Wenn ich nicht nur das Gras wachsen höre

von Alf Glocker
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Immer mal wieder, zwischendurch, höre ich nicht nur das Gras wachsen, sondern auch wie der Kosmos sich ausdehnt. Ganz leise, oder auch dröhnend laut, breitet er sich ständig weiter in sich aus. Dabei entstehen Geräusche, die man mit Schreien vergleichen könnte, Schreien der Verzweiflung, Schreien die uns Hinweise geben könnten, auf das Wirken des universellen Seins. Leider ist es unseren armseligen Sinnen nicht erlaubt, etwas direkt von dem wahrzunehmen, das uns augenblicklich verrückt machen würde, wenn wir ihm schutzlos ausgesetzt wären: gemeint ist der Ablauf der Wahrheit!

Die „Wahrheit“, das sind Vorgänge, die, münzte man sie in Stimmen um, Ungeheuerliches verrieten, so Ungeheuerliches, daß wir vor lauter Scham viel zu viel Angst vor der Schöpfung bekämen – was eine entschlossene Teilnahme unsererseits praktisch ausschließen würde. Akteure in Angststarre kann niemand gebrauchen und die Schöpfung schon gar nicht – vom Kaninchen vor der Schlange einmal abgesehen. Da dient sie ja sozusagen einem „guten“ Zweck: der Sättigung der Schlange.

Doch kommen wir zu den Stimmen zurück. Stellen wir das „Radiogerät zwischen 2 Sender ein und hören wir das Mikrowellenrauschen – den Urknall – und strengen wir uns an, seine Botschaften zu deschiffrieren. Gerade sprechen die 4 Urkräfte miteinander. Die 1. Stimme, die wir vernehmen ist weiblich: „Wenn du den Eingang in mich findest, dann darfst du dir etwas wünschen! Ich schenke dir etwas das du nicht gebrauchen kannst und wir tauschen – du gibst mir dein Herz und bekommst von mir dafür den Zufall, der dich einnimmt wie ein Wettergott die Gezeiten“.

Die 2. Stimme ist männlich: „ich mache den Kraftleistungsschreikrampf um dich zu erringen, als eine Plage, die alles ergrünen lässt, auf dieser Zerfallswelt der Kriege und Verbreitungsdogmen – du musst nur verstehen was ich dir nicht sage, denn mich musst du zwischen den verdorbenen Zeilen lesen, die ich ausspeie wie ein Vulkan auf einer einsamen Insel, der sich Raum schaffen möchte, bevor er wieder in sich zusammenfällt!“

Die 3. Stimme ist sächlich: „Ich bin die Verkörperung des Guten, denn ich beute euch aus, bis ich selbst ausbeutungsfähig geworden bin, das ist unbestreitbar – und deshalb habt ihr mich ernst zu nehmen, denn ich zeige euch in mir das Gesicht Gottes, welches ich nach und nach verliere, indem ich euch ähnlicher werde…ihr müsst mir nur bedingungslos vertrauen, denn ich führe euch in den Tod!“

Die 4. Stimme ist die Stimme der Verwirrung:“Was ihr drei auch immer zu sagen gedenkt, ich kann es nicht verstehen, denn ich bin der Widerpart jeder Notwendigkeit – nichts an mir ist authentisch…ich bin nicht wie die 1. Stimme, wenn sie ist was sie ist, und ebensowenig wie die 2. wenn sie ihre Aufgabe erfüllt…ich bin zwar kurzzeitig wie die 3., aber wenn ich mir selbst ähnlicher werde zeige ich weder das Gesicht Gottes, noch meines, denn mich regiert der Kurzschluss der Zeit“.

Inzwischen sind Milliarden Sterne explodiert und unzählige Planeten entstanden. Der Raum hat sich weiter gekrümmt. Die Signale, die er ausstößt sind ohrenbetäubend! Alles überschreitet unbemerkt sämtliche Toleranzgrenzen. Die Lebewesen halten sich die geistigen Ohren zu, tanzen sich in eine Trance, die es ihnen ermöglicht sich als Teil eines Ganzen zu verstehen, das genossen werden könnte, verstünde man es nur… Und irgendwo, zwischen all den Explosionen, den Vulkanen, den Zufällen, den Verirrungen der Natur und den Rätseln der Geschichte, wird sie auf verheerende Weise wirksam: die Wahrheit des Seins!

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Kommentare

28. Jun 2015

Wir hören nicht auf die Schreie gequälter Kreatur, weil wir die Ohren schon DAVOR verschließen. Erst recht doch vor etwas noch Mächtigerem, das uns mit uns selbst konfrontieren könnte. Wer weiß, was einem DA begegnen würde ...

28. Jun 2015

Ja!
in beiden Fällen
er existiert
und wir hören nicht darauf

LG Alf