Moderne ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen zum Thema

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von Conrad Cortin
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von Jan Jendrejewski
von A. d. Tiefe
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von Angélique Duvier
von Kurt Tucholsky
von Sabrina Jung
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 288 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Der Regen verwandelte sich an diesem vierzehnten Februar 2010 in kleine Geschosse aus Eis, obwohl die Heizung voll aufgedreht war, fror ich entsetzlich.
Warum guckst du denn so traurig, heute ist doch Valentinstag, fragte ich meinen Vater,…

von Kurt Tucholsky

In der Dorotheenstraße zu Berlin steht das Gebäude der ehemaligen Kriegsakademie. Unten, in guter Mannshöhe, läuft eine Granitlage um das Haus herum, Platte an Platte.

Diese Platten sehen seltsam aus; sie sind weißlich gefleckt, der braune…

von Sabrina Jung

Glasscherben auf meiner Haut,
alles schmerzt,
versuche ich sie vorsichtig abzustreifen,
Blut, überall Blut,
ich schaue in den Spiegel,
ich sehe nur den Spiegel,
wo bin ich?
Auf einmal spüre ich diesen…

von Franz Kafka

Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz. Aber der Türhüter sagt, daß er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später…

von Sigrid Hartmann

Der Weg war lang und beschwerlich. Die alte Frau stellte ihre volle Einkaufstasche zum wiederholten Mal auf den Bürgersteig. Sie lehnte sich an die Hauswand und seufzte.
Dann bückte sie sich keuchend und nahm die Tasche wieder auf.
„…

von Angélique Duvier

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit wurde auch an unserem Theater ein Weihnachtsmärchen gespielt. Eines meiner Lieblingsmärchen ist seit meiner Kindheit „Der gestiefelte Kater“. Als ich hörte, dass in diesem Jahr jenes wundervolle Märchen…

von D.R. Giller

Einen Satz beschreiben, der bisher alle anderen vorherigen untergehen, vertreibt ohne Verständnis sowie Mühe, Phasen der Erschaffung überrollt. In der Formulierung, greift nach all den Bildergeschichten, die im Ausdruck reifen, fügen, nicht…

von Franz Kafka

Ich bin zurückgekehrt, ich habe den Flur durchschritten und blicke mich um. Es ist meines Vaters alter Hof. Die Pfütze in der Mitte. Altes, unbrauchbares Gerät, ineinander verfahren, verstellt den Weg zur Bodentreppe. Die Katze lauert auf dem…

von Franz Kafka

Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeutete. Er wusste nichts und…

von Varia Antares

Amily packte ihren Koffer, zwei Handtaschen und ihren Rucksack. Sie nahm nur das Nötigste mit. Den Rest ihrer Sachen würde sie für immer zurücklassen. Es war ein schmerzlicher Verlust, doch das war noch nicht alles. Sobald sie erst einmal im…

von Tanja Grün

Fünfhundert, denke ich, der spinnt ja. Ich starre noch immer auf die fünf Scheine in meiner Hand. Sie haben Knicke und nicht alle die gleiche Farbe, manche mehr, manche weniger Grauschleier. Dann sehe ich in Herrn Sanders Gesicht. Es ist blass,…

von Yvonne Ciecelske

Es ist ein wunderbares Ding, so ein Fenster.
Ein Objekt, das ich nach Belieben mehrmals am Tag öffnen und schließen, durch das ich hinaus sehen kann, an dessen gnadenvolle Existenz, ich jedoch bisher, kaum je einen Gedanken verschwendet…

von Gerhart Hauptmann

von
Gerhart Hauptmann

1922
S. Fischer, Verlag
Berlin
114. bis 124. Auflage

Copyright 1918 by S. Fischer, Verlag Berlin

Reisende können den Weg zum Gipfel des Monte Generoso in Mendrisio
antreten…

von marie mehrfeld

Wenn es hell ist, sehne ich mich nach Dunkelheit, weil Nacht die Zeit des Schlafs, der Träume, der Ent-Spannung, der Hoffnung ist, weil Nacht harte Konturen verschluckt, Hässliches versteckt. Gleichzeitig weiß ich, sie ist auch Zeit der…

von marie mehrfeld

Auf der Zeil frühmorgens um halb fünf. Vereinzeltes Hupen, ein zwei Rollläden rattern hoch. Frankfurt erwacht allmählich. Unter einer der Platanen, auf dem von der Hitze des letzen Tages und der schwülen Nacht noch immer warmen Pflaster, liegt…

von Sigrid Hartmann

Heute Nacht habe ich meine Seele getroffen. Sie hat mir davon erzählt, wie die Welt sein könnte, wenn sie von Seelen bewohnt würde.
Dann ging sie schlafen, und ich stand auf und merkte, dass sie wohl tagsüber sehr tief schläft.
Ich…

von Sabrina Jung

Es ist früh und gleichzeitig bin ich spät dran, schau auf die Uhr und denk Mann oh Mann, springe ins Auto und fahre los, früh morgens ganz famos, da plötzlich möchte durch die Ausfahrt fahren, dann sehe ich ein Auto in den Jahren, in ihm sitzend…

von D.R. Giller

An wechselnden Orten auftreten, hin zu denen dort
im Worte meine uns, die da sogar gehen, auf's ganze
Menschheit verinnerlicht letzte Einkehr
Reste vor'm Spiegel, Schauer – Ästheten
Gewohnheit, eigen - Ego…

von Sabrina Jung

Neben mir wohnt Frau Felix-Unglücklich, um ehrlich zu sein, kenne sie nicht wirklich, auch kann ich nichts zu ihrem gegensätzlich klingenden Namen etwas sagen, dann müsste ich sie schon direkt nach ihrem Gemütszustand befragen, aber das…

von Sabrina Jung

Benachrichtigung von der Post via email Teil 1, Teil 2 und Teil 3
Teil 1
Bekomme eine Benachrichtigung von der Post via emal, dass heute ein Paket kommt, was eigentlich Weihnachten schon hätte da sein müssen, da ich heute den ganzen…

von Shinwar Bomhof

Als ich ein kleiner Junge war, gab es so manches um mich herum, was ich nicht verstand. Warum durfte ich meine eigene Sprache nicht sprechen, warum zwangen sie mich, eine andere Sprache zu lernen? Warum hatten sie meinen Vater ermordet? Warum…

von Alf Glocker

Dort wo es das Nordlicht gibt, dort wo die Himmel klar und voller Sterne sind und wo das Gleichmaß der Schönheit von den Eisbergen erzählt, in denen Elfen und Geister wohnen, dort gibt es ein Phänomen ... Zugegeben, es ist eines unter vielen,…

von Max Dernet

„Max, du solltest die kommenden Festtage unbedingt als Chance betrachten!“
Gütig schaute Erwin, so hieß er wohl, ist ja schon ne Weile her, auf mich herab, obwohl er eher kleiner war als ich. Allerdings verrieten seine hohe, blasse Stirn,…

von Klaas Klaasen

Als mein längeres Bein, in voller Länge ausgestreckt, den ersten Schritt auf dem Bahnsteig des Hauptbahnhofs von Zürich unternahm, wusste das kürzere, das linke, noch nicht, was ihm bevorstand! Woher auch? Ging es doch da von aus, wie einfach es…

von Alf Glocker

Aufgrund diverser Feierlichkeiten, wegen der Anschläge vom Xten, Yten und Zsten Datum bleibt Deutschland heute bis auf Weiteres geschlossen (nein, die Grenzen sind da nicht gemeint). Außerdem ist eine Terrorwarnung für die Gebiete Da, Dort und…

von Jan Jendrejewski

Der Himmel war ein blasses Grauweiß.
Eine ungebrochene Wolkenwand hielt
die Welt darunter in einem traurigen,
dunklen Licht gefangen.
Zwei pechschwarze Krähen überblickten,
in einem Geäst sitzend, die Umgebung

von Cycas Palmfarn

In meiner Kindheit waren im Licht der Straßenlaternen abertausende Fliegen und Motten, und Auto-fahrer kratzten sich nach jeder Nachtfahrt die Insekten von der Windschutzscheibe. Jetzt ist da nichts mehr. Man ließ damals nachts die Fenster…

von Max Dernet

Wie oft musste ich in letzter Zeit wieder hören: ‚Unter Krummholzner hätte es das nicht gegeben!’

Solchen hoffungslos Gestrigen halte ich sofort entgegen: Unter Krummholzner hätte es auch keine beheizten Schuhlöffel gegeben, sogar die…

von Alexander Zeram

Civellini spielte Chopin.

Wir saßen draußen auf der Terrasse, verwöhnt von sommerlicher Nachtluft, warmer Feuchtigkeit und dem weichen Klang des Steinway-Flügels, auf den unser Gastgeber eben so stolz war, wie auf seine…

von Alf Glocker

Schwarze Philosophen, rote Erfinder und gelbe Dichter geben, zusammen mit dem blauen Himmel, ein buntes Bild ab. Wenn da noch die grüne Au dazukommt, dann sind nur noch ein paar Wölkchen so weiß, wie der Schnee von gestern, der nicht liegen…

von Max Dernet

Gestern Nacht bis hinüber in die innere Mogelei geträumt. Jurtenzauber mit vergorener Stutenmilch, darauf nächtlicher Ausritt in gehobenster Stimmung. Es lachten im Galopp wir rauen Gesellen! Auch lachten wiehernd mit, die treuen Pferde unter uns…

von Conrad Cortin

Benno drückt die junge Frau an sich und küsst sie zart auf die Wange. Sie ist Buchhändlerin in dem schönen Antiquariat in der Marienplatzpassage. Bis vor drei Monaten hat er sie täglich geküsst. Aber seit seinem Umzug an die Peripherie kommt er…

von D.R. Giller

Schon wieder so ein sonderbarer, wirrer Traum den Lutz da in der Nacht eines regnerischen Dienstags hatte.Es war Hochsommer und die Details seines Unterbewusstsein entnahm er nur verschwommen wahr. Das hinderte ihn am Durchschlafen. Er wachte auf…

von Conrad Cortin

Sie kommt gerade vom Zahnarzt, hat sich die obere Zahnreihe überkronen lassen. Aber warum lindgrün. Ihre Zähne glänzen, schimmern und blitzen im Licht wie Edelsteine. Sicherlich ein sündteures Material. Vielleicht wirklich Saphire oder Ähnliches…

von Wolfgang Luley

Paulo, der Sohn Picassos, besucht seinen Vater im Atelier, wo der, mit einer Axt, auf einen Schrank einschlägt.

"Du machst Feuerholz?"

"Nein, ich zertrümmere den Schrank und setzte ihn neu zusammen. Das ist Kunst!"

Paulo…

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Der Begriff 'Moderne Literatur' ist wohl per se ein Unding, da alles, was heutigen Zeitgenossen als 'modern' erscheinen mag, in fünfzig oder hundert Jahren bereits Vergangenheitsliteratur mit einem -möglicherweise neugeschaffenen- völlig anderen Begriff geworden ist.

Im Unterschied zu 'zeitgenössisch', also dem Werk noch lebender und schaffender Künstler, bezeichnet man im Kulturbetrieb die Schöpfungen der entsprechenden Künstler aus den vergangenen, aber noch nicht wirklich weit zurückliegenden Jahren als 'Moderne'. Im Jahr 2013 also sollte das z.B. literarische Werke der Jahre 1960 bis 1990 betreffen. Kategorisch bleiben dabei alle Möglichkeiten offen, denn als bezeichnete Epoche kann jede Stilrichtung sämtliche Genres umfassen.