Deutschland und die Frauen

Bild von Lydia Kraft
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05.09.20 von Lara Fari

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Zumindest Global betrachtet. Im Inneren Deutschlands macht sich in weiten Teilen der Bevölkerung die Armut breit die dann vor allem bzw. am härtesten Kinder und Frauen trifft. Wie komisch, dass es immer die Gleichen am härtesten trifft. Alleinerziehende und Singelfrauen, scheinen der Hauptfeind für die herrschenden Zustände zu sein denn sie bekommen kaum Unterstützung vom Staat und erhalten auch kaum noch Förderungen, um sich angemessen in unsere Arbeitskultur zu integrieren. Mehr Kultur gibt es seid Corona nicht mehr, um Kurzweil und Erbauung muss sich jetzt jeder im Privaten selber drum kümmern was dann, unterm Strich wieder eine Frage der Finanziellen Möglichkeiten ist. Die inneren Grenzen der herrschenden Gesellschaft. Na, vielleicht dürfen wir ja Silvester gemeinsam auf der Bannmeile feiern, mehr Partys sieht der Staat für uns ja sowieso nicht mehr vor. Vielleicht weil Angela Merkel selber nicht so viele Partys schmeißt, vielleicht weil der Systemwandel noch was mit uns vorhat. Sicher was ganz Großes, zumindest seid der Ballerman auf Mallorca geschlossen wurde, muss man sich Fragen wo sollen wir hin mit unserer Freude und dem Drang nach Leben. Aggressionen können nicht mehr abgebaut werden und stauen sich auf. Dass es der Staat ist der uns einengt ist offensichtlich aber nicht für jeden Mann erkennbar, besonders deutsch-katholische Männer, scheinen sich in Allmachtsphantasien zu verlieren und bringen Not und Elend über das Land weil sie nicht in der Lage sind ihre Wut und Aggression genau zu Analysieren und Kontrollieren, Selbstbeherrschung wird da zur Tugend aber, man muss es Wissen, bei den Katholiken war die Frau von Anbeginn das Übel, da wird selbst der Teufel (hier als Droge) zum Heilsbringer, als dass schlechte Charakterzüge und diese stete Unzufriedenheit zu bewältigen versucht wird.
Dieses Verlangen nach Aggression wird dann, scheint es besonders gerne in deutschen Betten ausgelebt. Egal ob Frau oder Kind, jeder ist mal dran mit seiner Gewalterfahrung, sei es der eigene Vater der Onkel oder irgend so ein Mann. Die Kinder wissen danach nicht mehr was sie denken sollen, verheiratete Frauen fügen sich nur noch devot in ihr Familienleben und Singelfrauen bleiben Singelfrauen und starten ihre Drogenkarriere, manche ein Leben lang. Jeder verharrt in seiner Position weil es kaum noch Hilfe von Außen gibt und die Schreie und Leid durch eine indoktrinierende Ignoranz niemanden erreichen. Die Polizei weiß, erst wenn ein Kind mindestens eine halbe Stunde schreit, liegt eine Gewalttat vor. Das Gesundheits- und Sozialsystem weiß, dass nur das Opfer an sich arbeiten muss, um als Vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu gelten, was dann heißt, dass es sich so viele soziale Kompetenzen aneignet, dass es nicht mehr auffallen kann, in der großen Gesellschaft. Hilfeprogramme und Förderungen gibt es so gut wie keine wenn sich jemand als Vergewaltigungsopfer outet, eher ist das Stigma in Amt und Gesellschaft wieder Salonfähig, dass die Frau doch irgendwie selber dran schuld sein muss. Die Kinder dann wohl auch aber über die wird garnicht erst geredet, außer bei Wildwasser vielleicht. Sie wollten halt nicht richtig oder auch nicht genug. Frau und Kind sind dann, hier in Deutschland nur jede Dritte (in Frankreich jede Fünfte). Die dritte Klasse dann, die nur nicht richtig will und wenn sie will dann gleich zu viel und die andere sexuelle Wege geht, als die von den Eltern vorgelebten. Etwas ganz ‚natürliches‘ bei sexueller Gewalt, egal ob Mann oder Frau, dass man sich dem eigenen Geschlecht verbundener fühlt.
Me too war ein Versuch den Schreien, die Tags und Nachts verhallen eine Stimme zu geben, nur gab es politische Konsequenzen? So weit ich weiß, nicht eine. Gut, Europa hat uns mit der Istanbulkonvention von dem Altdeutschen Recht befreit, dass erst ein Schlag als Notwehr und als Nein gewertet wird. Es reich jetzt, ‚ich will nicht zu sagen, auch ist seid dem die Verjährungsfrist von fünf auf dreißig Jahre erhöht worden. Die Opfer haben also jetzt eine Chance erst einmal ins Leben zurück zu finden, bevor sie sich mit dem Täter der für ihren persönlichen Weltuntergang verantwortlich ist, auseinandersetzen.
Aber schon der Fall Lohfink hat gezeigt, dass die Frau selbst bei weiblichen Richtern nicht mit Wahrheitsliebe sondern mit Vorurteilen und Stigmata zu rechnen hat. Dabei ist die Lohfink ein Frauenbild das den Realismus der unterprivilegierten Frau ganz gut widerspiegelt wenn gleich sie in ihrem Milieu ganz gut dazu stehen schien, bis zur verhängnisvollen Nacht. Aber so geht es halt jeder Dritten. Vielleicht sollte die Lohfink uns Mal, im Fernseher zeigen wie man sich durchs Leben schlägt. Seid Heidis Klump ‚Batchelor‘ ist die deutschen Schönheit jedenfalls ganz außer Rand und Band, dass jeder gutaussehende Mann im Rudel belagert wird weil er über Geld zu verfügen scheint. Sei es physisch oder psychisch im immer währenden Drogenrausch. Gut, auf welchem Strich gibt es da nicht. Das Gegenstück für Heidi Klump ist dann Frau Merkel, wenigstens zwei Göttinnen die sich in der Männerwelt Deutschland durchgesetzt und etabliert haben. Aber Angelas Strategie, die Männer auszuboten habe ich immer noch nicht drauf. Vielleicht liebe ich sie dann doch am Ende, diese Männer. ( Schon beim ‚Besuch der alten Dame‘ stellte Dürrenmatt fest, „Männer, er denkt sie wären Männer“). Wir kommen bei der Frage raus, was ist der Mann? Eine sprachlose Kampfmaschine die nur anspringt wenn sie das Wort Macht hört. Oder ein soziales Wesen, das sich auszudrücken vermag und der Wirtschaft verpflichtet ist. Aber wir wollen uns hier nicht in Genderdiskussionen verlieren. Denn neben dieser analytischen Frage bleibt die Frage, wie kommen wir aus der Misere wieder raus, dass unser Sozialverhalten nicht mehr funktioniert bis wir alle nicht mehr richtig ticken. Mir als Ostdeutsche wird dann immer das System DDR als Alternative aufgedrängt. Aber dieses angebliche Idyll ist bei diesem Thema irrelevant. Denn sexuelle Übergriffe waren auch in dieser Diktatur an der Tagesordnung und Opfer gab es erst garnicht. Diese wurden als exogene Schizophrene mit einer kompletten Ausgrenzung ins Psychiatriesystem abgeschrieben. Rein und wieder raus. Eine Lösung des Problems kann auch ich also nicht finden, zumindest nicht in Deutschland. Vielleicht sollten wir nach Norden sehen, da gibt es nicht so viele Drogen und auch nicht so viel Gewalt.

© 2020 Lara Fari

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Kommentare

28. Okt 2020

Ich bin erstaunt, dass der Text besonders die Männer anspricht... Danke