auf der Stelle treten lässt. Angst ist kein Gefühl. Leid ist Subjektiv. Ich habe kein miserabelste Leben. Geld wird kommen und gehen aber ich werde wahrscheinlich nie verhungern. Aber Zeit, die verliere ich. Die verliert jeder.
Mir ist klar, dass hier ist nicht gerade angenehm zu lesen. Soll es auch nicht sein. Das Spiel mit Worten ist für die Sekunde schöner, als sie klingen oder in Ordnung stehen zu haben.
Das sind meine Hirngespinste. Mein Schmerz und meine Reuhe. Meine blau erleuchtete Plastikscheibe mit weißen Streifen.