Moderne ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen zum Thema

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von Angélique Duvier
von Kurt Tucholsky
von Franz Kafka
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 305 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Der Regen verwandelte sich an diesem vierzehnten Februar 2010 in kleine Geschosse aus Eis, obwohl die Heizung voll aufgedreht war, fror ich entsetzlich.
Warum guckst du denn so traurig, heute ist doch Valentinstag, fragte ich meinen Vater,…

von Kurt Tucholsky

In der Dorotheenstraße zu Berlin steht das Gebäude der ehemaligen Kriegsakademie. Unten, in guter Mannshöhe, läuft eine Granitlage um das Haus herum, Platte an Platte.

Diese Platten sehen seltsam aus; sie sind weißlich gefleckt, der braune…

von Franz Kafka

Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz. Aber der Türhüter sagt, daß er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später…

von Yvonne Zoll

Sie waren schwimmen gegangen. Mit der ganzen Familie. Was selten vorkam. Fühlte sie sich doch oft allein gelassen. Und so kam es auch im Schwimmbad.
Er hatte sich schon zu Beginn aus dem Becken verzogen, in dem sie ihre Bahnen zog, in dem…

von Sabrina Jung

Glasscherben auf meiner Haut,
alles schmerzt,
versuche ich sie vorsichtig abzustreifen,
Blut, überall Blut,
ich schaue in den Spiegel,
ich sehe nur den Spiegel,
wo bin ich?
Auf einmal spüre ich diesen…

von Sabrina Jung

Neben mir wohnt Frau Felix-Unglücklich, um ehrlich zu sein, kenne sie nicht wirklich, auch kann ich nichts zu ihrem gegensätzlich klingenden Namen etwas sagen, dann müsste ich sie schon direkt nach ihrem Gemütszustand befragen, aber das…

von Angélique Duvier

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit wurde auch an unserem Theater ein Weihnachtsmärchen gespielt. Eines meiner Lieblingsmärchen ist seit meiner Kindheit „Der gestiefelte Kater“. Als ich hörte, dass in diesem Jahr jenes wundervolle Märchen…

von Franz Kafka

Ich bin zurückgekehrt, ich habe den Flur durchschritten und blicke mich um. Es ist meines Vaters alter Hof. Die Pfütze in der Mitte. Altes, unbrauchbares Gerät, ineinander verfahren, verstellt den Weg zur Bodentreppe. Die Katze lauert auf dem…

von Franz Kafka

Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeutete. Er wusste nichts und…

von D.R. Giller

Einen Satz beschreiben, der bisher alle anderen vorherigen untergehen, vertreibt ohne Verständnis sowie Mühe, Phasen der Erschaffung überrollt. In der Formulierung, greift nach all den Bildergeschichten, die im Ausdruck reifen, fügen, nicht…

von Sigrid Hartmann

Der Weg war lang und beschwerlich. Die alte Frau stellte ihre volle Einkaufstasche zum wiederholten Mal auf den Bürgersteig. Sie lehnte sich an die Hauswand und seufzte.
Dann bückte sie sich keuchend und nahm die Tasche wieder auf.
„…

von Alf Glocker

Heute suche ich nichts, heute sehe ich nur fern. Am liebsten sind mir Geschichtssendungen – ich lasse mich gern aufklären. Ich möchte immer erfahren wie gut die fuhren, die vor uns verfuhren: die Vorfahren. Meine waren schlecht, erfahre ich mal…

von Gerhart Hauptmann

von
Gerhart Hauptmann

1922
S. Fischer, Verlag
Berlin
114. bis 124. Auflage

Copyright 1918 by S. Fischer, Verlag Berlin

Reisende können den Weg zum Gipfel des Monte Generoso in Mendrisio
antreten…

von Yvonne Ciecelske

Es ist ein wunderbares Ding, so ein Fenster.
Ein Objekt, das ich nach Belieben mehrmals am Tag öffnen und schließen, durch das ich hinaus sehen kann, an dessen gnadenvolle Existenz, ich jedoch bisher, kaum je einen Gedanken verschwendet…

von Tanja Grün

Fünfhundert, denke ich, der spinnt ja. Ich starre noch immer auf die fünf Scheine in meiner Hand. Sie haben Knicke und nicht alle die gleiche Farbe, manche mehr, manche weniger Grauschleier. Dann sehe ich in Herrn Sanders Gesicht. Es ist blass,…

von Walter Zeis

An jenem Tag, als wir unserem letzten Heimatort entgegen fuhren, schien die Sonne, und es war einer jener Sommertage, die sich vier bis sechs Wochen aneinanderreihen konnten, ohne dass ein Tropfen Regen fiel: Die Luft war warm und leicht, der…

von Sigrid Hartmann

Heute Nacht habe ich meine Seele getroffen. Sie hat mir davon erzählt, wie die Welt sein könnte, wenn sie von Seelen bewohnt würde.
Dann ging sie schlafen, und ich stand auf und merkte, dass sie wohl tagsüber sehr tief schläft.
Ich…

von marie mehrfeld

Auf der Zeil frühmorgens um halb fünf. Vereinzeltes Hupen, ein zwei Rollläden rattern hoch. Frankfurt erwacht allmählich. Unter einer der Platanen, auf dem von der Hitze des letzen Tages und der schwülen Nacht noch immer warmen Pflaster, liegt…

von D.R. Giller

An wechselnden Orten auftreten, hin zu denen dort
im Worte meine uns, die da sogar gehen, auf's ganze
Menschheit verinnerlicht letzte Einkehr
Reste vor'm Spiegel, Schauer – Ästheten
Gewohnheit, eigen - Ego…

von Sabrina Jung

Benachrichtigung von der Post via email Teil 1, Teil 2 und Teil 3
Teil 1
Bekomme eine Benachrichtigung von der Post via emal, dass heute ein Paket kommt, was eigentlich Weihnachten schon hätte da sein müssen, da ich heute den ganzen…

von Shinwar Bomhof

Als ich ein kleiner Junge war, gab es so manches um mich herum, was ich nicht verstand. Warum durfte ich meine eigene Sprache nicht sprechen, warum zwangen sie mich, eine andere Sprache zu lernen? Warum hatten sie meinen Vater ermordet? Warum…

von Jan Jendrejewski

Der Himmel war ein blasses Grauweiß.
Eine ungebrochene Wolkenwand hielt
die Welt darunter in einem traurigen,
dunklen Licht gefangen.
Zwei pechschwarze Krähen überblickten,
in einem Geäst sitzend, die Umgebung

von Alf Glocker

Dort wo es das Nordlicht gibt, dort wo die Himmel klar und voller Sterne sind und wo das Gleichmaß der Schönheit von den Eisbergen erzählt, in denen Elfen und Geister wohnen, dort gibt es ein Phänomen ... Zugegeben, es ist eines unter vielen,…

von Alf Glocker

Aufgrund diverser Feierlichkeiten, wegen der Anschläge vom Xten, Yten und Zsten Datum bleibt Deutschland heute bis auf Weiteres geschlossen (nein, die Grenzen sind da nicht gemeint). Außerdem ist eine Terrorwarnung für die Gebiete Da, Dort und…

von Max Dernet

Wie oft musste ich in letzter Zeit wieder hören: ‚Unter Krummholzner hätte es das nicht gegeben!’

Solchen hoffungslos Gestrigen halte ich sofort entgegen: Unter Krummholzner hätte es auch keine beheizten Schuhlöffel gegeben, sogar die…

von Hartmut Dotzki

Einfach

Einfach mal,
oder doch die
Einfachheit

mit Schwierigkeitsgrad
gefressen?

Je nachdem,
wie de geschult bist
und dein Brain
ausgereift ist
und nicht abgereift ist,

kommst…

von Alf Glocker

Ruhig geht der majestätische Kosmos seiner Vollendung entgegen. Da werden auf einmal seltsame Stimmen im Überraum hörbar.

„Heute ist der Tag der offenen Tür!“
„Wer sagt das?“
„Ich, die Erkenntnis. Und wer bist Du?“
„Ich…

von Cycas Palmfarn

In meiner Kindheit waren im Licht der Straßenlaternen abertausende Fliegen und Motten, und Auto-fahrer kratzten sich nach jeder Nachtfahrt die Insekten von der Windschutzscheibe. Jetzt ist da nichts mehr. Man ließ damals nachts die Fenster…

von Max Dernet

„Max, du solltest die kommenden Festtage unbedingt als Chance betrachten!“
Gütig schaute Erwin, so hieß er wohl, ist ja schon ne Weile her, auf mich herab, obwohl er eher kleiner war als ich. Allerdings verrieten seine hohe, blasse Stirn,…

von Sabrina Jung

Es ist früh und gleichzeitig bin ich spät dran, schau auf die Uhr und denk Mann oh Mann, springe ins Auto und fahre los, früh morgens ganz famos, da plötzlich möchte durch die Ausfahrt fahren, dann sehe ich ein Auto in den Jahren, in ihm sitzend…

von Klaas Klaasen

Als mein längeres Bein, in voller Länge ausgestreckt, den ersten Schritt auf dem Bahnsteig des Hauptbahnhofs von Zürich unternahm, wusste das kürzere, das linke, noch nicht, was ihm bevorstand! Woher auch? Ging es doch da von aus, wie einfach es…

von Hartmut Dotzki

Was zeichnet uns aus

Wir können traurig sein
Wir können Mitgefühl zeigen
Wir können lieben
Wir können soviel

Was zeichnet uns noch aus

Wir können hassen
Wir können uns daneben benehmen
Wir können…

von Alf Glocker

Schwarze Philosophen, rote Erfinder und gelbe Dichter geben, zusammen mit dem blauen Himmel, ein buntes Bild ab. Wenn da noch die grüne Au dazukommt, dann sind nur noch ein paar Wölkchen so weiß, wie der Schnee von gestern, der nicht liegen…

von Max Dernet

... Vom offenen Fenster her gackerte es in mein versunkenes Schweigen hinein.
„Genug für heute“ säuselte es hinter meinem Kopf.
„Halten Sie Geflügel?“ fragte ich, als ich mich von der Couch erhob.
„Die meisten Patienten…

von Conrad Cortin

"Ich kann Sie nicht in den Ruhestand schicken", sagt der Chef, "Sie würden sich doch nur gehen lassen. Regelmäßiger Lebenswandel und leichte körperliche Betätigung im Büro ist gut für Ihre Gesundheit." Endlich begreift Paul, warum er nach acht…

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Der Begriff 'Moderne Literatur' ist wohl per se ein Unding, da alles, was heutigen Zeitgenossen als 'modern' erscheinen mag, in fünfzig oder hundert Jahren bereits Vergangenheitsliteratur mit einem -möglicherweise neugeschaffenen- völlig anderen Begriff geworden ist.

Im Unterschied zu 'zeitgenössisch', also dem Werk noch lebender und schaffender Künstler, bezeichnet man im Kulturbetrieb die Schöpfungen der entsprechenden Künstler aus den vergangenen, aber noch nicht wirklich weit zurückliegenden Jahren als 'Moderne'. Im Jahr 2013 also sollte das z.B. literarische Werke der Jahre 1960 bis 1990 betreffen. Kategorisch bleiben dabei alle Möglichkeiten offen, denn als bezeichnete Epoche kann jede Stilrichtung sämtliche Genres umfassen.